Der Börsen-Tag
29. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Diana Dittmer
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09:14 Uhr

Dax nimmt die 25.500

Der Dax startet erneut mit Aufschlägen in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.540 Punkten, nachdem er an den vergangenen beiden Handelstagen gut 1,5 Prozent bis auf 25.464 Zähler zugelegt hatte. Marktteilnehmer verweisen etwa auf starke Zahlen der Deutschen Bank. Dagegen legen die Ölpreise wieder zu und auch der Ausverkauf des Technologiesektors an den asiatischen Märkten, vor allem in Südkorea, dauert an.

Dax nimmt die 25.500
08:59 Uhr

Tech-Schwergewicht taumelt

Kein Ende des Ausverkaufs ist bei den Technologiewerten aus dem KI-Bereich zu erkennen. So stürzen SK Hynix in Seoul trotz Rekordzahlen und -ausblicks um rund 18 Prozent ab. Am Markt sind die Sorgen vor negativen Überraschungen bei den Zahlen von Meta und Microsoft am Abend groß. Schon vergangene Woche hatte Alphabet negativ überrascht mit dem ersten negativen Cashflow wegen ihrer extremen KI-Ausgaben. Die Börsen dürften weiter eine extreme Zweiteilung im Tech-Bereich zeigen: Klassische Konsum- und Softwarewerte wie Apple und SAP dürfen weiterlaufen, KI-Titel abstürzen. In den USA war das am Vorabend klar erkennbar: Während Dell und Sandisk um 8 bis 14 Prozent einbrachen, legten IBM über 5 Prozent zu.

"Es gibt zu viele Fragen und zu wenige Antworten im Zusammenhang mit dem KI-Ausbau. Der ROI der Investitionen von Hyperscalern und das Ausmaß der Wertschöpfung durch KI sind weiterhin offene Fragen", sagte Dennis DeBusschere, Chefmarktstratege bei 22V Research mit Blick auf die Rentabilität der KI-Investitionen.

Tech-Schwergewicht taumelt
08:46 Uhr

BASF plant neuen Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro

BASF legt ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro auf. Der Erwerb der Papiere solle im August beginnen und bis Ende April 2027 abgeschlossen werden, teilte der Chemiekonzern mit. Zudem will der Konzern seine Nettoverschuldung deutlich reduzieren und dafür im dritten Quartal Anleihen und Darlehen im Volumen von 1,6 Milliarden Euro vorzeitig zurückzahlen.

Das neue Rückkaufprogramm ist Teil eines im September 2024 angekündigten Plans, bis Ende 2028 eigene Aktien für insgesamt vier Milliarden Euro zu erwerben. BASF hatte zwischen November 2025 und Juni 2026 Papiere im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft. Insgesamt will der Konzern in den Jahren 2025 bis 2028 durch Dividenden und Aktienrückkäufe mindestens zwölf Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten.

BASF plant neuen Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro
08:30 Uhr

Fed und Berichtssaison im Fokus 

Mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung an Europas Börsen rechnen Händler. Die Nachrichtenlage sei fast identisch zu gestern. KI-orientierte Werte sind weiter auf dem Rückzug, in Europa steht fast ausschließlich die Berichtssaison im Fokus, belasten dürfte derweil ein neuerlicher Anstieg im Ölpreis. Im Dax hatte am Vorabend schon RWE gute Zahlen vorgelegt, sehr starke Daten kamen vom Luxushersteller Kering. Dazu stehen im Tagesverlauf Daten an von Danone, Airbus, Telefonica, Eni, Hermes, Reckitt Benckiser, Pirelli und sehr vielen anderen.

Wegweisend wird am Abend die Zinsentscheidung der US-Notenbank sein. Die Mehrheit des Marktes rechnet mit unveränderten Sätzen. Klar im Fokus steht aber die Kommunikation der Fed über ihre künftige Zinsrichtung, denn der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh will keine vorausschauenden Aussagen mehr treffen. Dies dürfte am Markt viel Raum für Diskussionen geben und könnte für erhöhte Volatilität bei Anleiherenditen sorgen. Währungsexperte Lloyd Chan von der MUFG Bank meint dazu: "Unser Basisszenario ist ein restriktiver Kurs, wobei die Fed die Zinsen wahrscheinlich unverändert lässt und betont, dass die Inflationsrisiken hoch bleiben."

Fed und Berichtssaison im Fokus 
08:12 Uhr

Panikartige Verkäufe im Halbleitersektor

Während sich an den asiatischen Aktienbörsen meist schwächere Trends durchsetzen, bleibt es beim Ausverkauf im Halbleitersektor wie schon am Vortag. Der südkoreanische Kospi bricht erneut ein, Händler sprechen von panikartigen Verkäufen im Halbleitersektor. Wie schon am Vortag wächst die Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Belastet werden die Börsen zudem von steigenden Ölpreisen, nachdem im Nahen Osten erneut Kämpfe und wechselseitige Attacken ausgebrochen sind. Der Iran hatte einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf US-Streitkräfte in der Region gestartet - die USA schlugen zurück.

Die Verunsicherung am Markt wird durch die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung in den USA verschärft. Zwar dürfte die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen. Doch warnt CBA-Analystin Carol Kong: "Es gibt eine geringe Chance, dass die Mehrheit (des Offenmarktausschusses) für eine Anhebung der Zinsen stimmt." Falkenhafte Kommentare von der Fed nach der geldpolitischen Sitzung seien wahrscheinlich.

Höhere Zinsen wären auch für den Technologiesektor mit seinen hohen Kosten ein zusätzliches Problem. Mit den ohnehin bestehenden Zweifeln bricht der südkoreanische Kospi erneut ein - nach einem Vortagsabsturz von 11 Prozent nun um weitere 10,6 Prozent. Der Kurs des Chipriesen SK Hynix rauscht um weitere 18,5 Prozent südwärts, nachdem selbst ein Gewinnanstieg um das 13-fache im zweiten Quartal Anleger nicht zufrieden gestellt hat. Auch der technologielastige Taiex in Taiwan gibt über 4 Prozent nach. In Japan dreht der Markt im Verlauf ins Minus, der Nikkei büßt nun 3 Prozent auf 60.492 Punkte ein.

Panikartige Verkäufe im Halbleitersektor
07:58 Uhr

Visa schlägt Erwartungen - und streicht Jobs

Visa hat im dritten Quartal dank robuster Konsumausgaben und einer starken Reisenachfrage die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der weltgrößte Zahlungsabwickler steigerte den Nettoumsatz um 14 Prozent auf 11,63 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 11,39 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Nettogewinn kletterte auf 6,3 Milliarden Dollar oder 3,32 Dollar je Aktie und lag damit ebenfalls über den Prognosen. Trotz der starken Zahlen gab die Aktie im nachbörslichen Handel um rund ein Prozent nach. Das Unternehmen hatte einen Medienbericht bestätigt, wonach es zur Effizienzsteigerung rund sieben Prozent seiner Stellen streichen wird. Der Abbau betreffe vor allem die Technologie- und Produktabteilungen.

Die Verbraucher zeigten sich trotz Inflation und der Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt ausgabefreudig. Das Zahlungsvolumen über das Visa-Netzwerk stieg im abgelaufenen Quartal um zehn Prozent. Besonders das lukrative grenzüberschreitende Geschäft legte währungsbereinigt um 13 Prozent zu. Hier profitierte der Konzern unter anderem von Ausgaben der Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft für Hotels, Restaurants, Verkehrsmittel und Freizeitangebote.

Visa schlägt Erwartungen - und streicht Jobs
07:47 Uhr

Deutsche Bank auf Rekordkurs 

Die Deutsche Bank hat vor allem dank guter Geschäfte ihrer Investmentbank im zweiten Quartal den Gewinn gesteigert und damit die Erwartungen des Marktes übertroffen. Deutschlands größtes Bankhaus verdiente im zweiten Quartal vor Steuern 2,68 Milliarden Euro und damit elf Prozent mehr als im Vorjahr, wie es mitteilte. Die Erträge legten um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro zu. Analysten hatten eigentlich mit einem Rückgang beim Gewinn vor Steuern auf 2,27 Milliarden Euro und Erträgen von nur 8,09 Milliarden Euro gerechnet.

Auch US-Großbanken hatten im Quartal dank Zuwächsen im Investmentbanking und im Handelsgeschäft Gewinnsprünge gemacht. Bei der Deutschen Bank legte der Gewinn vor Steuern im Quartal um 59 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu, die Erträge stiegen um 19 Prozent. Auch europäische Konkurrenten wie die französische BNP Paribas schraubten den Gewinn in die Höhe.

Deutsche Bank auf Rekordkurs 
07:29 Uhr

Logitech erhält US-Zollerstattung 

Logitech hat im ersten Quartal von US-Zollerstattungen profitiert. Der Hersteller von Computerzubehör teilte mit, er liege bei Umsatz und Gewinn über den Erwartungen und habe zudem 61 Millionen Dollar an Zöllen zurückerhalten. Diese waren auf Logitech-Produkte erhoben worden, die in China, Vietnam, Malaysia, Mexiko, Thailand und Taiwan gefertigt und in die USA – den größten Markt des Konzerns – eingeführt worden waren.

Logitech verzeichnete in den drei Monaten bis Ende Juni einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 44 Prozent auf 290 Millionen Dollar. Analysten waren von 209 Millionen Dollar ausgegangen. Auch ohne die Zollerstattung lag der Gewinn von Logitech um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Geschäft wird allerdings künftig durch die vorübergehende Schließung der Fabrik eines Halbleiterzulieferers beeinträchtigt. Dies dürfte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Millionen Dollar und im dritten Quartal um bis zu 200 Millionen Dollar schmälern, hieß es.

Logitech erhält US-Zollerstattung 
07:10 Uhr

Starkes Kerngeschäft: VW-Rivale hebt Prognose an

Ford hat dank einer robusten Preisgestaltung und Verbesserungen im Kerngeschäft zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose angehoben. Die Aktien stiegen im nachbörslichen Handel um rund sieben Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Gewinn (Ebit) von zehn bis elf Milliarden Dollar, wie Ford mitteilte. Bislang lag das Ziel bei 8,5 bis 10,5 Milliarden Dollar.

Im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf der bereinigte Gewinn mit 42 Cent pro Aktie die Erwartungen der Analysten, die bei 35 Cent gelegen hatten. Der Umsatz betrug 48,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verbuchte Ford jedoch einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar, der auf die Auflösung eines Gemeinschaftsunternehmens mit SK On zurückzuführen ist. Der operative Kerngewinn stieg im zweiten Quartal um knapp 20 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Eine starke Nachfrage in den USA half dabei, Kosten für Zölle auszugleichen.

Starkes Kerngeschäft: VW-Rivale hebt Prognose an
06:52 Uhr

Zwei Themen ziehen Asien-Börsen nach unten

Eine Mischung aus Sorgen über hohe Bewertungen im Technologiesektor und steigenden Ölpreisen beschleunigt die Talfahrt an den asiatischen Börsen. Die Ölpreise ziehen nach neuen Angriffen im Nahen Osten im Konflikt zwischen den USA und dem Iran deutlich an. Dies schürt bei Anlegern die Furcht vor Lieferengpässen und neuerlichem Inflationsdruck. Im Zentrum der Verkäufe an den Aktienmärkten stehen erneut Technologiewerte.

Anleger zeigen sich vor den im Tagesverlauf erwarteten Quartalszahlen der US-Konzerne Microsoft und Meta sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zurückhaltend. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert ein Prozent. In Tokio gibt der Nikkei-Index ebenfalls ein Prozent nach. Besonders stark unter Druck gerät die Börse in Südkorea, wo der Kospi-Index um fünf Prozent einbricht.

Am Rohstoffmarkt verteuert sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 3,8 Prozent auf 87,30 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 3,8 Prozent fester bei 82,30 Dollar.

Zwei Themen ziehen Asien-Börsen nach unten
06:35 Uhr

Arbeitgeberpräsident warnt vor "verlorenem Jahrzehnt"

Die deutschen Arbeitgeber sehen einen langen Weg aus der Krise und fordern die Bundesregierung zu weiteren, tiefgreifenden Reformen auf. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte der dpa: "Dieses Jahrzehnt ist von Rezession und Stagnation geprägt. Das letzte große Geschäftsjahr der deutschen Wirtschaft war 2019, seitdem verwalten wir den Rückstand. Unsere Wettbewerber müssen gar nichts besonders gut machen - es reicht, dass sie weiterfahren, während wir auf dem Standstreifen stehen. Wenn das so bleibt, sind die Zwanzigerjahre für dieses Land ein verlorenes Jahrzehnt."

Arbeitgeberpräsident warnt vor "verlorenem Jahrzehnt"
06:20 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar leicht und notiert bei 163,68 Yen sowie 6,7721 Yuan. Zur Schweizer Währung rückt er auf 0,8181 Franken vor. Der Euro liegt nahezu unverändert bei 1,1393 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9321 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Heute geht es heiß her

Der Dax hat sich nach dem positiven Wochenauftakt weiter im Bereich von gut 25.465 Punkten stabilisiert. Der deutsche Börsenleitindex koppelte sich im gestrigen Handel von den schwachen asiatischen Aktienmärkten ab, wo vor allem der technologielastige Kospi unter die Räder gekommen war. Die Anleger haben Marktteilnehmern zufolge die Berichtssaison in ihren Fokus gerückt.

Und die hat auch zur Wochenmitte einiges zu bieten: So dürfte etwa die Deutsche Bank, anders als ihre US-Wettbewerber, im zweiten Quartal Experten zufolge aufgrund von Sondereffekten einen Gewinnrückgang verbucht haben. Analysten rechnen unter dem Strich und nach Minderheiten mit einem Gewinn von 1,377 Milliarden Euro für die Zeit von April bis Juni. Vor Jahresfrist standen hier noch 1,485 Milliarden Euro in den Büchern. Vertreter der Deutschen Bank hatten angedeutet, dass der Verkauf von Geschäften und Kosten für den Umbau der Bank auf den Zahlen des zweiten Quartals lasten könnte. US-Großbanken hatten dagegen im Quartal dank Zuwächsen in Investmentbanking und Handelsgeschäft große Gewinnsprünge gemacht.

BASF legt nach überraschend starken vorläufigen Zahlen seinen Halbjahresbericht vor. Der Chemiekonzern hatte Mitte Juli seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, nachdem Preiserhöhungen und eine anziehende Nachfrage das operative Ergebnis gestützt hatten. Der Vorstand warnte jedoch vor erheblichen geopolitischen Unsicherheiten wie einer möglichen Schließung der Straße von Hormus und steigenden Ölpreisen. Zudem steht der Dax-Konzern wegen der Strukturkrise in der europäischen Chemieindustrie unter Druck und reagiert darauf mit einem verschärften Sparkurs sowie weiterem Stellenabbau.

Bei den Geschäftszahlen der beiden US-Technologieschwergewichte Microsoft und Meta, die nach US-Börsenschluss erwartet werden, dreht sich erneut alles um das KI-Geschäft. Börsianer hoffen auf Hinweise, dass sich die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren wie bei Alphabet in beschleunigtem Wachstum niederschlagen. Ein besonderes Augenmerk richten sie zudem auf eine mögliche erneute Ausweitung der KI-Investitionen. Microsoft hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar prognostiziert. Meta rechnet mit 58 bis 61 Milliarden Dollar.

Und davor gibt es ja auch noch den Zinsentscheid der Fed. Hier erwarten Experten, dass die US-Notenbank in ihrer Warteposition bleibt. Viele Kenner der Lage gehen davon aus, dass die Federal Reserve den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat sich mit Signalen zum Zinskurs bewusst zurückgehalten, was die Einschätzung erschwert. Warsh will die hohe Teuerung nach eigenen Worten in den Griff bekommen. An den Finanzmärkten wird es für wahrscheinlich gehalten, dass die Fed erst auf der Sitzung Mitte September die geldpolitischen Zügel anziehen wird.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Heute geht es heiß her