Wirtschaft

Obama zückt den Füller US-Finanzreform tritt in Kraft

Historischer Moment in Washington: Präsident Obama setzt seine Unterschrift unter die größte Finanzmarktreform seit der großen Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahrhunderts.

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Der Moment, in dem die präsidiale Tinte in das Gesetzespapier sickert: Offiziell trägt die Reform den Namen "Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act", benannt nach dem Senator Christopher Dodd (mitte) und dem Abgeordneten Barney Frank (rechts).

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Barack Obama hat die Finanzmarktreform unterzeichnet und damit eines seiner wichtigsten politischen Vorhaben in Kraft gesetzt.

Durch die weitreichende Reform erhielten Banker, Unternehmen und Verbraucher mehr Sicherheit, sagte Obama. Dank der neuen Regeln werde es keine Rettungsaktionen auf Kosten der Steuerzahler mehr geben.

Sollte ein großes Finanzinstitut zusammenbrechen, gebe es nun die Möglichkeit einer Abwicklung, ohne dabei die Wirtschaft zu gefährden, erklärte der US-Präsident.

Der US-Senat hatte in der vergangenen Woche den Weg für die größte Finanzmarktreform seit den 1930er Jahren freigemacht. Das neue Gesetz soll eine Wiederholung der jüngsten Finanzkrise verhindern.

Banken und Investoren in den USA müssen sich damit auf strengere Vorgaben einstellen und mehr Transparenz vor allem im milliardenschweren Derivate-Handel zulassen. Undurchsichtige und riskante Derivate-Geschäfte gelten als einer der Hauptgründe für die Krise.

Quelle: n-tv.de, rts

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