Wirtschaft

Geschäfte mit der Deutschen Bank US-Versicherer fühlt sich betrogen

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Allstate ziehen vor Gericht.

(Foto: REUTERS)

Der US-Häuser- und Autoversicherer Allstate verklagt die Deutsche Bank wegen der falschen Darstellung von Risiken bei Hypothekengeschäften. Statt erstklassiger Wertpapiere habe man Titel mit Schrottimmobilien im Bestand erhalten, hieß es zur Begründung. Auch gegen die Citigroup und JPMorgan wurden Klagen eingereicht.

Der US-Versicherungskonzern Allstate zerrt die Deutsche Bank vor den Richter. Der Versicherer wirft dem Frankfurter Geldhaus vor, ihn beim Verkauf von US-Hypothekenpapieren übers Ohr gehauen zu haben. Eine Reihe von Daten hätte nicht gestimmt und deshalb habe Allstate mit den Wertpapieren Geld verloren. Der Versicherer verlangt nun eine Entschädigung. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.

Nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hat Allstate die Klage am Freitag bei einem Gericht in Manhattan eingereicht - zusammen mit einer Klage gegen die US-Großbank Citigroup. Bereits hatte Allstate JPMorgan Chase verklagt. Allstate hat demnach der Deutschen Bank sogenannte Mortgage-backed Securities im Wert von rund 185 Mio. Dollar abgekauft, der Citigroup für mehr als 200 Mio Dollar und JPMorgan sogar für mehr als 700 Mio. Dollar.

Allstate sei davon ausgegangen, es habe sich um erstklassige Wertpapiere gehandelt, hieß es in der Klage gegen die Citigroup. Stattdessen hätten die Verkäufer gewusst, dass auch Schrottimmobilien im Bestand gewesen seien und dies verschwiegen. Viele US-Hauseigentümer hatten ab 2007 ihre Kreditraten nicht mehr zahlen können - die Immobilienblase platzte und mündete in der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Quelle: n-tv.de, dpa

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