Dienstag, 05. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax legt Ruhepause ein - nur kleines Plus

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(Foto: imago/Sven Simon)

Nach den kräftigen Gewinnen am Montag hat die Frankfurter Börse heute einen ziemlich drögen Handelstag verlebt. Die positiven Nachrichten zu den amerikanisch-chinesischen Handelsgesprächen stützten den deutschen Aktienmarkt zwar weiter, doch ansonsten fehlten weitere Impulse. So schloss der Dax 0,1 Prozent höher bei 13.149 Punkten. Der MDax ging mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 26.873 Zähler aus dem Handel. Der TecDax gewann dagegen 0,6 Prozent auf 2901 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3676 Punkte nach oben.

Im Dax punktete Vonovia weder mit den Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres noch mit dem nach oben konkretisierten Ausblick und einer höheren Dividende. Die Aktie büßte als einer der größten Verlierer 2,4 Prozent ein. Der Softwarekonzern SAP konnte mit einem zusätzlichen Geldsegen für die Aktionäre ebenfalls nicht überzeugen: Die Titel sanken um 0,4 Prozent.

17:20 Uhr

US-Dienstleister wachsen stärker als erwartet

Die US-Dienstleister haben ihr Wachstumstempo im Oktober stärker als erwartet erhöht. Der Einkaufsmanager-Index dazu stieg auf 54,7 Punkte von 52,6 Zählern im September. Ökonomen hatten lediglich mit einem leichten Anstieg auf 53,5 Punkte gerechnet. Das Barometer liegt damit deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Die Unternehmen stellten mehr Personal ein als zuletzt und berichten zugleich über ein anziehendes Neugeschäft.

17:00 Uhr

Miese Zahlen: Trivago-Aktienkurs stürzt ab

Trivago
Trivago 2,32

Das ist ein Schlag ins Kontor: Ein Gewinneinbruch hat den Aktienkurs von Trivago auf ein Rekordtief gedrückt. Die in den USA notierten Aktien des Düsseldorfer Betreibers einer Hotel-Suchmaschine fielen um fast 25 Prozent auf 2,57 Dollar.

Parallel dazu gab das Unternehmen den Wechsel des Mitgründers Rolf Schrömgens in den Aufsichtsrat bekannt. Neuer Vorstandschef werde der bisherige Finanzvorstand Axel Hefer.

16:39 Uhr

Experten: Fusion von Fiat und PSA bringt Werke in Gefahr

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(Foto: REUTERS)

Der Zusammenschluss von Fiat Chrysler und PSA zum weltweit viertgrößten Autokonzern bringt nicht nur die Kräfteverhältnisse in der Branche in Bewegung. Mit dem neuen Autoriesen steigt in Europa auch der Druck, die hohen Überkapazitäten anzugehen, unter denen die Industrie ächzt. Experten warnen schon seit Jahren, dass in einem gesättigten Markt zu viele Fahrzeuge gebaut und zu Preisen verkauft werden, die kaum auskömmlich sind.

  • "Zehn Prozent der Kapazitäten sind in Europa überflüssig", sagt Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB.
  • "Gerade in Zeiten rückläufiger Nachfrage ist das zu viel."

Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive Management in Bergisch Gladbach, ist sich sicher, dass der Druck auf die Werke in den nächsten Jahren steigen werde.

16:10 Uhr

Dow Jones startet mit neuem Allzeithoch

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(Foto: AP)

In der Hoffnung auf eine deutliche Entspannung im Zollstreit mit China decken sich weitere Anleger mit US-Aktien ein. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung um 0,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 27.525 Punkten. Der technologielastige Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 blieben nur knapp hinter ihren bisherigen Bestmarken zurück.

Gefragt waren unter anderem die Papiere von Mylan, die sich um 1,3 Prozent verteuerten. Der Quartalsumsatz der Pharmafirma blieb mit 2,96 Milliarden Dollar zwar erneut hinter den Erwartungen zurück, der Gewinn fiel aber dank neuer Produkte mit 1,17 Dollar je Aktie höher aus als gedacht. Die Titel von Uber brachen dagegen um 7,8 Prozent ein. Wegen gestiegener Kosten und Investitionen machte der Fahrdienst-Vermittler erneut einen Milliardenverlust.

15:57 Uhr

n-tv Zertifikate: Wie weit geht der Dollar-Höhenflug noch?

In den USA sind die Zinsen auf dem Rückmarsch. Erst letzte Woche hatte die US-Notenbank erneut die Zinsen gesenkt. Wie wirkt sich das auf den US-Dollar aus? Friedhelm Tilgen spricht mit Kemal Bagci von der BNP Paribas über den US-Dollar-Index und die Möglichkeit, mit Mini-Futures darauf zu setzen.

15:39 Uhr

Datenschützer erlassen Bußgeld gegen Deutsche Wohnen

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 34,68

Ärger für die Deutsche Wohnen: Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat einen Bußgeldbescheid in Millionenhöhe gegen die Immobilienfirma erlassen. Bereits im Juni 2017 sei festgestellt worden, dass das Unternehmen personenbezogene Daten von Mietern in einem Archivsystem gespeichert habe, bei dem nicht mehr erforderliche Daten nicht gelöscht werden konnten, teilte die Behörde mit. Bis zu einer Untersuchung vor Ort im März dieses Jahres habe sich an dem Zustand trotz Aufforderung kaum etwas geändert.

Nun werden für die Deutsche Wohnen 14,5 Millionen Euro fällig. Der bereits am 30. Oktober erlassene Bußgeldbescheid sei noch nicht rechtskräftig, teilte die Behörde mit. Das Unternehmen könne noch Einspruch einlegen.

15:15 Uhr

Uber-Aktie im Sinkflug - Analyst: Unternehmen überbewertet

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Uber 24,04

Ein erneuter Milliardenverlust verschreckt Uber-Anleger. Die Aktien des Fahrdienstvermittlers verloren im vorbörslichen US-Geschäft sieben Prozent.

Der Fehlbetrag sei zwar nicht so groß wie im Vorquartal, aber höher als befürchtet, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Er halte Uber für überbewertet. "Schließlich hat das Unternehmen bislang noch keinen Gewinn gemacht und wird es bei einer Fortsetzung des aktuellen Trends wohl auch niemals tun."

14:55 Uhr

Im Sinne von Trump: USA senken ihr Handelsbilanzdefizit

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(Foto: picture alliance / Andrew Harnik)

Das US-Handelsbilanzdefizit ist im September weiter zurückgegangen. Das Defizit fiel nach vorläufigen Berechnungen auf 52,45 Milliarden Dollar nach revidiert 55,04 (vorläufig: 54,90) Milliarden Dollar im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 52,20 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte sanken zum Vormonat um 0,9 Prozent auf 205,99 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 258,44 Milliarden Dollar erreichten, ein Rückgang gegenüber dem Vormonat von 1,7 Prozent.

An den Finanz- und Devisenmärkten wird der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. US-Präsident Donald Trump hat geschworen, das Defizit in der Handelsbilanz radikal zu senken.

14:42 Uhr

SUV-Modelle schieben Volvos Absatz an

Die Verkäufe von Volvo sind im Oktober um 13,9 Prozent gestiegen. Dafür verantwortlich war eine starke Nachfrage nach SUV. Die Schweden verkauften 60.959 Fahrzeuge und verzeichneten ein Wachstum in allen ihren Schlüsselmärkten USA, China und Europa.

Der Absatz in China stieg aufgrund der starken Nachfrage nach den lokal produzierten Modellen XC60 und S90 um 26,7 Prozent. In den USA wuchs der Absatz um 20,2 Prozent auf 8807 Fahrzeuge, wobei der SUV XC90 das meistverkaufte Modell war. In Europa hingegen verzeichnete Volvo ein Verkaufsplus von "nur" 9,7 Prozent. Das Wachstum wurde ebenfalls durch SUV-Modelle wie den XC40 und XC60 getragen.

14:18 Uhr

Boeing hält an Konzernchef Muilenburg fest

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(Foto: REUTERS)

Ein Jahr nach dem ersten von zwei Abstürzen einer Boeing 737 Max mit vielen Todesopfern hat das Management des Flugzeugbauers Konzernchef Dennis Muilenburg den Rücken gestärkt. Chairman Dave Calhoun betonte: "Er hat unser Vertrauen." Muilenburg habe alles richtig gemacht. Zudem habe er in einem Gespräch angeboten, auf einen bedeutenden Teil seiner Entlohnung für 2019 zu verzichten.

Vor Kurzem musste Muilenburg den Vorsitz im Verwaltungsrat, den er in Doppelfunktion mit der operativen Chefposition hielt, abgeben. Er hatte vergangene Woche vor dem Handelsausschuss des US-Senats Fehler eingeräumt.

14:05 Uhr

Saudi Aramco treibt Öl- und Gaswerte

Der milliardenschwere Börsengang von Saudi Aramco wirft seine Schatten voraus. Öl- und Gaswerte führten heute gemeinsam mit den Rohstoffaktien die Gewinnerseite in Europa an. Das mediale Interesse am Börsengang von Aramco rücke die ganze Branche in den Fokus, sagte ein Händler.

Aramco versucht nun Analysten und Investoren für seine Aktien zu begeistern. Der Wert des saudischen Ölgiganten wird mit 1,5 Billionen US-Dollar angegeben. An die Börse gebracht werden soll zunächst nur ein Bruchteil, möglicherweise 2 Prozent. Insidern zufolge soll Aramco am 11. Dezember an die Börse.

13:44 Uhr

Varta ist heißer TecDax-Kandidat

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Varta könnten bereits im Dezember in den TecDax kommen. Das zeigen die neuen Ranglisten der Deutschen Börse zu Marktkapitalisierung und Liquidität. Während Varta bei der Marktkapitalisierung mit Platz 19 die Kriterien für einen Aufstieg im Dezember bereits deutlich erfüllen, fehlt in der Liquidität nur noch ein Platz. Hier sind sie in der Liste per Ende Oktober auf Platz 26 positioniert. Für einen Aufstieg außerhalb des regulären September-Termins muss ein Titel in beiden Kriterien mindestens auf Platz 25 stehen. Entscheidend sind die Ranglisten, die auf Basis der Kurse Ende November erstellt werden.

Sollten Varta in den TecDax aufsteigen, müsste automatisch der schwächste Titel den Platz frei machen. Nach dem aktuellen Stand wären das die Aktien von Draegerwerk.

13:24 Uhr

Wird Vonovia das größte Wohnungsunternehmen Schwedens?

Heute ist so eine Art Vonovia-Tag. Erst liefert der Immobilienriese Zahlen, dann äußert sich Vorstandschef Rolf Buch zum Berliner Mietendeckel. Aber bekanntlich sind aller guten Dinge drei.

Vonovia hat nämlich von der schwedischen Fusionskontrollbehörde die Freigabe für seine milliardenschwere Übernahme in dem skandinavischen Land erhalten. Der Dax-Konzern kann somit wie im September angekündigt 69,3 Prozent der Stimmrechte (61,2 Prozent des Grundkapitals) an dem Wohnungsunternehmen Hembla AB zum Preis von umgerechnet 1,14 Milliarden Euro erwerben. Vonovia ist mit dem Zukauf auf dem Weg zum größten schwedischen Wohnungsunternehmen.

13:08 Uhr

Ungarn setzt auf Huawei beim 5G-Ausbau

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(Foto: imago images / Hollandse Hoogte)

Ungarn will den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei trotz Sicherheitsbedenken vor allem der USA am Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes beteiligen. Huawei werde mit Vodafone und der Deutschen Telekom beim ungarischen 5G-Rollout zusammenarbeiten, erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf einer Veranstaltung in China. Es gebe keine Beweise dafür, dass Huawei-Geräte eine Sicherheitsbedrohung darstellten.

US-Präsident Donald Trump hatte Huawei Mitte Mai auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit darf der chinesische Konzern in den USA keine Aufträge mehr für Telekom-Ausrüstung zum Aufbau des neuen Mobilfunkstandards 5G erhalten und Komponenten von US-Firmen nicht ohne spezielle Genehmigung beziehen.

12:50 Uhr

Wall Street wird fester erwartet

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Nach den neuerlichen Rekordständen zu Wochenbeginn dürfte es an der Wall Street auch heute nach oben gehen. Der Future auf den S&P-500 legte vorbörslich 0,2 Prozent zu. Gestützt wird die Stimmung weiter von Hoffnungen auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China.

Aufschluss über die Entwicklung der US-Wirtschaft dürften Konjunkturdaten zum Wachstum im Dienstleistungssektor geben. Zudem veröffentlicht das US-Handelsministerium Zahlen zur Handelsbilanz. Ökonomen erwarten hier einen Rückgang des Handelsdefizits auf 52,20 Milliarden Dollar. Die Daten dürften auch Aufschluss darüber geben, welche Fortschritte Präsident Donald Trump bei der Reduzierung des Defizits macht.

12:32 Uhr

Nordea-Analyst erwartet deutlich festeren Euro

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Steile These von Nordea Asset Management: Sollten die USA und China eine partielle Einigung im Handelskonflikt erzielen, könnte der Euro nach Einschätzung in der zweiten Hälfte 2020 auf bis zu 1,18 US-Dollar steigen. Wenn sich die chinesische Wirtschaft erholt, dann "werden die Exporte aus der Eurozone nach China steigen", begründet Nordea-Analyst Sebastien Galy seine Erwartung und ergänzt, China "wird dann wieder Dollar verkaufen und Euro kaufen".

Im ersten Halbjahr 2020 dürfte der Euro 1,14 bis 1,16 Dollar erreichen, später im Jahr dann 1,16 bis 1,18. Aktuell liegt der Kurs bei 1,1130 Dollar.

12:20 Uhr

Wirecard kauft in China zu

Verstärktes Engagement im Reich der Mitte: Der Zahlungsdienstleister Wirecard steigt mit einer Übernahme in den chinesischen Markt ein. Für den Kauf des Zahlungsabwicklers Allscore Payment mit Sitz in Peking gibt Wirecard schrittweise insgesamt bis zu 72,4 Millionen Euro aus, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Allscore Payment besitze ein umfassendes Lizenzportfolio für digitale Zahlungsdienste in China, die es Wirecard ermöglichen sollen, mit international tätigen chinesischen Händlern Produkte anzubieten. 2021 soll die Integration des Zukaufs vollständig abgeschlossen sein.

12:04 Uhr

Lufthansa und Ufo sind völlig über Kreuz

Kunden der Lufthansa müssen am Donnerstag und Freitag wieder leiden, denn die Gewerkschaft Ufo schwingt wieder einmal die Streikkeule. Und die Fronten in dem Tarifkonflikt sind weiter verhärtet, denn ein neues Gesprächsangebot des Dax-Konzerns wird von der Gewerkschaft abgelehnt.

  • "Wir sind nicht naiv, das Gesprächsangebot der Lufthansa ist eine Finte für die Öffentlichkeit", sagte der Vize-Vorsitzende Daniel Flohr.

Er verlangt weitere Zeichen der Gegenseite. Die Lufthansa will dagegen in einem für April terminierten Verfahren vor dem Arbeitsgericht überprüfen lassen, ob die Ufo überhaupt noch Tarifverträge abschließen kann. Für die Flugreisenden ist das keine gute Nachricht. Was macht eigentlich die Lufthansa-Aktie? Sie notiert auf Vortagesniveau.

11:27 Uhr

Öl wohl noch über Jahrzehnte wichtigster Energieträger

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(Foto: picture alliance / dpa)

Das sogenannte schwarze Gold bleibt wichtig: Öl ist nach Einschätzung der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) auch im Jahr 2040 noch der weltweit wichtigste Energieträger. Die Opec geht laut Bericht davon aus, dass der Anteil von Öl am gesamten Energiemix dann 28 Prozent betragen wird. Der zweitgrößte Anteil wird dann laut dem Bericht nicht mehr auf Kohle, sondern auf Gas (25 Prozent) entfallen.

Insgesamt erwartet die Opec, dass der Energiebedarf bis 2040 um rund 25 Prozent wachsen wird. Der Bedarf an Öl klettert laut der Studie von 2018 bis 2040 um rund 12 auf 110,6 Millionen Barrel (159 Liter) am Tag. Die Opec geht bei ihren Prognosen unter anderem davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung vor allem durch starkes Wachstum in Entwicklungsländern 2040 doppelt so hoch sein wird wie 2018.

11:21 Uhr

Dax verzeichnet kleines Plus

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Nach starkem Wochenauftakt hat sich der Dax am späten Vormittag etwas nach oben bewegt. Der Leitindex stieg um 0,2 Prozent auf 13.156 Punkte. Der MDax verlor dagegen 0,2 Prozent auf 26.858 Zähler. Der TecDax verharrte mit 2884 Stellen auf Vortagesniveau. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,2 Prozent auf 3673 Punkte nach oben.

Im Dax punktete Vonovia weder mit den Zahlen für die ersten neun Monaten des Jahres noch mit dem nach oben konkretisierten Ausblick und einer höheren Dividende: Die Aktie büßte 1,5 Prozent ein. Im MDax legte Evonik mit plus 4,0 Prozent kräftig zu. Der Spezialchemiekonzern litt im dritten Quartal unter der Flaute in der Autoindustrie sowie unter niedrigen Ölpreisen. Um das Jahresziel für den Gewinn zu erreichen, drückt Konzernchef Christian Kullmann nun stärker auf die Kostenbremse.

11:05 Uhr

Brexit-Angst in UK - Zahl der Autokäufe sinkt

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(Foto: dpa)

Auch wegen wirtschaftlicher Unsicherheit angesichts des Brexits haben die Menschen in Großbritannien erneut weniger Autos gekauft. Die Neuzulassungen gingen im Oktober um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, teilte der britische Branchenverband SMMT mit. Es war der achte Monat in Folge mit Verlusten, seit Jahresbeginn beträgt das Minus 2,9 Prozent.

Laut SMMT kauften vor allem Privatleute deutlich weniger Autos. Die Neuzulassung von Dieselwagen sank den 31. Monat in Folge, um 28,3 Prozent. Hingegen legten alternative Antriebe deutlich zu. Ihr Marktanteil stieg auf einen Rekordwert von 9,9 Prozent.

10:44 Uhr

BMW kündigt Ladestations-Offensive an

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(Foto: spa)

Na, es tut sich doch etwas: BMW will nämlich vor allem rund um den Unternehmenssitz München bis 2021 Tausende Ladestationen für Elektroautos errichten. Bis 2021 plant der Premiumautohersteller laut Mitteilung den Aufbau von mehr als 4100 Ladepunkten an seinen deutschen Standorten. Rund die Hälfte der Ladepunkte soll öffentlich zugänglich sein. Weitere Standorte seien Berlin, Leipzig, Regensburg, Landshut, Wackersdorf und Dingolfing.

Geplant sind nach Angaben des Dax-Unternehmens deutschlandweit überwiegend AC (Wechselstrom)-Schnell-Ladesäulen mit einer Leistung von 11kW, aber auch DC (Gleichstrom)-Schnell-Ladesäulen mit einer Leistung von 50kW. Parallel betreibt BMW das Gemeinschaftsunternehmen Ionity mit Daimler, VW und Ford, das bis 2020 circa 400 Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von bis zu 350kW entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa errichten will.

10:33 Uhr

Hugo-Boss-Aktie profitiert von Aussage zum vierten Quartal

Im heutigen Blickfeld ist auch die Aktie von Hugo Boss: Das Papier des Modehändlers wurde nach Aussagen zum vierten Quartal mit einem Plus von 3,7 Prozent gehandelt. Hugo Boss hatte in der Mitteilung zum abgelaufenen dritten Quartal erklärt, in den Monaten Oktober bis Dezember werde neben einem Umsatzwachstum ein deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses erwartet. Dazu solle vor allem der eigene Einzelhandel beitragen. Ferner verspricht sich das Unternehmen aus Metzingen von verstärkten Partnerschaften mit Onlinehändlern positive Effekte.

Für 2019 rechnet das Unternehmen mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und mit einem Ebit von 330 bis 340 Millionen Euro.

Hugo Boss
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10:25 Uhr

Berlins Mietendeckel für Vonovia "nicht ganz so schlimm"

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(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Der vom Berliner Senat beschlossene Mietendeckel sorgt weiter für Aufregung. Der Chef des Immobilienriesen Vonovia, Rolf Buch, erwartet, dass die Vermieter in der Hauptstadt nun Investitionen in die energetische Sanierung und den altersgerechten Umbau der Immobilien herunterfahren. Der Mietendeckel löse die Wohnungsnot in Berlin nicht, es könnte aber sein, dass wegen der Mietsenkung vermehrt Wohnungen auf den Markt kommen, weil verschuldete Eigentümer verkaufen müssten. Vonovia selbst beabsichtige nicht, Wohnungen in Berlin zu verkaufen.

Auf Vonovias Ergebnisse selbst hat der Mietendeckel laut Buch nur geringen Einfluss, er werde das Ergebnis 2020 um 6 Millionen Euro reduzieren, was bei einer angepeilten Größenordnung von 1,3 Milliarden Euro beim operativen Gewinn nach laufenden Zinsen und Steuern (FFO) "nicht ganz so schlimm" sei. Berlin sei nur ein kleiner Teil in Vonovias Portfolio.

10:03 Uhr

Bundesbanker befürchtet Finanzkrisen durch Libra

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(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Aussage zum Libra beunruhigt: Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling traut der Facebook-Digitalwährung zu, unter Umständen auch Finanzkrisen auszulösen.

  • "Wenn es bei Libra zu Problemen kommt und viele Nutzer ihr Geld zurücktauschen wollen - und dies möglich ist - könnte der Wert stark fallen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Probleme könne es dann auch für die Kapitalmärkte und die Banken geben. Experten halten es für möglich, dass Facebook aufgrund seiner rund 2,5 Milliarden Nutzer mit dem Libra-Projekt das globale Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte. Denn Geldtransfers zwischen Personen und zwischen Ländern würden mit der Kryptowährung womöglich deutlich schneller und günstiger.

09:48 Uhr

Autogipfel ist für den Sektor kein Thema

Nach Einschätzung aus dem Aktienhandel ist das Ergebnis des Autogipfels kein Thema für den Sektor. Die Kaufprämie für Elektroautos soll gegenüber den bisherigen Planungen erhöht werden. Wie ein Teilnehmer anmerkt, dürfte die Bedeutung von Elektroautos für die Branche in den kommenden Jahren gering bleiben.

Unterschiedlich präsentierten sich in der ersten Handelsstunde die Autoaktien. BMW legten um 1,2 Prozent zu. Dagegen verloren VW und Daimler 0,3 beziehungsweise 1,2 Prozent.

09:33 Uhr

Schaeffler besser als erwartet - Aktienkurs schnellt hoch

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Schaeffler Vz 10,20

Kräftig bergauf geht es mit der Aktie von Schaeffler - sie stieg um rund 10 Prozent auf 8,67 Euro. Der Autozulieferer aus Herzogenaurach hat bessere Zahlen als erwartet vorgelegt.

Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz laut Quartalsbericht um 2,6 Prozent auf 3,613 Milliarden Euro. Analysten hatten nur ein Plus von 1 Prozent erwartet. Das bereinigte Ebit sank um 8 Prozent auf 327 Millionen Euro, befürchtet wurde ein Einbruch um gut ein Fünftel. Unter dem Strich brach der Gewinn um 17 Prozent ein, am Markt wurde ein Rückgang um 47 Prozent prognostiziert.

09:11 Uhr

Dax bleibt in den Startblöcken hängen

Nach den kräftigen gestrigen Gewinnen lässt es der deutsche Aktienmarkt heute ruhiger angehen. Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten leicht um 0,1 Prozent auf 13.134 Punkte. Der MDax gab um 0,2 Prozent auf 26.864 Zähler nach. Der TecDax verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 2879 Stellen.

09:05 Uhr

Özdemir: Elektroautos lösen Verkehrsprobleme nicht

Skepsis von prominenter Seite hinsichtlich der E-Mobilität: Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat vor überzogenen Erwartungen an mehr E-Autos auf Deutschlands Straßen gewarnt.

  • "Verkehrswende heißt nicht, dass wir 47 Millionen fossile Verbrenner durch 47 Million Elektromobile ersetzen", sagte der Vorsitzende des Bundestagsverkehrsausschusses im ZDF.
  • "Dann haben wir zwar weniger Abgase, weniger Lärm in den Innenstädten, aber das Problem mit dem Verkehrsinfarkt ist nicht gelöst." Stattdessen müsse man mehr auf geteilte Autos, den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrrad setzen.

Bundesregierung und Autoindustrie hatten am Montagabend vereinbart, die Kaufprämie für Elektroautos zu erhöhen und deutlich mehr Ladesäulen aufzustellen.

  • "Wir subventionieren mit sieben Milliarden das Diesel-Privileg und auf der anderen Seite subventionieren wir die Elektromobilität", sagte Özdemir.
  • "Die Vergangenheit und die Zukunft zeitgleich subventionieren - das hat noch nirgendwo funktioniert."
08:48 Uhr

Vonovia-Aktionären winkt höhere Dividende

Gute Zahlen von Vonovia: Der Immobilienkonzern hat dank seiner jüngsten Zukäufe die Ergebnisse deutlich gesteigert. Von Januar bis September stieg das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern um knapp elf Prozent auf 933 Millionen Euro. Rückenwind kam vor allen durch die Übernahmen von Buwog und Victoria Park.

Die knapp 400.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden seien Ende September nahezu voll vermietet gewesen, die Leerstandsquote lag bei 2,9 Prozent, leicht über dem Niveau vor einem Jahr, hieß es. Die Aktionäre sollen für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 1,57 Euro je Aktie erhalten, ein Plus von 13 Cent.

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08:42 Uhr

Ölpreise verteidigen ihre Gewinne

Brent Rohöl
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Die Ölpreise haben im frühen Handel ihre in den vergangenen Tagen erzielten Gewinne zunächst halten können. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,25 US-Dollar. Das waren 12 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 5 Cent auf 56,60 Dollar.

Seit vergangenem Freitag haben die Ölpreise etwa fünf Prozent zugelegt. Ausschlaggebend ist der Optimismus, dass sich die USA und China in ihrem Handelsstreit annähern könnten.

07:55 Uhr

Dax dürfte 13.000er-Rally fortsetzen

Dax
Dax 13.241,75

Bereits gestern ist der Dax mit 13.136 Punkten auf den höchsten Stand seit anderthalb Jahren aus dem Handel gegangen. Heute soll es Banken und Brokerhäusern zufolge von Beginn an weiter nach oben gehen. Grund ist weiterhin die verbesserte Lage beim Handelsstreit zwischen den USA und China.

Die Regierung in Peking dringt darauf, einige der im September in Kraft getretenen Zölle zurückzunehmen. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge wird auch im Weißen Haus darüber gesprochen.

Im Mittelpunkt des Handels dürften zudem erneut eine Reihe von Firmenbilanzen stehen. Unter anderem legen der Immobilienkonzern Vonovia und der Spezialchemiekonzern Evonik ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Letzterer kämpft mit den Folgen der sich abkühlenden Konjunktur und senkte nach Rückgängen im dritten Quartal seine Umsatzprognose.

07:05 Uhr

Facebook dachte über neuen Namen nach

Facebook
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Facebook hat laut seinem Marketingchef eine Namensänderung erwogen, damit der Konzern mit seinen diversen Diensten nicht nur als Betreiber des Online-Netzwerks wahrgenommen wird. Am Ende habe man sich jedoch dagegen entschieden, sagte Antonio Lucio dem Finanzdienst "Bloomberg". Die Firma habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass sie vor Problemen nach Daten-Skandalen und Kritik weglaufe. "Das wäre vom Rest der Welt als unaufrichtig wahrgenommen worden."

Stattdessen stellte Facebook am Montag ein neues Logo mit demselben Firmennamen für den Konzern vor. Es unterscheidet sich vom Logo des Online-Netzwerks und soll künftig häufiger neben anderen Marken des Konzerns wie Instagram und WhatsApp stehen.

Laut Umfragen wüssten viele Nutzer nicht, dass die Fotoplattform Instagram und der Chatdienst WhatsApp zu Facebook gehören, sagte Lucio. Wenn sie das wüssten, verbesserte dies das Ansehen von Facebook.

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Mit dem neuen Logo soll der Bezug zu Facebook nun für die Nutzer unter anderem von Instagram und WhatsApp noch sichtbarer werden.

(Foto: dpa)

 

06:35 Uhr

Asiatische Aktien auf höchstem Stand seit Juli

Nikkei
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An den Börsen weltweit ist wieder der Bär los - korrekterweise müsste man jedoch sagen, der Bulle: Gestern bereits stürmte der Dax auf ein neues Jahreshoch und erstmals seit Mitte 2018 über 13.000 Punkte, auch an der Wall Street war die Stimmung prächtig. Nun geht die Party in Asien weiter. Es sind auch dort die positive Nachrichten im Handelstreit der USA mit China, welche die Anleger zugreifen lassen.

In den laufenden Verhandlungen sagte der chinesische Präsident Xi Jinping, die Weltgemeinschaft müsse Handelsbarrieren abbauen. "Die wirtschaftlichen Unsicherheiten nehmen ab. Das bedeutet, dass diejenigen, die ihre Aktivitäten sowohl in der Realwirtschaft als auch auf den Finanzmärkten zurückgehalten haben, nun wieder aktiv werden", sagte Masaru Ishibashi, General Manager bei der Sumitomo Mitsui Bank.

An der Börse in Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zuletzt 1,5 Prozent höher bei 23.194 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 1,2 Prozent und liegt bei 1687 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 1,4 Prozent.