Wirtschaft

Weitere Konjunkturstützen nötig US-Notenbanker will handeln

In den USA sind die Lage am Arbeitsmarkt und die Teuerungsraten völlig inakzeptabel. Zu diesem Schluss kommt der US-Top-Notenbanker William Dudley. Er könnte sich weitere Aktionen der Fed vorstellen. Sprich: Die Gelddruckmaschinen könnten de facto wieder angeworfen werden.

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William Dudley sieht Handlungsbedarf.

(Foto: REUTERS)

Der einflussreiche Chef der Federal Reserve von New York sieht offenbar Bedarf für weitere Konjunkturstützen. "Weitere Aktionen sind dann geboten, wenn sich der Konjunkturausblick für Arbeitsmarkt und Inflation nicht so sehr bessern, dass ich zuversichtlicher werde", sagte Notenbanker William Dudley in New York.

Dudley ist Stellvertreter von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Offenmarktausschuss (FOMC) der Zentralbank, dem Gremium, das über Leitzins und geldpolitische Strategie entscheidet. Nach ähnlichen Äußerungen von Bernanke selbst war zuletzt an den Finanzmärkten über weitere Ankäufe von langlaufenden Anleihen durch die Fed spekuliert worden. De facto würden die Zentralbanker damit frisches Geld drucken und es in die Wirtschaft pumpen.

Dudley wurde bei einem Vortrag vor Wirtschaftsjournalisten in der US-Finanzmetropole noch deutlicher: Sollte die Fed für 500 Mrd. Dollar Staatsanleihen oder Immobilienpapiere kaufen, käme dies einer Zinssenkung von einem halben bis zu einem dreiviertel Prozentpunkt gleich, rechnete er vor. Der offizielle Leitzins in den USA liegt seit Dezember 2008 bei 0 bis 0,25 Prozent. Seitdem hat die Notenbank für insgesamt 1,7 Billionen Dollar Staats- und Immobilientitel erworben, um die Konjunktur zusätzlich zu stimulieren. Da die weltgrößte Volkswirtschaft zuletzt aber wieder schwächer gewachsen war, waren innerhalb des Gouverneursrats der Fed Forderungen nach weiteren Schritten laut geworden. Auch Dudley bezeichnete am Freitag die Lage am Arbeitmarkt und die Höhe des Niveaus der Teuerung als " völlig inakzeptabel".

Quelle: ntv.de, rts