Wirtschaft

"Die sind zu wenig wert" Ukrainer müssen erbeutete Panzer nicht versteuern

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Russland hat einen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet.

(Foto: REUTERS)

Ukrainische Korruptionsbekämpfer verhöhnen die russischen Aggressoren. Sie versichern den Ukrainern, dass sie russisches Gerät nicht in der Steuererklärung deklarieren müssen. Schließlich wechsele das ja in der Regel zerstört den Besitzer.

Inmitten der russischen Invasion hat die ukrainische nationale Behörde zur Korruptionsbekämpfung mitgeteilt, dass erbeutete russische Panzer und anderes Gerät nicht in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Begründung: "Dieser Schrott ist viel zu wenig wert."

Die Schwelle zur Erklärung von Vermögenswerten in der Ukraine liegt bei umgerechnet rund 720 Euro. Fahrzeuge müssen allerdings unabhängig von ihrem Wert aufgeführt werden.

"Dank des Mutes und der Erfolge der Verteidiger der Ukraine kommt feindliche Militär-Ausrüstung in der Regel zerstört und unbrauchbar in Ihre Hände", so die Behörde. Das mache es unmöglich, den Wert in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zu beziffern. Außerdem würden die Gegenstände ja nicht im Rahmen einer üblichen Transaktion den Besitzer wechseln, sondern im Zusammenhang mit der "großangelegten Aggression der Russischen Föderation vom 24.02.2022 gegen den unabhängigen und souveränen ukrainischen Staat als Fortsetzung des 2014 begonnenen heimtückischen Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine".

Bis zum Sieg über die "rassistischen Invasoren" und dem Ende des Kriegsrechts müssen Ukrainer keine Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen verschwenden, hieß es weiter. Es komme darauf an, die "eigene Freiheit, den Frieden in Europa und der Welt sowie die Ukraine zu verteidigen".

Die Behörde forderte, die russischen Panzer sollten sich "verpissen". Sie versicherte: Wer russisches Gerät gerne in seiner Steuererklärung deklarieren wolle, könne es selbstverständlich tun.

Quelle: ntv.de, jga

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