Wirtschaft

Hypothekengeschäft schwächt sich ab Wells Fargo weitet Stellenabbau aus

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Auf Sparkurs geschwenkt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Hypothekenbank Wells Fargo intensiviert ihre Sparbemühungen. Das Geldhaus streicht weit mehr Jobs als bislang geplant. Immer weniger finanzieren ihre laufenden Immobilienkredite neu. Grund sind die steigenden Hypothekenzinsen.

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Die größte US-Hypothekenbank Wells Fargo streicht weitere 1800 Arbeitsplätze. Diese kämen zu dem bereits in diesem Quartal angekündigten Abbau von 3000 Jobs hinzu, sagte ein Sprecher des Geldinstituts der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Bank ist in diesem Jahr auf einen straffen Sparkurs geschwenkt. Ihr macht zu schaffen, dass wegen steigender Hypothekenzinsen immer weniger Kunden ihre laufenden Immobilienkredite neu finanzieren.

Wells Fargo hatte 2008 in der Finanzkrise den Rivalen Wachovia übernommen und war damit zum größten Kreditgeber für Wohnimmobilien in den USA aufgestiegen. Über das Institut läuft landesweit mehr als jeder fünfte Immobilienkredit. Zudem verfügt es über das größte Filialnetz des Landes - noch vor Branchenprimus JP Morgan. Die genaue Zahl der Mitarbeiter im Hypothekengeschäft weist die Bank nicht aus, aber allein im Bereich für Verbraucherkredite befassen sich 11.000 Beschäftigte mit Hypothekendarlehen.

Abflauender Refinanzierungsboom

Noch Anfang des Jahres hatte Wells Fargo - dank des von historisch niedrigen Zinsen angetriebenen Hypothekengeschäfts - den höchsten Quartalsgewinn in der mehr als 150 Jahre alten Firmengeschichte erwirtschaftet. Doch schon seit einiger Zeit rechnet das Geldhaus damit, dass die inzwischen steigenden Hypothekenzinsen der Sparte zusetzen werden. Zwar erholt sich der lange kriselnde Häusermarkt in den USA. Aber der Refinanzierungsboom, an dem die Banken zuletzt kräftig verdient hatten, flaut ab.

Finanzchef Tim Sloan deutete daher bereits Mitte Juli Sparmaßnahmen an. Im August kündigte das Management eine mit einem Jobabbau verbundene Neujustierung des Geschäfts an. Erst kürzlich erklärte Sloan, dass seine Bank wohl in diesem Quartal 30 Prozent weniger Immobilien-Darlehen ausgeben werde. Die Summe werde demnach wahrscheinlich von 112 Milliarden Dollar im zweiten Quartal auf etwa 80 Milliarden fallen.

Quelle: ntv.de, rts