Wirtschaft

Quartalsbericht von Microsoft Xbox und Surface beleben das Geschäft

Softwaregigant Microsoft kann im vergangenen Quartal einen Gewinnzuwachs verbuchen. Grund dafür scheinen neue Spielekonsolen und Tablets zu sein. In einer anderen Sparte läuft es hingegen nach wie vor gar nicht gut.

Der Softwarekonzern Microsoft hat im zweiten Geschäftsquartal dank starker Nachfrage nach der neuen Video-Spielekonsole XBox fast drei Prozent mehr verdient. Die Zahlen lagen dabei deutlich über den Markterwartungen und schickten die Aktie im nachbörslichen US-Handel um bis zu 5 Prozent nach oben. Gleichzeitig legte der Umsatz um 14 Prozent auf 24,52 Milliarden Dollar zu.

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Fast drei Prozent mehr Gewinn machte Microsoft im vergangenen Quartal.

(Foto: REUTERS)

Dazu trugen unter anderem die im November auf den Markt gekommene Xbox-Konsole und eine neue Version des Tablet-Computers Surface bei, die ebenfalls noch vor dem Weihnachtsgeschäft in die Regale kam. Die Xbox verkaufte sich im Einzelhandel insgesamt 7,4 Millionen mal im Quartal, 3,9 Millionen Verkäufe gingen auf das Konto der Xbox One, die restlichen 3,5 Millionen auf das der Xbox 360.

Insgesamt legte der Microsoft-Gewinn damit, von 6,38 Milliarden im Vorjahr, auf 6,56 Milliarden Dollar zu. Je Aktie verdiente Microsoft mit 78 Cent zwei Cent mehr. Analysten hatten im Konsens nur mit einem Ertrag von 68 Cent je Anteil bei Umsätzen von 23,7 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Konzern aus Redmond im Bundesstaat Washington steckt mitten in der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Noch-CEO Steve Ballmer, der spätestens Ende August zurücktreten will. Zur Nachfolgefrage äußerte sich Microsoft bei der Veröffentlichung der Zahlen nicht. Im Dezember hieß es lediglich, die Suche konzentriere sich inzwischen auf einen überschaubaren Kandidatenkreis und gehe alles in allem gut voran.

Erfolgsgarant Nokia enttäuscht

Außerdem will der Softwaregigant tiefer ins Hardwaregeschäft einsteigen. Ballmer hatte zuletzt einen Strategiewechsel eingeleitet, um stärker vom Boom bei Smartphones und Tablets zu profitieren. Mit der Übernahme der Handysparte von Nokia für über 5 Milliarden Dollar Anfang dieses Jahres holt sich Microsoft deshalb ein eigenes Smartphone-Geschäft ins Haus. Doch der einstige Erfolgsgarant Nokia enttäuschte in den letzten drei Monaten 2013 mit flauen Smartphone-Verkäufen und roten Zahlen.
Bereits vor der Übernahme, hatten die beiden Unternehmen schon kooperiert. Mittlerweile hat Nokia das hauseigene Handybetriebssystem Symbian mittlerweile komplett durch Windows Phone ersetzt. Bisher liegt das Betriebssystem des US-Konzerns aber nach wie vor meilenweit hinter den Rivalen um Googles Android und iOS von Apple. Android und iOS kamen im dritten Quartal 2013 zusammen auf einen Marktanteil von 95 Prozent.

Mit der Übernahme der Nokia-Handysparte wird Microsoft quasi über Nacht zu einem großen Hardwarehersteller - ein Geschäft, in dem die Margen üblicherweise niedriger sind als in Microsofts bisherigem Hauptgeschäft mit Software. Gleichzeitig entwickelt der Konzern Cloud-Versionen seiner Software.

Quelle: n-tv.de, lou/dj

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