Wirtschaft

Tesla-Chef nimmt den Mund voll "Wer bei uns scheitert, geht zu Apple"

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Ihn verlassen für Apple? Lächerlicher Gedanke, findet Elon Musk.

(Foto: REUTERS)

Ist da jemand nachtragend? In einem Interview bezeichnet Tesla-Gründer Elon Musk Apple als "Teslas Friedhof". Der iPhone-Konzern hat für sein Auto-Projekt zahlreiche Mitarbeiter von Tesla abgeworben.

Was macht der coole Junge, dem gerade die Freundin ausgespannt wurde, auf dem Schulhof? Er tut so, als hätte er das Mädchen schon lange ablegen wollen. So ähnlich liest sich nun auch ein Interview, das Tesla-Motors-Chef Elon Musk dem "Handelsblatt" gegeben hat. Auf die Frage, was er davon halte, dass Apple für sein Autoprojekt "Titan" ehemalige Mitarbeiter von Tesla eingestellt hat, antwortete Musk vollmundig: "Sie stellen Leute ein, die wir gefeuert haben. Wir witzeln gerne, dass Apple der 'Tesla-Friedhof' ist. Wenn du es bei Tesla nicht schaffst, gehst du zu Apple - und das ist kein Scherz."

Apples Idee ein Auto zu bauen, sei zwar der nächste logische Schritt, meint Musk. Aber als eine Bedrohung für Tesla will er das Projekt nicht wissen: "Hast du dir jemals die Apple Watch angeschaut? Es ist gut, dass Apple sich in diese Richtung bewegt und investiert. Aber Autos sind im Vergleich zu Telefonen oder Smartwatches sehr komplex."

Vielleicht hängt Elon Musk auch nur nach, dass aus der 2014 angepeilten Kooperation zwischen Tesla und Apple nichts wurde. Und noch im Frühling war Musk sicher, dass kein Tesla-Ingenieur seine Firma in Richtung Apple verlassen würde - das scheint sich nun geändert zu haben.

Probleme bei der X-Auslieferung

Falls sie eine besitzen, dürften Tesla-Fans ihre Apple-Watch vor allem dazu benutzen, zu checken, wann sie denn endlich ihr Model X erhalten. Derzeit beschweren sich viele Kunden über die langsame Auslieferung. Eine Tesla-Sprecherin erklärte, das Unternehmen liefere jede Woche Wagen an die Kunden aus, während die Produktion weiter hochgefahren werde. Zunächst würden Kunden beliefert, die das Fahrzeug vorbestellt haben.

Musk hatte angekündigt, dass die Produktion des Model X sehr langsam beginnen werde, während das Unternehmen noch Fehler ausmerzt, etwa bei der Installation der Sitze in der zweiten Reihe und kniffligen Sonnenblenden. Käufer, die das Fahrzeug heute bestellen, müssen acht bis zwölf Monate warten. Tesla will in diesem Jahr insgesamt 50.000 Stück verkaufen. In den ersten drei Quartalen waren es bislang 33.177 Fahrzeuge.

Quelle: ntv.de, sla

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