Wirtschaft

Ifo-Index auf Rekordniveau Wirtschaft voller Schwung

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich zum Jahresstart weiter auf. Der ifo- Geschäftsklimaindex steigt im Januar auf den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Die Experten liegen damit wieder einmal falsch. Sie haben mit einem unveränderten Wert gerechnet.

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Autoterminal in Bremerhaven.

(Foto: dpa)

Die deutsche Wirtschaft startet mit überraschend viel Rückenwind ins Jahr 2011: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar den achten Monat in Folge und kletterte auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung Oktober 1990.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer stieg auf 110,3 von 109,8 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mitteilte. Analysten hatten nur mit einem unveränderten Wert gerechnet.

"Die deutsche Wirtschaft startet schwungvoll in das neue Jahr", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Manager schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate unerwartet besser ein als im Dezember. Das Barometer für die Geschäftserwartungen kletterte auf 107,8 von 106,8 Punkten. Die Lage wurde nur minimal schlechter bewertet; dieses Barometer sank auf 112,8 Punkte von 112,9 Zählern.

Verschnaufpause im Handel

Im Einzel- und Großhandel hingegen kühlte sich das Geschäftsklima etwas ab. Allerdings hatte in beiden Sparten die Stimmung im Dezember einen großen Sprung nach oben gemacht. Im Bauhauptgewerbe geht es weiter aufwärts: "Die befragten Unternehmen sind mit ihrer momentanen Geschäftslage zufriedener und rechnen zudem mit einem deutlicheren Anziehen der Geschäfte in der nächsten Zeit."

Branchenübergreifend schätzten die Manager die Aussichten für die kommenden sechs Monate unerwartet besser ein als im Dezember. Das Barometer für die Geschäftserwartungen kletterte auf 107,8 von 106,8 Punkten. Die Lage wurde nur minimal schlechter bewertet; dieses Barometer sank auf 112,8 Punkte von 112,9 Zählern.

Die meisten Experten trauen der deutschen Wirtschaft ein weiteres Boomjahr zu. "Die hohe Produktivität sowie hervorragende Handelsbeziehungen werden Deutschland erneut an die Spitze der Eurozone bringen", sagte Jörg Zeuner, Analyst der VP Bank.

Die Bundesregierung erwartet 2011 ein Wachstum von 2,3 Prozent, weniger als drei Millionen Arbeitslose und einen Beschäftigungsrekord. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle bezeichnete den Aufschwung jüngst als Fortsetzungsroman. 2010 hatte es mit 3,6 Prozent das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung gegeben.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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