Wirtschaft
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Mittwoch, 29. Mai 2013

Sondermüll einfach in die Tonne geworfen: Wal-Mart muss Millionenstrafe blechen

Jahrelang schert sich der US-amerikanische Einzelhandelskonzern Wal-Mart nicht um die sachgerechte Entsorgung von Sondermüll. Giftige Stoffe werden einfach in den Hausmüll geworfen oder in die Kanalisation gekippt. Der Konzern räumt seien Fehler ein - und zahlt.

Der weltgrößte Handelskonzern Wal-Mart muss wegen der falschen Entsorgung von gefährlichem Sondermüll in den USA eine Strafe von 110 Mio. US-Dollar (85,5 Mio. Euro) zahlen. In einer außergerichtlichen Einigung habe der US-Konzern seine Schuld in mehreren Fällen eingestanden, teilte das US-Justizministerium mit.

Bis 2006 habe das Unternehmen keine Vorschriften für den Umgang seiner Mitarbeiter mit gefährlichen Abfällen gehabt, zum Beispiel für die Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln, die von Kunden zurückgebracht worden seien. Sondermüll sei entweder in kommunalen Müllbehältern oder im Fall von Flüssigkeiten in der Kanalisation entsorgt worden. Zum Teil sei er auch ohne Schutzvorkehrungen in eine von sechs Müllentsorgungsanlagen von Wal-Mart in den USA gebracht worden.

Es habe sich um Lastwagen voll gefährlicher Fracht gehandelt, darunter rund 900 Tonnen Pestizide, erklärte Tammy Dickinson, Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Missouri, die zusammen mit dem Bundesstaat Kalifornien und der US-Umweltschutzbehörde (EPA) gegen Wal-Mart vorging. Durch Missachtung der Gesetze und den unangemessenen Umgang mit gefährlichen Abfällen, Pestiziden und anderen Materialien habe Wal-Mart Bevölkerung und Umwelt gefährdet und Unternehmen, die die Vorschriften beachteten, geschadet.

Quelle: n-tv.de