Wirtschaft

Notenbank wird optimistischer US-Wirtschaft wächst moderat

Die US-Notenbank zeichnet im Rahmen ihres Konjunkturberichts erneut ein vorsichtig positives Bild. Problematisch bleiben aber Arbeitslosigkeit und Immobilienmarkt.

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An der Wall Street sorgte der Konjunkturbericht für verhaltenen Optimismus.

(Foto: REUTERS)

Die Erholung der US-Wirtschaft hält nach Einschätzung der US-amerikanischen Notenbank trotz aller Konjunktur-Unsicherheiten an. Allerdings sei das Wachstum in den vergangenen Wochen nur moderat ausgefallen und damit zu schwach gewesen, um die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen, teilte die Fed in ihrem Beige Book genannten Konjunkturbericht mit. Die Arbeitslosenquote liegt in den USA bei neun Prozent.

Auch die Krise am Immobilienmarkt dauere an, hieß es. Inflation sei aber derzeit kein Thema und der Kostendruck habe etwas nachgelassen. Dies dürfte der Notenbank Spielraum für eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik im kommenden Jahr geben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Bei ihrem nächsten Zinsentscheid am 13. Dezember rechnen die meisten Experten aber noch nicht damit.

Die wirtschaftliche Aktivität habe sich seit dem vorigen Bericht in fast allen zwölf Fed-Bezirken in einem langsamen bis moderatem Tempo gesteigert, erklärte die Fed. Lediglich im Bezirk St. Louis sei sie zurückgegangen. Die Industrie habe ihre Geschäfte ausgeweitet, und auch die Kreditvergabe der Banken habe leicht zugenommen. Wunder Punkt bleibe aber neben dem Arbeitsmarkt der kriselnde Immobilienmarkt.

Fed-Vizechefin Janet Yellen hatte bereits am Dienstag auf Spielraum für eine geldpolitische Lockerung als Hilfe für die schwächelnde Wirtschaft hingewiesen. Die Kursturbulenzen an den Finanzmärkten wegen der europäischen Schuldenkrise und die allgemeine Unsicherheit über die Konjunkturaussichten hätten die Risiken für die Weltwirtschaft erhöht. Eine verbesserte Orientierungshilfe zur Entwicklung der Zinsen und zusätzliche Aufkäufe von langlaufenden Wertpapieren kämen als Hilfsmaßnahmen infrage. Yellen plädierte zudem für zusätzliche Schritte, um den lahmenden Häusermarkt unter die Arme zu greifen.

Die Fed hatte den Leitzins am 2. November erwartungsgemäß bei null bis 0,25 Prozent belassen. Zentralbankchef Ben Bernanke prognostizierte damals, dass das Wachstumstempo langsam bleiben werde. Er bekräftigte zudem, er sei "nötigenfalls bereit für weitere Maßnahmen, um die wirtschaftliche Erholung zu sichern und die Preise stabil zu halten".

Quelle: n-tv.de, jga/rts

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27.04.09