Wirtschaft

Spekulationen über Aus WestLB dementiert

Die angeschlagene WestLB hat Medienberichte über eine drohende Schließung durch die Bankenaufsicht zurückgewiesen.

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Simulationsrechnung vorgenommen.

(Foto: dpa)

Die angeschlagene WestLB hat Medienberichte über eine drohende Schließung durch die Bankenaufsicht zurückgewiesen. "Die Schlussfolgerung, dass die WestLB im Herbst vor dem Aus stehen könnte, ist eine reine Spekulation, die jeder Grundlage entbehrt", sagte ein Sprecher der nordrhein-westfälischen Landesbank.

Die Nachrichtenmagazine "Der Spiegel" und "Focus" hatten berichtet, das Geldinstitut laufe Gefahr, die vorgeschriebene Kernkapitalquote von mindestens vier Prozent zu unterschreiten. Dem Aufsichtsrat liege eine entsprechende Simulationsrechnung vor, nach der die WestLB bei weiteren Verschlechterungen der Ratings im Herbst von der Bankenaufsicht geschlossen werden müsse, berichtete der "Spiegel".

Der Sprecher sagte dazu, es gebe bei der WestLB wie bei jeder anderen Bank Simulationsrechnungen, die teils extreme Szenarien umfassten. Die von den Magazinen gezogenen Schlussfolgerungen träfen jedoch nicht zu.

Minister attackiert Sparkassen

WestLB-Chef Heinz Hilgert war überraschend zurückgetreten, weil er nach eigenen Worten Unterstützung vor allem der beiden NRW-Sparkassenverbände für seine Umbau-Pläne vermisste. Hilgert wollte Aktivitäten mit einem Volumen von rund 80 Mrd. Euro aus den Bilanzen der Bank nehmen. Die Eigner müssten diese mit Garantien in einer Höhe von rund fünf Mrd. Euro unterlegen.

Zuletzt hatte der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) den Sparkassen vorgeworfen, sich als Mehrheitseigner aus der Verantwortung zu stehlen. Das Land stehe fest zu der Bank und ihren Mitarbeitern.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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