DAX macht erst Wirbel und wird dann rot - EUROSTOXX verliert massiv
Am deutschen Aktienmarkt haben heute lange Zeit überwiegend die Pluszeichen dominiert. Aber nach Eröffnung des Handels an der Wall Street kamen die Kurse zurück. Immer mehr Anleger nahmen lieber Gewinne mit.
Der DAX ging mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 19.486 Punkte aus dem Xetra-Handel. Am Vormittag hatte der Leitindex noch mit 19.634 Punkten ein neues Rekordhoch markiert. Der EUROSTOXX50 notierte sogar 1,6 Prozent tiefer bei 4963 Stellen. Hier belastete das deutliche Kursminus der schwergewichteten Ölaktien mit den fallenden Ölpreisen.
Es stützte weiter die Genugtuung über das Konjunkturpaket in China und die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA und Europa. Vor allem schauen die Börsianer auf die EZB. Am Donnerstag wird von der Euro-Notenbank eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet.
Die Konjunkturdaten des Tages wiesen nach Händlerangaben nur in diese Richtung. Für die Börse ist das positiv. Passend dazu kamen aus deutschen Industriebranchen immer schlechtere Nachrichten.
ASML-Quartalszahlen wegen Datenlecks zu früh - Aktie stürzt ab
Die infolge eines Datenlecks zu früh veröffentlichten Quartalszahlen des niederländischen Chip-Anlagenbauers ASML haben die Anleger enttäuscht. "Wir erwarten, dass unser Gesamtumsatz im Jahr 2025 auf eine Spanne zwischen 30 und 35 Milliarden Euro anwachsen wird", sagte Konzernchef Christophe Fouquet. "Das liegt in der unteren Hälfte der Spanne, die wir am Investorentag 2022 vorgestellt haben." An der Börse rauschte die Aktie des weltweit führenden Anbieters von Maschinen zur Computerchip-Produktion um 15 Prozent ins Minus.
Was die Deutsche Telekom interessant macht
Die Aktie der Deutschen Telekom ist zuletzt auf den höchsten Stand seit über zwanzig Jahren gestiegen. Nancy Lanzendörfer spricht mit Patrick Kesselhut von der Société Générale darüber, ob die Aktie auch für Zertifikateanleger interessant sein kann.
Verizons Milliardendeal steht auf tönernen Füßen
Einige der größten Anteilseigner von Frontier Communications haben Insidern zufolge Bedenken gegen die milliardenschwere Übernahme durch den US-Mobilfunkriesen Verizon. Der zweitgrößte Investor plane, bei der Aktionärsabstimmung am 13. November gegen den 9,6 Milliarden Dollar schweren Deal zu stimmen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit den übernommenen Schulden hätte der Deal ein Gesamtvolumen von 20 Milliarden Dollar. Glendon Capital Management, das knapp zehn Prozent an Frontier besitzt, halte das Angebot von Verizon in Höhe von 38,50 Dollar pro Aktie für zu niedrig. Auch Cerberus Capital Management mit einem Anteil von 7,3 Prozent hält den Kaufpreis laut Insidern für eine deutliche Unterbewertung von Frontier. Wie Cerberus abstimmen wird, ist noch unklar.
Die Übernahme, die bei ihrer Ankündigung im vergangenen Monat einen Aufschlag von 44 Prozent auf den 90-Tage-Durchschnittskurs von Frontier darstellte, wird auch von einigen Analysten als zu niedrig bewertet. Die Aktien von Frontier schlossen am Montag bei 35,25 Dollar, mehr als drei Dollar unter dem vorgeschlagenen Übernahmepreis.
Vestas-Papiere tiefrot - Stops drücken
Kräftige Stop-Loss-Verkäufe machen Händler für das Kursminus von Vestas verantwortlich. Die Aktien bauen ihr Minus auf 4,6 Prozent aus, nachdem sie den Doppelboden aus den Jahrestiefs der Jahre 2022 und 2023 bei rund 140 Dänen-Kronen unterschritten haben. "Unter diesen deutlich erkennbaren Marken dürfte wohl jeder seine Stop-Marken platziert haben", sagt ein Händler.
Boeing braucht dringend Geld und will neue Aktien verkaufen
Boeing will durch den Verkauf neuer Aktien mindestens zehn Milliarden US-Dollar einnehmen, um seine zunehmend prekäre Finanzlage zu stabilisieren. Der Flugzeughersteller könnte in den nächsten drei Jahren bis zu 25 Milliarden Dollar in Form von Aktien oder Schuldtiteln ausgeben und gleichzeitig eine neue Kreditvereinbarung mit den Kapitalgebern abschließen, wie er der Börsenaufsicht SEC mitteilte.
Ein Streik der größten Boeing-Gewerkschaft verschlimmert die finanziellen Probleme des Unternehmens, das zuletzt 2018 einen Gewinn erwirtschaftet hat. Vor dem Streik machte Boeing jeden Monat etwa eine Milliarde Dollar Verlust. Ende September verfügte der Konzern über 10,3 Milliarden Dollar an Barmitteln und Wertpapieren, was nahezu dem Mindestbetrag entspricht, den das Unternehmen nach eigenen Angaben für seine Geschäftstätigkeit benötigt.
"Panik" in deutscher Industrie fördert Hoffnungen auf EZB-Zinssenkung
Wegen des leicht erholten ZEW-Index sollten sich Anleger nicht in Sicherheit wiegen, sagt ein Händler: "Denn aus der deutschen Industrie hört man immer öfter und schneller fast schon panische Stimmen, die von der Regierung ignoriert werden". Für die Zinssenkungserwartung an die EZB sei dies gut: "Nach den desaströsen PMIs aus Deutschland wird deutlich, dass die EZB die Zinsen eigentlich nur für Deutschland senken muss."
Heute sind gleich drei Branchenverbände mit negativen Nachrichten gekommen: So meldet die deutsche Elektro-Industrie (ZVEI) einen Produktionseinbruch um sieben Prozent zum Vorjahr und senkt die Jahresprognose. Die Industrie- und Handelskammer (DIHK) stellt fest, dass Deutschland von einem Viertel der Unternehmen im Ausland mittlerweile als "wirtschaftsfeindlich" gesehen wird. Vom Chemie-Verband VCI gab es Forderungen nach Konjunkturprogrammen und Bürokratieabbau. Für Zinssenkungen der EZB sind dies gute Vorlagen: Denn ohne das besonders schwache Deutschland zeige sich der Rest des Euroraums "sehr widerstandsfähig", merkte Tomasz Wieladek, Chefökonom für Europa bei T. Rowe Price, an.
Dow Jones kurz auf neuem Rekordhoch - Bankenwerte stark
In Erwartung weiterer Firmenbilanzen haben sich US-Anleger mit Engagements zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung zwar kurz auf ein Rekordhoch von 43.277,78 Punkten, gab dann aber 0,6 Prozent auf 42.802 Zähler nach. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq kamen kaum vom Fleck, hielten sich aber knapp unter ihren jüngsten Höchstständen.
Positiv werteten Anleger auch die aktuellen Zahlen von Bank of America und Goldman Sachs. Erstere verbuchte zwar einen Gewinnrückgang, übertraf aber die Markterwartungen. Goldman glänzte mit einem Gewinnsprung. Die Aktien der beiden Geldhäuser stiegen daher um jeweils drei Prozent.
Dividendenkürzung war zu viel - BASF-Aktie leidet
BASF stehen auch heute weiter unter Druck und fallen mit minus 2,3 Prozent ans DAX-Ende. Die Aktien sind seit über einer Woche in einem permanenten Abwärtstrend. "Seit der Dividendenkürzung wiegen schlechte Konjunkturaussichten doppelt so stark", sagt ein Händler. Denn die Kürzung Ende September, die erste seit dem Jahr 2010, habe viele Investoren verunsichert und BASF damit einer Absicherung nach unten beraubt.
Dazu habe der Branchenverband VCI vergangenen Montag einen dramatischen Appell an die Bundesregierung gerichtet, der wie üblich nicht verstanden worden sei. Die Dividendenkürzung sei mit genau einem Drittel nicht nur sehr hoch ausgefallen, sondern habe Investoren auch die Sicherheit genommen, dass BASF-Dividenden zumindest unverändert auf Vorjahr blieben, heißt es weiter.
Google setzt auf Mini-Atomkraftwerke
Der Internetriese Google plant, seinen Energiebedarf ab 2030 auch aus sogenannten Mini-Atomkraftwerken zu beziehen. Malte Küper, Energieexperte beim Institut der deutschen Wirtschaft, beantwortet Fragen rund um die Energiequelle.
New Yorker Konjunkturindex fällt im Oktober unter die Nulllinie
Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Oktober unerwartet gesunken. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts ging auf minus 11,9 (September: plus 11,5) Punkte zurück. Volkswirte hatten einen Stand von plus 3,0 prognostiziert.
Ein Wert über Null signalisiert eine Expansion, ein Stand darunter eine Kontraktion. Der Index gewährt einen guten Einblick in die Lagebeurteilungen sowie die Erwartungen auf sechs Monate der Hersteller in New York.
BofA: EZB-Zinssenkungszyklus könnte unerwartet früh enden
Nach Aussage von Analysten der Bank of America könnte die EZB den Einlagenzins schneller senken als bisher angenommen. Die Analysten haben ihre Prognosen kürzlich geändert. Demnach erwarten sie nun für jede EZB-Ratssitzung bis Juni 2025 eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Die Marke von 2,00 Prozent wäre damit ein Vierteljahr früher erreicht, als die Analysten der Bank of America bisher prognostiziert hatten. Anschließend werde die EZB ihre Zinsen wieder nur quartalsweise senken, und zwar im September und Dezember 2025 - dann auf einen Stand von 1,50 Prozent. Das wäre sechs Monate früher als bisher angenommen.
MTU erwartet nun operativ Milliardengewinn - Aktie steigt stark
Beim Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines läuft das Geschäft besser als gedacht. Der Zulieferer von Airbus und Boeing schraubte seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr nach oben und rechnet nun operativ mit einem Milliardengewinn. Erwartet werde ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von etwas mehr als einer Milliarde Euro, teilte MTU mit. Im August hatte der DAX-Konzern die Prognose bereits auf 950 bis 980 Millionen Euro angehoben; Analysten rechneten zuletzt im Schnitt mit 969 Millionen. Die MTU-Aktie schnellte um 6,1 Prozent hoch und lag damit unangefochten an der DAX-Spitze.
Goldman Sachs mit starkem Gewinnzuwachs
Goldman Sachs hat im dritten Quartal von einem starken Investmentbanking profitiert und die Markterwartungen übertroffen. Die Bank steigerte ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 2,99 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 8,40 Dollar. Analysten hatten im Konsens mit weniger gerechnet. Die Erträge kletterten laut Mitteilung um 7 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Alleine im Investmentbanking stiegen die Einnahmen um 20 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar.
Bank of America büßt viel Gewinn ein - Zinsgeschäft bremst
Die Bank of America hat im Sommerquartal wegen Einbußen im Zinsgeschäft weniger Gewinn eingefahren. Das Ergebnis fiel binnen Jahresfrist um über elf Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar oder 81 Cent pro Aktie, wie das Unternehmen aus North Carolina mitteilte. Der Nettoertrag der zweitgrößten US-Bank hatte im dritten Quartal 2023 noch bei 7,8 Milliarden Dollar oder 90 Cent pro Aktie gelegen.
Banken haben im Zuge des intensiven Wettbewerbs um Einlagen höhere Zinsen gezahlt, um zu verhindern, dass die Kundschaft zu lukrativen Alternativen wie Geldmarktfonds abwandern. Der Nettozinsertrag (NII) der Bank of America - also die Differenz zwischen dem, was die Bank mit Krediten verdient und dem, was sie für Einlagen auszahlt - fiel im dritten Quartal um drei Prozent auf 14 Milliarden Dollar. Vorbörslich lag die Aktie des Bankhauses rund ein Prozent im Plus.
Wolfspeed-Aktie geht vorbörslich durch die Decke
Der Zuschlag für staatliche Hilfen zum Bau einer neuen Fabrik schiebt Wolfspeed an. Die Aktien des Chip-Herstellers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 23,8 Prozent. Das Unternehmen erhält 750 Millionen Dollar für das geplante neue Werk zum Bau von Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern.
Dollar zu stark? Vor- und Nachteile einer starken Währung
Der US-Dollar ist zuletzt wieder deutlich stärker geworden. Ob das gut oder schlecht für die amerikanische Wirtschaft ist und wie Anleger auf das Währungspaar Euro/Dollar setzen können, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Paulina Michel von J.P. Morgan.
Neues vom Geldmarkt
Kaum verändert zeigt sich der Frankfurter Euro-Geldmarkt. Mit Spannung wird hier auf die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag und vor allem ihren damit verbundenen Ausblick gewartet. Erwartet wird eine Senkung um 25 Basispunkte. Im Wochengeld-Satz spiegelt sich dies noch nicht, da die neue Mindestreserveperiode erst Mitte kommender Woche beginnt. Tomasz Wieladek, Chefökonom für Europa bei T. Rowe Price, merkt zur EZB-Sitzung an, dass eine Senkung auf dieser Sitzung noch vor ein paar Wochen "weder von den Märkten noch von den politischen Entscheidungsträgern erwartet" wurde. Seitdem geändert habe sich aber die Abschwächung in den wichtigen Konjunkturumfragen wie den PMIs im September. "Die Abschwächung der HVPI-Inflation im Dienstleistungssektor besiegelte dann den Entscheid", betont Wieladek.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,30 - 3,65 (3,30 - 3,65), Wochengeld: 3,35 - 3,60 (3,38 - 3,58), 1-Monats-Geld: 3,17 - 3,47 (3,17 - 3,70), 3-Monats-Geld: 3,10 - 3,40 (3,10 - 3,65), 6-Monats-Geld: 2,98 - 3,28 (3,05 - 3,29), 12-Monats-Geld: 2,67 - 3,04 (2,79 - 3,06), Euribors: 3 Monate: 3,2150 (3,2050), 6 Monate: 3,0570 (3,0620), 12 Monate: 2,7660 (2,7990)
J&J verdient dank rezeptpflichtigen Medikamenten mehr als erwartet
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) hat im dritten Quartal mehr verdient und umgesetzt als erwartet. Getragen wurde der Anstieg von Zuwächsen im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und medizinischen Geräten. Der US-Konzern hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2024 an, senkte aber kostenbedingt seine Gewinnprognose.
Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal um 5,2 Prozent auf 22,47 Milliarden US-Dollar, wie J&J mitteilte. Das Pharmageschäft verzeichnete einen Zuwachs von 4,9 Prozent, getragen von höheren Umsätzen mit dem Krebsmedikament Darzalex und dem Antidepressivum Spravato.
DAX nimmt Kurs auf 20.000 - "Man muss vorsichtig sein"
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar ist sich sicher, dass der DAX zeitnah einen neuen Rekord von 20.000 Punkten knacken wird - rechnet aber auch mittelfristig mit notwendigen Rücksetzern. Denn: "Wenn alles gut aussieht, muss man Vorsicht walten lassen."
Südzucker mit Gewinnwarnung - Aktie rot
Nach einem verhaltenen Start ins dritte Quartal erwartet Südzucker einen Gewinneinbruch. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das operative Ergebnis würden von September bis November deutlich unter den Vorjahreswerten von 385 Millionen und 268 Millionen Euro liegen, wie der Zuckerproduzent in Mannheim ankündigte. Die bereits vor einem Monat reduzierten Ziele für das Geschäftsjahr 2024/25 bestätigte der Vorstand.
Der Ukraine-Krieg führe zu einer Verstärkung der bestehenden hohen Schwankungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten. Zudem seien die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten schwer einzuschätzen. Die Zahlen zum dritten Quartal sollen am 14. Januar 2025 veröffentlicht werden. Die Südzucker-Aktie gab im SDAX um 1,0 Prozent nach.
Nachfrage bei Firmenkrediten zieht erstmals seit zwei Jahren an
Im Zuge sinkender Zinsen hat die Nachfrage nach Firmenkrediten im Euroraum erstmals seit zwei Jahren angezogen. Sie habe sich im dritten Quartal moderat erhöht, bleibe aber insgesamt noch schwach, teilte die EZB zu ihrer Umfrage unter 156 Finanzinstituten mit. Für das laufende vierte Quartal wird mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Darlehen gerechnet.
Die Banken in der Eurozone erwarten für das Jahresende zugleich eine Verschärfung der Vergabestandards für Firmenkredite. Im abgelaufenen Sommer-Quartal haben die Geldhäuser ihre internen Leitlinien zur Vergabe von Darlehen unverändert belassen, nachdem sie mehr als zwei Jahre lang die Standards verschärft hatten. In Deutschland wurden die Zügel bei der Kreditvergabe sogar leicht gelockert.
DAX kämpft sich weiter hoch
Hier eine kurze Wasserstandsmeldung von der Frankfurter Börse: Nachdem der DAX am Vormittag auf ein neues Rekordhoch von 19.633,91 Punkten hochgeschnellt war, ist er wieder etwas zurückgekommen. Am Mittag notierte der Leitindex 0,2 Prozent höher bei 19.548 Zählern. Der EUROSTOXX50 fiel dagegen um 0,5 Prozent auf 5019 Stellen.
Insider: Metall-Arbeitgeber bieten Tariferhöhung in zwei Stufen an
In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie bieten die Arbeitgeber nach Informationen von Insidern eine Lohnerhöhung in zwei Stufen an. Zum 1. Juli 2025 sei eine Anhebung um 1,7 Prozent möglich, ein Jahr später um weitere 1,9 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten, wie Reuters von mit den Verhandlungen Vertrauten erfuhr. Das Angebot soll die IG Metall in der zweiten Verhandlungsrunde parallel in den Tarifbezirken Küste, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auf den Tisch bekommen. Die Arbeitgeberverbände wollten sich dazu nicht äußern.
Die Gewerkschaft fordert für die 3,9 Millionen Beschäftigten der wichtigsten deutschen Industrie sieben Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit.
Gea-Kapitalmarkttag bringt positive Überraschung
Auf einen harmlosen Kapitalmarkttag bei Gea sei eine positive Überraschung gefolgt, kommentiert Analyst Lars Vom-Cleff von der Deutschen Bank die neue mittelfristige Strategie des Unternehmens. Zentrale Kennziffern wie das nunmehr angestrebte durchschnittliche organische Wachstum von über fünf Prozent oder der Margenkorridor von 17 bis 19 Prozent entsprächen seinen Erwartungen, so der Analyst. Zu den vorab veröffentlichten Eckdaten zum dritten Quartal meint er, dass der Düsseldorfer Industriekonzern nun den Auftragseingang im vierten Quartal um neun Prozent zum Vorjahr steigern müsse, um das Jahresziel 2024 zu erreichen. Die im MDAX notierte Gea-Aktie zog um 0,9 Prozent an.
ZEW-Konjunkturerwartungen besser als erwartet - Experte äußert sich skeptisch
Die Einschätzung von Investoren zu den Wachstumsaussichten Deutschlands hat sich im Oktober etwas deutlicher als erwartet verbessert, wobei die Beurteilung der aktuellen Lage entgegen den Erwartungen zurückging. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg auf 13,1 (September: 3,6) Punkte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 9,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage sank auf minus 86,9 (minus 84,5) Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 84,3 Punkte erwartet.
"Die Verbesserung der Erwartungen kann nur aus dem Glauben resultieren, dass es schlechter nicht werden kann", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, zu ntv.de: "Für Optimismus taugt die Befragung jedenfalls nicht. Vor allem die anhaltend miserable Lagebeurteilung lässt Wachstumshoffnungen nicht zu. Wegen ungelöster Strukturprobleme dürften sich stagnative Tendenzen weiter festsetzen. Die Themen der nächsten Monate sind Kurzarbeit, Stellenkürzungen und Abwanderung von Unternehmen. Einen Stimmungswechsel wird es bis zur nächsten Bundestagswahl kaum geben."
Sinkende Ölpreise treiben Airline- und Reiseaktien kräftig nach oben
Tagesgewinner in Europa sind die Aktien der Airlines. Hier sorgt der fallende Ölpreis für eine kräftige Erleichterungsrally. Vor allem die britischen Titel Easyjet (plus 4,3 Prozent) und British-Airways-Mutter IAG (plus 3,4 Prozent) profitieren davon. Ihre Ölpreis-Hedges seien nicht so hoch oder langfristig wie bei Lufthansa (plus 2,8 Prozent), heißt es im Handel. Auch Reisefirmen wie TUI legen um 1,9 Prozent zu und die Aktien der Hotelkette Accor um ein Prozent.
Berichte: China will in großem Stil zusätzliche Schulden machen
China erwägt nach Medienberichten die Ausgabe spezieller Staatsanleihen zur Finanzierung von Konjunkturhilfen. Über einen Zeitraum von drei Jahren könnten so zusätzliche Schulden in Höhe von sechs Billionen Yuan (774 Milliarden Euro) aufgenommen werden, wie mehrere heimische Medien schreiben. Die Berichte folgen auf die Ankündigung von Finanzminister Lan Foan vom Wochenende, wonach Peking die Verschuldung "deutlich erhöhen" werde.
Die Regierung in Peking will mit einem neuen Konjunkturpaket Menschen mit geringem Einkommen unterstützen, den kriselnden Immobilienmarkt wieder in Schwung bringen und das Kapital der staatlichen Banken wieder aufstocken. Zudem soll den Regionalregierungen bei der Lösung ihrer Schuldenprobleme geholfen werden.
Ericsson weckt Optimismus
Ericsson sieht Anzeichen für eine Stabilisierung des Marktes, gestützt durch steigende Investitionen der Kunden in Nordamerika. Wie der schwedische Telekommunikationsausrüster mitteilt, fiel der Umsatz in seiner wichtigen Netzwerksparte im dritten Quartal um vier Prozent. Dabei wurde ein Anstieg von 80 Prozent in Nordamerika durch einen starken Rückgang in Südostasien, Ozeanien und Indien ausgeglichen, wo sich die Investitionen nach einem Höhepunkt im Jahr 2023 normalisiert hätten.
"Wir erwarten, dass sich unser Netzwerkumsatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr stabilisieren wird, angetrieben durch ein anhaltend gutes Wachstum in Nordamerika", so Chief Executive Borje Ekholm.
Mahnende Worte eines Fed-Direktors
Nach der XL-Zinswende der US-Notenbank mehren sich die Stimmen in der Federal Reserve, die zu einem langsameren Tempo bei weiteren Senkungen raten. Nachdem die Fed den Leitzins im September um einen halben Prozentpunkt nach unten gesetzt habe, sollte sie nun mit einem "behutsamen Tempo" vorgehen, sagt Fed-Direktor Christopher Waller. Dieses vorsichtige Vorgehen gelte für den Fall, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht plötzlich eintrübe und die Inflation wie erwartet weiter nach unten gehe.
Kurzfristig könnten die jüngsten Hurrikane und der Streik bei Boeing die Lage am Arbeitsmarkt zwar erschweren. In der Zukunft dürfte sich das Beschäftigungswachstum allmählich abschwächen und die Arbeitslosenquote steigen, allerdings auf einem historischen Tiefstand bleiben, so das Szenario des Fed-Direktoriumsmitglieds.
Auch die Präsidentin des Fed-Distrikts Dallas, Lorie Logan, hatte jüngst dafür plädiert, es bei Zinssenkungen künftig ruhiger angehen zu lassen. Der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, Alberto Musalem, äußerte sich ähnlich. Fed-Chef Jerome Powell rechnet in diesem Jahr noch mit zwei weiteren Zinssenkungen um insgesamt einen halben Prozentpunkt. Die Fed verfolge jedoch keinen festgelegten Kurs. Die Entscheidungen würden von Sitzung zu Sitzung getroffen.
Fallende Ölpreise belasten Aktien von BP, Shell & Co massiv
Aus Furcht vor geringeren Gewinnen wegen der fallenden Ölpreise werfen Anleger die Aktien von Ölkonzernen aus ihren Depots. BP, Shell oder TotalEnergies verlieren bis zu vier Prozent.
Ölpreis bricht ein
Die Aussicht auf eine geringere Nachfrage schickt den Ölpreis auf Talfahrt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um fast vier Prozent auf 74,53 Dollar je Barrel. Die OPEC hat ihre Prognose für den Bedarf zum dritten Mal gesenkt. Wegen der schwächelnden Konjunktur des Top-Abnehmers China rechnet das Export-Kartell für 2024 nur noch mit einem Absatzplus von 1,93 statt 2,03 Millionen Barrel pro Tag. Im kommenden Jahr werde der Anstieg bei 1,64 statt 1,74 Millionen Barrel pro Tag liegen. Als weiteren Grund für den Ölpreis-Rückgang nennen Börsianer Israels Ankündigung, bei einem Vergeltungsschlag für die jüngsten iranischen Raketenangriffe lediglich militärische Ziele angreifen zu wollen, keine Atom- oder Ölförderanlagen.
"Der Wahnsinn in Tüten"
Der DAX startet mit einem weiteren Allzeithoch in den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell 0,4 Prozent fester im Bereich von 19.580 Punkten. Zum Wochenstart hatte er erstmals die 19.500er Marke übersprungen.
"Der Wahnsinn in Tüten: Es geht immer weiter aufwärts, die Rekordjagd setzt sich fort", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Im bisherigen Jahresverlauf hat der DAX knapp 16 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Für den MDAX ging es dagegen rund ein Prozent nach unten", erläutert er. "Rekorde gab es auch beim S&P 500 und dem Dow-Jones-Index gestern an der Wall Street. Zudem hat der Nikkei die 40.000er Marke wieder geknackt."
DocMorris profitiert von E-Rezept
DocMorris hat im dritten Quartal von der fortschreitenden digitalen Rezepteinlösung profitiert. Der Umsatz legte im Zeitraum Juli bis September um 3,8 Prozent auf 265,7 Millionen Franken zu, wie die Schweizer Online-Apotheke mitteilt. Dabei stiegen die Erlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) um 12,2 Prozent. Der schrumpfende Umsatz mit Papierrezepten werde durch die gute Entwicklung beim E-Rezept mehr als ausgeglichen. Die positive Entwicklung im Rx-Geschäft zeige, dass die Rezepteinlösung über die DocMorris-App und die Lieferung am nächsten Werktag bei den Kunden gut ankomme, heißt es weiter. Deren Zahl stieg zum Vorquartal um 200.000 auf 10,2 Millionen.
Wirbel um Deutsche-Bank-Aktie
Die Aktie der Deutschen Bank wird im Minus erwartet, hier belastet eine Platzierung. Einem Reuters-Bericht zufolge hat ein ungenannter Investor ein Paket mit Aktien der Deutschen Bank für rund 256 Millionen Euro verkauft. Die Investmentbank Goldman Sachs erklärt, sie habe 16 Millionen Papiere der größten deutschen Bank platziert, der Preis liege wohl bei 16,01 Euro je Aktie, also am unteren Ende der Preisspanne des Angebots. Der Platzierungspreis liegt knapp zwei Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Die Deutsche-Bank-Aktie fällt im vorbörslichen Handel etwa 1,2 Prozent auf 16,10 Euro.
DIHK fordert "Sofortsignale" für deutsche Wirtschaft
Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland dringt der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, auf drei "Sofortsignale" zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmer bräuchten jetzt Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die schnell in den Betrieben ankämen, sagt Adrian den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Deshalb muss die Politik die Wirtschaft wieder ganz oben auf die Prioritätenliste setzen."
Konkret fordert Adrian den Abbau von Belastungen im Energiebereich. Das Energieeffizienzgesetz und das Gebäudeenergiegesetz dürften "so nicht bleiben". Weiterhin schlägt er vor, die Netzentgelte mit frei werdenden Mitteln aus dem Klima- und Technologiefonds (KTF) zu senken. Im Bereich der Investitionen plädiert der DIHK-Präsident für eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und der öffentlichen Auftragsvergabe, insbesondere bei Infrastrukturleistungen. Zudem fordert er stärkere Anreize für private Investitionen "durch eine investitionsfreundliche Unternehmenssteuerreform und die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags".
DAX gibt den Rekordjäger
Der deutsche Aktienmarkt wird zum Handelsstart im Plus erwartet. Den Impuls liefert wieder einmal die Wall Street mit guten Vorgaben. Nachdem zuletzt der China-Stimulus die Risikofreude der Investoren unterstützte, ist es nun die Wall Street, an der verstärkt auf Donald Trump als zukünftigen US-Präsidenten gesetzt wird. Fraglich ist, inwieweit die deutschen Unternehmen von einer solchen Entwicklung profitieren und wie nachhaltig dann die Freude ist. Erkenntnisse über das zurückliegende dritte Quartal wird die nun langsam an Fahrt aufnehmende Berichtssaison liefern. So wird der DAX am Morgen bei 19.578 Zählern rund 70 Punkte höher zum Vortagesschluss erwartet, dies wäre ein Allzeithoch.
Mit Blick auf den Kalender wird am Vormittag der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Oktober veröffentlicht. In den USA legen Bank of America, Goldman Sachs sowie Citigroup ihre Quartalsberichte vor. Sollten auch diese die Erwartungen übertreffen, dürfte die Party an der Wall Street andauern. Der Euro tendiert leichter und handelt bei 1,0893 Dollar. Derweil kann der Dollar seinen jüngsten Höhenflug fortsetzen, der Dollarindex handelt oberhalb der 103er Marke und damit auf Zweimonatshoch. Während die Erwartungen am Terminmarkt mit US-Zinssenkungen um 38 Basispunkte bis zum Jahresende für Michael Brown, Marktstratege bei Pepperstone, immer noch etwas optimistisch aussehen, scheint der Devisenmarkt wieder auf "Wachstum" eingestellt zu sein.
Tokioter Börse protzt, Hongkong schwach
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich uneinheitlich. Während es am Aktienmarkt in Japan deutlich nach oben geht, geben die chinesischen Börsen nach. Von der Wall Street kamen positive Impulse, wobei hier neue Rekordochs markiert wurden. In Tokio legt der Nikkei-Index nach einem feiertagsbedingt langen Wochenende um 1,3 Prozent zu auf 40.136 Punkte. Die Börsen folgen den Vorgaben von der Wall Street, heißt es aus dem Markt. Gefragt sind dabei vor allem Technologiewerte. So steigen Tokyo Electron um 4,5 Prozent, Advantest um 3,5 Prozent und Softbank um 6,3 Prozent.
An den chinesischen Börsen geht es indessen nach unten. In Hongkong büßt der Hang-Seng-Index 1,3 Prozent ein und auf dem chinesischen Festland gibt der Shanghai Composite um 0,5 Prozent nach. Belastet wird das Sentiment von den am Vortag veröffentlichten Außenhandelsdaten, die ein deutlich schwächeres Exportwachstum auswiesen. Die chinesischen Handelsdaten zeigen, dass sich die Exporte im September verlangsamt haben, wobei die Importe und die Kreditdaten ebenfalls auf eine schwache Inlandsnachfrage hindeuten, so die Analysten der Commerzbank. Dies erhöhe den Druck auf Peking, die Wirtschaft zu stützen.
In Südkorea steigt der Kospi leicht um 0,2 Prozent. In Sydney gewinnt der S&P/ASX-200 mit Rückenwind von der Wall Street 0,9 Prozent.
Netanjahu-Äußerungen drücken Ölpreise
Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise nach, nachdem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut einem Medienbericht den USA mitgeteilt haben soll, dass Israel bereit sei, militärische Ziele im Iran anzugreifen, nicht aber nukleare oder ölproduzierende Industrien. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 3,0 Prozent auf 75,13 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI notiert 3,0 Prozent schwächer bei 71,59 Dollar.
"
Das ist los im frühen Devisenhandel
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar leicht auf 149,63 Yen und steigt um 0,2 Prozent auf 7,1037 Yuan. Gegenüber der Schweizer Währung legt er leicht auf 0,8623 Franken zu. Gleichzeitig bleibt der Euro nahezu unverändert bei 1,0903 Dollar und zieht leicht auf 0,9404 Franken an.
Euro / Dollar n
Mini-Atomkraftwerke für Google-KI
Google will den wachsenden Strombedarf für Künstliche Intelligenz (KI) zukünftig durch kleine modulare Atom-Reaktoren decken. Die Tochter von Alphabet hat eigenen Angaben zufolge als weltweit erstes Unternehmen einen entsprechenden Vertrag mit dem Unternehmen Kairos Power unterzeichnet, um bis 2030 den ersten kleinen modularen Reaktor in Betrieb zu nehmen. Weitere sollen bis 2035 folgen. Finanzielle Details oder den Standort der Anlagen in den USA teilen die Unternehmen nicht mit.
Der Schritt folgt ähnlichen Vereinbarungen anderer Tech-Giganten wie Amazon und Microsoft, die ebenfalls auf Atomkraft setzen, um den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren zu decken. Der KI-Boom hat einen unerwarteten und immensen Anstieg des Stromverbrauchs durch die benötigten Datenzentren mit sich gebracht. Eine Anfrage bei ChatGPT verbraucht grob zehn Mal so viel Energie wie eine Google-Suche. Bereits im Mai sagte das Electric Power Research Institute voraus, dass Datenzentren bis zum Ende des Jahrzehnts bis zu neun Prozent der gesamten Stromerzeugung der USA verbrauchen könnten. Damit würde sich ihr Verbrauch mehr als verdoppeln.
Drei Aktien pushen Nikkei über die 40.000
Angetrieben von positiven Vorgaben der Wall Street und der Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen erreichen die japanischen Märkte Rekordstände. In Tokio klettert der Nikkei-Index um 1,6 Prozent auf 40.232,45 Punkte und durchbricht damit erstmals seit Ende Januar wieder die Marke von 40.000 Zählern. Der breiter gefasste Topix notiert 1,1 Prozent höher bei 2737,00 Punkten. Vor allem die Chipwerte folgen ihren amerikanischen Pendants nach oben. Tokyo Electron steigt um 5,07 Prozent, Advantest um 3,53 Prozent. Der auf KI fokussierte Startup-Investor Softbank, dessen Tochter Arm Holdings ebenfalls zulegte, verbucht ein Plus von 6,85 Prozent. Zusammen geben die drei Technologiewerte dem Nikkei einen kräftigen Schub.
In China hingegen drückt das Ausbleiben konkreter neuer Stimulierungsmaßnahmen aus Peking auf die Stimmung: Der Shanghai Composite verliert 0,7 Prozent auf 3260,03 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 0,7 Prozent auf 3934,28 Punkte.
"Alles Friede, Freude, Eierkuchen" - mit einer Ausnahme
Der S&P feiert zum Wochenauftakt sein 46. Allzeithoch in diesem Jahr. Der Dow-Jones-Index schließt erstmals über der 43.000er Marke. Nvidia ist so viel an der Börse wert, wie noch nie. Kurzum: "Die Stimmung an der Wall Street bleibt optimistisch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch in New York:
Jede Menge los bei einem DAX in Rekordlaune
Der Start in die neue Handelswoche kann sich für den DAX erst einmal sehen lassen. Nachdem er bereits am Freitag 0,9 Prozent zugelegt hatte, waren es gestern noch einmal 0,7 Prozent, sodass der deutsche Börsenleitindex mit einem Stand von 19.508 Punkten in den Feierabend gegangen ist – der höchste bislang erreichte Schlusskurs. Im Tagesverlauf hatte der DAX bei 19.518 Stellen ein neues Allzeithoch markiert. Auch an der Wall Street legten die Kurse im gestrigen Handel zu.
Konjunkturell blicken die Anleger heute nach Mannheim. Das dortige ZEW veröffentlicht zwei Tage vor einer an den Finanzmärkten erhofften weiteren EZB-Zinssenkung die Konjunktureinschätzung der Börsianer. Experten erwarten einen Anstieg des ZEW-Barometers im Oktober auf 10,0 Punkte von 3,6 Zählern. Wirtschaftsminister Robert Habeck erwartet für dieses Jahr zwar erneut eine Rezession, aber eine Konjunkturerholung für 2025.
Unternehmensseitig drängt sich ein DAX-Wert in den Vordergrund: Rheinmetall. Der Rüstungskonzern will das Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Panzern mit seinem italienischen Partner Leonardo endgültig besiegeln. Rheinmetall und Leonardo hatten sich mit dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen für milliardenschwere Panzer-Aufträge der italienischen Armee in Stellung gebracht, wollen aber auch über Italien hinaus liefern. Allein der Auftrag in Italien könnte Rheinmetall-Chef Armin Papperger zufolge ein Volumen von 20 bis 25 Milliarden Euro haben. Er sieht das Gemeinschaftsunternehmen zudem als einen Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung der Branche in Europa.
An der Wall Street legen drei weitere große US-Banken ihre Bilanz für das Sommerquartal vor. Die Bank of America, die Citigroup und Goldman Sachs informieren über ihre Geschäfte. Zuletzt hatten bereits die Großbanken JPMorgan Chase und Wells Fargo die Erwartungen der Finanzmärkte übertroffen. Viele Fachleute gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft um eine Rezession herumkommt. Trotz der soliden Verbraucherlaune haben viele Banken aber ihre Kreditrückstellungen erhöht, weil Konsumenten ihre Ersparnisse aus der Corona-Pandemie zunehmend aufbrauchen.
Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.