Wirtschaft

Medien: Konzern greift nach Tumblr Yahoo beschließt Milliarden-Deal

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Seit Marissa Mayer an der Spitze ist, hat sich Yahoo stabilisiert.

(Foto: REUTERS)

In der Internetbranche wurde bereits darüber gemunkelt, nun soll der Kauf beschlossen sein: Yahoo will Tumblr übernehmen, heißt es in Medienberichten. Offiziell ist von einem "ganz besonderen Ereignis" die Rede. Es wäre das größte, seit Marissa Mayer an der Spitze des Konzerns steht. Eine Pressekonferenz soll Aufschluss geben.

Der Aufsichtsrat des US-Internetkonzerns Yahoo hat grünes Licht für die Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr gegeben. Das berichtet unter anderen das "Wall Street Journal". Demnach zahlt der Suchmaschinenanbieter 1,1 Milliarden Dollar (855 Millionen Euro) für Tumblr. Der Kauf wäre damit die größte Finanztransaktion, seitdem Marissa Mayer im vergangenen Sommer ihr Amt als Yahoo-Chefin angetreten hat.

Yahoo hat für Montag eine Pressekonferenz angesetzt, bei der es nach Insider-Informationen um die Tumblr-Übernahme gehen soll. Die Veranstaltung findet in New York statt – dort ist auch der Firmensitz von Tumblr.

Die Website "AllThingsD" hatte bereits vor Tagen berichtet, Yahoo wolle durch die Blogging-Plattform den Zugang zur Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ausbauen - mit "Coolness-Faktor". Yahoo äußerte sich vorab nicht zum konkreten Inhalt der Veranstaltung, sondern sprach lediglich von einem "ganz besonderen" Ereignis.

Simple Blogs mit Bildern und Videos

Die 2007 gegründete Plattform Tumblr wird von Millionen Bloggern genutzt. Auf ihr finden sich fast 108 Millionen Blogs und über 50 Milliarden Einträge. Der von David Karp gegründete Dienst macht es Nutzern leicht, einfache Blogs aufzusetzen und Inhalte zwischen ihnen zu teilen. Viele der Tumblr-Blogs setzen stark auf Bilder und Videos. Das Unternehmen hat 175 Angestellte. Laut dem Magazin "Forbes" hatten auch Facebook und Microsoft Interesse an Tumblr angemeldet, allerdings habe sich Yahoo ein Vorkaufsrecht gesichert.

Yahoo wurde 1994 gegründet und ist ein früher Star des Internets, dem die Konkurrenz des Branchenriesen Google aber immer mehr zu schaffen machte. Im Jahr 2008 wehrte der Konzern eine Übernahme durch Microsoft ab, 2009 schloss das Unternehmen aber ein Suchmaschinenbündnis mit dem Softwarekonzern. Derzeit hat das Unternehmen 11.500 Mitarbeiter. Chefin Mayer war 2012 aus der Führung von Google zu Yahoo gewechselt.

Quelle: ntv.de, rpe/AFP/rts