Dienstag, 12. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax hält die Stellung - Thyssenkrupp-Kurs stürzt ab

Es war einer der ruhigeren Handelstage: An den europäischen Aktienmärkten hat es heute nur wenig Bewegung gegeben. Am Markt hieß es, Italien könne sich nun aus dem Stabilitätsfonds ESM als Hilfe für seinen Staatshaushalt bedienen. Die EU-Kommission habe dafür den Weg frei gemacht. Zudem sprachen Händler von einer abwartenden Haltung bei nachlassenden Umsätzen. Die Anleger seien hin- und hergerissen zwischen den Hoffnungen über eine Wirtschaftserholung und den Sorgen, eine zweite Infektionswelle könnte die Hoffnungen zunichtemachen. Wichtige Konjunkturdaten gab es in Europa nicht.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,17

Entsprechend vorsichtig verlief der Handel auch an der Frankfurter Börse. Der Dax konnte sich behaupten und schloss 0,1 Prozent niedriger bei 10.820 Punkten. Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 23.820 Zähler. Besser lief es für den TecDax, der um 0,5 Prozent auf 3004 Stellen zulegte. Der EuroStoxx50 legte um 0,2 Prozent auf 2889 Punkte zu.

Zu den Dax-Gewinnern gehörten Deutsche Post mit plus 3,0 Prozent. Die Präsentation der vollständigen Zahlen des Unternehmens für das erste Quartal ist nach Aussage der Analysten von Bernstein von Zuversicht geprägt gewesen und deute darauf hin, dass das Unternehmen der Krise gut standhält. Allianz verloren dagegen nach Zahlen 3,2 Prozent. Händler gaben den fehlenden Ausblick des Versicherungsriesen als Grund an.

Im MDax bekam die Aktie von Thyssenkrupp nach Gruselzahlen richtig Prügel. Sie stürzte um 15,3 Prozent ab und ist nur noch 4,11 Euro wert.

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17:11 Uhr

Börse hui, Wirtschaft pfui! Wie passt das zusammen?

Während die Wirtschaft weiter stark unter der Corona-Krise leidet, hat sich die Börse bereits vom Schlimmsten erholt. Wie groß ist die Gefahr, dass es doch noch einmal einen Rückschlag gibt? Wie Trader vor diesem Hintergrund sinnvoll Optionsscheine einsetzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Grunert von Morgan Stanley.

16:53 Uhr

Fed-Banker warnt vor zu schnellem Hochfahren der US-Wirtschaft

Die Wiederöffnung der US-Wirtschaft nach den Werkschließungen und Kontakteinschränkungen sollte aus Sicht eines führenden Notenbankers der Federal Reserve nicht zu schnell erfolgen. Denn dies könnte zu einer zweiten Infektionswelle führen, warnt der Chef der Philadelphia-Fed, Patrick Harker.

"Das wäre nicht nur eine Gesundheitskatastrophe, sondern würde auch die Erholung ins Gegenteil verkehren", sagt er. Wenn sie einsetze, werde die konjunkturelle Erholung holprig sein. Manche Bereiche der Wirtschaft wie die Industrie kämen wahrscheinlich schneller wieder in die Spur als etwa die Reisebranche und das Gastgewerbe.

16:11 Uhr

Ölpreisverfall zehrt: Rosneft-Chef muss Putin um Hilfe bitten

Der Chef der größten russischen Ölgesellschaft Rosneft, Igor Setschin, hat Präsident Wladimir Putin um Steuererleichterungen gebeten. Das teilstaatliche Unternehmen ist angesichts der rückläufigen Rohölpreise unter Druck. Setschin fügte hinzu, die aktuellen Sätze für den Öltransport belasteten die Bilanz des Unternehmens ebenfalls. Aktuell mache der Transport 32 Prozent der Kosten für die Förderung eines Barrels Öl aus.

Rosneft werde seine Investitionen um 200 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahreswert von 950 Milliarden Rubel kürzen, kündigte der CEO an. Damit reagiere er auf das Versprechen der Regierung, die tägliche Rohölförderung zur Preisstabilisierung um 2 Millionen Barrel pro Tag zu senken.

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(Foto: dpa)

15:57 Uhr

Freundlicher Handelsbeginn an der Wall Street

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Börsen sind heute freundlich in den Handel gestartet. Allerdings ist die Richtungsfindung nach wie vor nicht einfach. Einerseits stützen die Lockerungen der diversen pandemiebedingten Beschränkungen. Andererseits richten sich sorgenvolle Blicke in Länder wie Südkorea, Russland oder Indien mit ihren erheblichen Neuinfektionszahlen. Hinzu gesellen sich allgemeine Ängste, dass sich die wirtschaftliche Erholung langsamer vollziehen könnte als von den Märkten erhofft.

Kurz nach Handelsstart stieg der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 24.331 Punkte, der S&P-500 wie der Nasdaq-Composite legten um 0,2 Prozent zu.

15:27 Uhr

In den USA purzeln die Preise

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Verbraucherpreise in den USA sind inmitten der Coronakrise so stark gefallen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Die Kosten für die Lebenshaltung sanken im April um 0,8 Prozent zum Vormonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Zum Preisrutsch trug der drastische Rückgang der Nachfrage nach Benzin und Dienstleistungen, einschließlich Flügen angesichts der Kontaktbeschränkungen bei. Verglichen mit April 2019 stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent, nachdem die Teuerungsrate im März noch 1,5 Prozent betragen hatte.

US-Notenbank-Chef Jerome Powell hatte jüngst versichert, die Fed könne die Wirtschaft so lange wie nötig über Wasser halten. Sie hat dazu unter anderem bereits ein 2,3 Billionen Dollar schweres Notprogramm aufgelegt.

15:08 Uhr

Porsche SE stockt bei Volkswagen auf

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Porsche SE hat ihren Anteil am Volkswagen-Konzern leicht erhöht. Der Anteil an den Stammaktien des Wolfsburger Autokonzerns stieg auf 53,3 Prozent, wie die Holding, die von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird, mitteilte. Über Kapitalmarkttransaktionen seien von Mitte März bis zum 20. April 0,2 Prozent der Stammaktien der VW AG für 81 Millionen Euro erworben worden. Auf das erste Quartal entfielen 26 Millionen Euro.

Bei dem erneuten Zukauf hat die Porsche SE vom Kursrutsch an der Börse profitiert - die VW-Aktie war bis Mitte März massiv gefallen, hat seitdem aber rund die Hälfte der Einbußen wieder wettgemacht.

14:46 Uhr

Boeing-Boss erwartet Tod einer großen US-Airline

Boeing-Chef David Calhoun geht angesichts der Belastung des Luftverkehrs durch die Coronavirus-Pandemie davon aus, dass eine große US-Fluggesellschaft "höchstwahrscheinlich" ihr Geschäft aufgibt. In einem NBC-Interview sagte der Manager, das Passagieraufkommen werde bis September nicht mehr als 25 Prozent des vor der Pandemie herrschenden Niveaus erreichen, bevor es sich bis Ende des Jahres möglicherweise auf 50 Prozent zubewege.

  • "Es wird auf jeden Fall Anpassungen geben, die von den Fluggesellschaften vorgenommen werden müssen", sagte Calhoun, ohne eine bestimmte Airline zu nennen.
14:22 Uhr

Was bedeutet das "Halving" für den Bitcoin?

Etwa alle vier Jahre kommt es beim Bitcoin zum sogenannten Halving. In diesem fest im Programmiercode verankerten Ereignis wird die Belohnung für das Bitcoin-Mining halbiert. Wie sich das auf den Kurs der Kryptowährung auswirkt, erklären Frauke Holzmeier und Frank Meyer.

13:55 Uhr

Russlands Automarkt ist nur noch ein Trauerspiel

Die Corona-Pandemie hat auch Russland fest im Griff. Deswegen sind im flächenmäßig größten Land der Erde die Autoverkäufe um fast drei Viertel zurückgegangen. Im April sei der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 72,4 Prozent auf nur 39.000 Personenwagen und Kleintransporter eingebrochen, teilte die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) in Moskau mit. Das sei der stärkste Verkaufsrückgang in einem Monat seit Beginn der Aufzeichnungen der Vereinigung, sagte AEB-Autoexperte Thomas Stärtzel.

Die deutschen Autobauer VW und Porsche verkauften nach der AEB-Statistik 68 bzw. 63 Prozent weniger. Der russische Hersteller Avtovaz verzeichnete bei der bekannten Automarke Lada 71 Prozent weniger Verkäufe.

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(Foto: REUTERS)

13:39 Uhr

DIHK erwartet Rekordeinbruch bei Exporten in die USA

Die deutschen Exporteure befürchten wegen der grassierenden Krise einen Rekordeinbruch im Geschäft mit ihrem wichtigsten Kunden USA. Die deutschen Unternehmen erlebten dort einen regelrechten Nachfragekollaps, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. Der DIHK rechnet deshalb damit, dass die Exporte in die USA 2020 um fast 20 Prozent einbrechen werden.

Die USA sind seit Jahren der wichtigsten deutsche Kunde vor Frankreich und China. Bei den Exporten nach China rechnet der DIHK im laufenden Jahr mit einem Rückgang um rund zehn Prozent. Hier ist laut Treier "die wirtschaftliche Talsohle durchschritten" worden.

13:21 Uhr

Wall Street kaum verändert erwartet

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

An der Wall Street setzt sich der Optimismus der Vorwoche auch heute nicht fort. Bereits gestern war es zu Verlusten gekommen, nun tendieren die Futures auf die Leitindizes kaum verändert. Das Thema Corona-Pandemie gewinnt wieder an Schrecken, weil es zum Beispiel in Südkorea, Russland und Indien zu erheblichen Neuinfektionszahlen nach Lockerung der Sperrmaßnahmen kam. Hinzu gesellen sich allgemeine Ängste, dass sich die wirtschaftliche Erholung langsamer vollziehen könnte als von den Märkten erhofft.

Daneben lasten laut Steen Jakobsen von Saxo Bank auch die Spannungen zwischen den Vertretern der EU und Deutschland wegen des Anleihe-Kaufprogramms. Die US-Notenbank könnte gezwungen sein, in einen negativen Leitzins zu gehen, und die Zentralbanken dürften noch lange damit zu tun haben, die Märkte und Volkswirtschaften zu stützen. Damit schwänden zunehmend die Hoffnungen auf eine V-förmige Erholung. Andererseits zeichnet sich kein massiver Rückschlag an der Wall Street ab.

13:00 Uhr

OECD-Frühindikatoren verheißen nichts Gutes

Containerschiffe liegen an den Terminals in Waltershof im Hamburger Hafen. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

(Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild)

Die Frühindikatoren der OECD sind in den meisten großen Volkswirtschaften im April auf ein noch nie dagewesenes Niveau eingebrochen, da die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Pandemie weiterhin schwerwiegende Auswirkungen auf Produktion, Verbrauch und Vertrauen haben. Im April fiel der Frühindikator für den gesamten OECD-Raum auf 95,8 von 98,0 Punkten im Vormonat.

Für die Eurozone wird ein Rückgang auf 94,4 von 97,2 Zählern ausgewiesen, für Deutschland sinkt der Indikator auf 93,7 von 96,8 Punkten. Für die USA meldet die OECD einen leichten Rückgang auf 97,4 von 97,8 Zählern und für Japan auf 98,4 von 98,8 Punkten. In China, wo die Eindämmungsmaßnahmen bereits gelockert wurden, deutet der Frühindikator für den Industriesektor zögerlich auf eine positive Veränderung der Dynamik hin.

12:39 Uhr

Trotz US-Sanktionen: Deutschlands Iran-Geschäft zieht an

Das deutsche Iran-Geschäft ist ungeachtet der US-Sanktionen wieder in Schwung gekommen. Die Exporte in die Islamische Republik wuchsen im ersten Quartal gegen den Trend um 16,8 Prozent auf mehr als 394 Millionen Euro, wie aus Reuters aus Daten des Statistischen Bundesamtes zitiert. Zum Vergleich: Die gesamten Ausfuhren fielen von Januar bis März um 3,3 Prozent wegen der Corona-Krise.

Die Deutsch-Iranische Handelskammer führt das Plus zu einem Teil auf die Lieferung medizinischer Güter im Zusammenhang mit der Pandemie zurück, nennt aber auch den verbesserten Zugang zu Finanzierungen als Grund.

12:15 Uhr

Ryanair-Chef nennt britische Quarantäne-Pläne "idiotisch"

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Michael O'Leary

(Foto: REUTERS)

Die Wortgewalt von Michael O'Leary  ist allgemein bekannt. Nun zieht der Ryanair-Chef über die britische Regierung her. Die geplante 14-tägige Quarantäne für Flugreisende nach Großbritannien bezeichnete der Ire als "idiotische Maßnahme".

  • "Das ist Unsinn und es hat keinen Einfluss darauf, die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen", sagte Michael O'Leary dem Fernsehsender ITV.
  • Man brauche stattdessen effektive Maßnahmen wie Masken und Messungen der Körpertemperatur.

Premierminister Boris Johnson hatte in den vergangenen Tagen Pläne der Regierung im weiteren Kampf gegen die Pandemie vorgestellt. Dabei ging es vor allem um Lockerungen der bislang geltenden strengen Kontaktbeschränkungen. Die zweiwöchige Quarantäne für Flugreisende soll nicht für Passagiere aus Irland und Frankreich gelten. Der Verband der britischen Fluggesellschaften Airlines UK hatte zuvor schon vor Quarantäne-Maßnahmen gewarnt. Dies würde "den internationalen Reiseverkehr nach Großbritannien effektiv töten und der Luftfahrtbranche und der übrigen britischen Wirtschaft einen unermesslichen Schaden zufügen", hieß es in einer Mitteilung.

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12:09 Uhr

Dax dümpelt vor sich hin

Tote Hose an der Frankfurter Börse: Dax und MDax notierten am Mittag mit 10.829 beziehungsweise 23.859 Punkten auf gestrigem Niveau. Lediglich der TecDax legte um 0,5 Prozent auf 3003 Zähler zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent leichter bei 2883 Stellen. Relevante Konjunkturdaten gibt es heute nicht.

  • "Die Investoren müssen erst den richtigen Ausgleich finden zwischen Lockerungsmaßnahmen auf der einen Seite und der zunehmenden Erkenntnis über das Ausmaß der Schäden für die Wirtschaft auf der anderen", sagte ein Händler.
11:53 Uhr

Bafin durchleuchtet Sonderprüfungsbericht zu Wirecard

Wirecard
Wirecard ,62

Nun schreitet die Bafin zur Tat: Die deutsche Finanzaufsicht nimmt die Aussagen des Zahlungsdienstleisters Wirecard vor Veröffentlichung des Sonderprüfungsberichts genauer unter die Lupe. Die Bafin analysiere mit Hochdruck den KPMG-Bericht und ob es im Vorfeld irreführende Angaben von Wirecard gegeben habe.

  • "Sobald wir Anhaltspunkte dafür finden, werden wir unverzüglich Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen", sagte Elisabeth Roegele, Chefin der Bafin-Wertpapieraufsicht.

Bei dem Dax-Konzern waren nach dem Abschluss einer Sonderprüfung zu Bilanzfälschungsvorwürfen zentrale Fragen unbeantwortet geblieben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG meldete in ihrem Bericht zu den Geschäftsjahren 2016 bis 2018, dass wesentliche Unterlagen fehlten - hauptsächlich zum Geschäft mit Drittfirmen, die Zahlungen im Auftrag von Wirecard abwickeln.

Wie geht es eigentlich der Wirecard-Aktie? Nach dem kräftigem Zugewinn am gestrigen Tag verbilligte sie sich um 0,5 Prozent.

11:32 Uhr

Coronavirus erschüttert auch einen Ölgiganten

Beim Ölkonzern Saudi Aramco ist im Auftaktquartal 2020 wegen des drastischen Ölpreisverfalls im Zuge der Corona-Krise der Gewinn eingebrochen. Der Jahresüberschuss sei im ersten Quartal im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 16,7 Milliarden US-Dollar gefallen, wie der Energieriese in Riad mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um 15 Prozent auf knapp 67 Milliarden Dollar. Die Produktion ging leicht zurück.

Ende des vergangenen Jahres hatte der saudische Staatskonzern den größten Börsengang aller Zeiten hingelegt.

11:14 Uhr

Thyssenkrupp sieht kein Liquiditätsproblem - Kurs stürzt ab

Ist das ein lautes Pfeifen im dunklen Wald? Der kriselnde Industriekonzern Thyssenkrupp sieht seine finanzielle Situation trotz steigender Verluste und Schulden gesichert. "Wir haben kein Liquiditätsproblem", sagte Finanzchef Klaus Keysberg in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Er verwies unter anderem auf die erwarteten Einnahmen aus dem 17,2 Milliarden Euro schweren Verkauf der Elevator-Sparte. Das Geld werde bis Ende September erwartet. Danach werde Thysssenkrupp auch den Überbrückungskredit der KfW-Bank von rund einer Milliarde Euro zurückzahlen. Wie geht es der Aktie? Rund minus 10 Prozent.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,17

10:49 Uhr

Corona-Angst beflügelt Goldpreis

Die Furcht vor wieder steigenden Coronavirus-Infektionszahlen im Zuge der eingeleiteten Lockerungen greifen Anleger wieder bei der "Krisenwährung" Gold zu. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 1703,22 US-Dollar je Feinunze. Der Preiszuwachs wurde allerdings durch die Aufwertung des Dollar in Schach gehalten.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Weil sich Anleger vermehrt mit der Weltleitwährung eindecken, zog der Dollar-Index auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen an. Dadurch wird Gold für Investoren außerhalb der USA teurer.

10:27 Uhr

Norwegen nimmt Rekordsumme aus seinem Mega-Staatsfonds

Norwegische Krone, Kronor

(Foto: REUTERS)

Wohl dem Staat, der über den größten Staatsfonds der Welt verfügt: Norwegen zapft angesichts der wirtschaftlichen Probleme durch die Corona-Pandemie eine Rekordsumme aus seinem billionenschweren Fonds ab. 419,6 Milliarden Kronen (umgerechnet rund 38 Milliarden Euro) sollen in diesem Jahr abfließen, wie das Finanzministerium in Oslo mitteilte. Dies entspricht 4,2 Prozent des am 1. Januar ermittelten Staatsfonds-Wertes. Die norwegische Regierung darf die eigentlich geltende Obergrenze für Entnahmen aus dem gut gefüllten Topf von drei Prozent nur in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten brechen.

Zusätzliche Arbeitslosenunterstützung, Hilfen für Unternehmen und Investitionsanreize für die Ölindustrie sollen so finanziert werden. Der Fonds, der sich aus den Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft speist, ist etwa dreimal so viel wert wie das jährliche Bruttoinlandsprodukt des skandinavischen Landes. Seine Erträge sichern den umfangreichen Wohlfahrtsstaat ab.

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10:09 Uhr

Franzosen klotzen ran - "Marshallplan" für Tourismusbranche

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Schloss Vaux-le-Vicomte im französischen Maincy.

(Foto: imago images / viennaslide)

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Frankreich bereitet einen "Marshallplan" für seine angeschlagene Tourismusbranche vor. Für den von der Corona-Pandemie betroffenen Sektor seien Hilfen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro geplant, erklärte das staatliche Finanzinstitut Caisse des Dépôts.

Das Hilfsprogramm soll in dieser Woche von einem Ausschuss unter Leitung von Premierminister Edouard Philippe auf den Weg gebracht werden, wie der Vizechef der Caisse des Dépôts, Olivier Sichel, sagte. Es gehe um einen "großen Marshallplan für den Tourismus". Nach seinen Angaben sollen die Finanzhilfen unter Auflagen vergeben werden. Voraussetzungen seien Umweltschutz und die Nutzung digitaler Techniken, "damit das Angebot allen Franzosen zugänglich gemacht wird", betonte Sichel.

09:57 Uhr

Aareal-Bank-Aktie gehört zu größten Krisenverlierern

Aareal Bank
Aareal Bank 16,10

Die Corona-Krise hat den Immobilienfinanzierer Aareal Bank im ersten Quartal etwas härter getroffen als von Experten befürchtet. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr um rund 82 Prozent auf 11 Millionen Euro gefallen, teilte das Geldinstitut damit. Experten hatten mit einem Gewinnrückgang auf 15 Millionen Euro gerechnet. Grund für das deutlich niedrigere operative Ergebnis ist eine von 5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 58 Millionen Euro aufgestockte Risikovorsorge.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Aareal Bank derzeit mit einem deutlich positiven Betriebsergebnis. Die im MDax notierte Aareal-Aktie hat in den vergangenen Wochen stark unter dem Corona-Crash gelitten. Mit einem Minus von mehr als 50 Prozent gehört sie zu den größten Verlierern unter den Standardwerten in den vergangenen Wochen. Am Vormittag gewann das Papier 2,5 Prozent.

09:36 Uhr

Abgang von Ex-Siemens-Chef lässt SNP-Schneider-Kurs einbrechen

Der Abgang des ehemaligen Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld lastet auf den Aktien des Softwareunternehmens SNP Schneider. Die Papiere notierten 7,6 Prozent leichter und waren damit Schlusslicht im SDax. Kleinfeld verlasse den Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung, teilte das Unternehmen mit.

SNP Schneider
SNP Schneider 46,90

09:08 Uhr

Dax bleibt im Startblock hängen - Thyssenkrupp-Aktie tiefrot

Dax
Dax 12.063,57

Nach den gestrigen moderaten Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt mit einem Minus in den Handel eingestiegen. Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten 0,5 Prozent auf 10.776 Punkte. Der MDax notierte 0,4 Prozent tiefer bei 23.780 Zählern. Der TecDax sackte um 0,5 Prozent auf 2973 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 2876 Punkte nach unten.

Im Dax gewannen Deutsche Post nach Quartalszahlen 2,3 Prozent. Allianz verbilligten sich nach dem Öffnen der Bücher um 2,3 Prozent. Im MDax ließen Thyssenkrupp nach desolaten Zahlen mit minus 6,3 Prozent kräftig Federn.     

08:58 Uhr

Post steigert Umsatz - Corona-Krise lässt Gewinn schrumpfen

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(Foto: dpa)

Trotz der Corona-Krise hat die Deutsche Post im ersten Quartal beim Umsatz besser abgeschnitten als erwartet. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 1 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte. Allerdings bekam das Bonner Unternehmen die Folgen der Pandemie dennoch deutlich zu spüren. So sackte das operative Ergebnis (Ebit) um fast die Hälfte auf 592 Millionen Euro ab, die Umsatzrendite fiel um 3,7 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.

Das Aus für den Streetscooter verursachte zusätzliche Kosten in Millionenhöhe. Die Produktion des Elektrolieferwagens wird noch in diesem Jahr eingestellt. Der Überschuss brach unter dem Strich um 60 Prozent auf 301 Millionen Euro ein.

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08:48 Uhr

Ryanair will Flugbetrieb im Juli forcieren

Europas größter Billigflieger Ryanair will seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder deutlich hochfahren. Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden, teilte das irische Unternehmen mit. Voraussetzung sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz eingeführt würden.

Täglich würde Ryanair nach eigenen Angaben dann fast 1000 Flüge anbieten und damit 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte.

Ryanair
Ryanair 12,24

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08:37 Uhr

Corona lässt Allianz-Gewinn einbrechen

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(Foto: dpa)

Die Schäden und Marktturbulenzen infolge der Coronavirus-Pandemie haben bei der Allianz im Schaden- und Unfallgeschäft und in der Lebensversicherung deutliche Spuren hinterlassen. Im ersten Quartal brach der operative Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro ein. Der Überschuss sackte um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ab.

Für eine neue Gewinnprognose für 2020 ist es aus Sicht von Vorstandschef Oliver Bäte weiterhin zu früh. Das ursprüngliche Ziel eines operativen Gewinns von 11,5 bis 12,5 Milliarden Euro sei aber wohl nicht zu erreichen. Steigern konnte der Dax-Konzern seinen operativen Gewinn einzig im Fondsgeschäft seiner Töchter Pimco und Allianz Global Investors, wo das Ergebnis um fast 19 Prozent zulegte.

08:05 Uhr

Eon profitiert von Innogy-Übernahme

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Eon 9,26

Der Energiekonzern Eon hat im ersten Quartal von der Übernahme des Konkurrenten Innogy profitiert. So stieg das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Der Umsatz wurde mit 17,7 Milliarden Euro fast verdoppelt.

Unter dem Strich fiel jedoch ein Verlust von 327 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 387 Millionen vor einem Jahr. Hier belasteten Kosten für die Integration von Innogy. Dazu kamen negative Effekte aus der Marktbewertung von Derivaten, mit denen das Unternehmen Preisschwankungen absichert. Bereinigt um diese und weitere Effekte steigerte Eon seinen Nettogewinn um 6 Prozent auf 691 Millionen Euro. Den Jahresausblick bestätigte Eon. Die Folgen für die Corona-Pandemie für die Energiewirtschaft seien nach dem ersten Quartal jedoch noch nicht vollständig zu beurteilen.

07:35 Uhr

Dax tritt auf der Stelle

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Die Furcht der Anleger vor einer zweiten Coronavirus-Infektionswelle hatte dem Leitindex gestern zugesetzt. Er ging 0,7 Prozent schwächer aus dem Handel. Auch die laufende Bilanzsaison steht ganz unter dem Eindruck der Pandemie-Auswirkungen auf die Wirtschaft. Am Morgen legten unter anderem Eon und Allianz ihre Zahlen vor.

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Dax 12.063,57

07:26 Uhr

Toyota rechnet mit drastischen Gewinneinbußen

Toyota rechnet wegen der weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit dem niedrigsten Betriebsgewinn seit fast einem Jahrzehnt. Der größte japanische Autobauer stellte heute für das bis März 2021 laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 500 Milliarden Yen (umgerechnet 4,3 Milliarden Euro) in Aussicht. Das entspricht einem Rückgang um 80 Prozent zum gerade abgelaufenen Geschäftsjahr, in dem Toyota 2,4 Billionen Yen erzielte.

Das Management des weltweit zweitgrößten Autokonzerns nach Volkswagen geht davon aus, dass der globale Pkw-Absatz von April bis Juni im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um 60 Prozent fallen wird. Für sich selbst prognostiziert Toyota in seinem Geschäftsjahr 8,9 Millionen Auslieferungen nach 10,46 Millionen im abgelaufenen Jahr.

07:04 Uhr

Thyssenkrupp rutscht tief in die Verlustzone

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,18

Die Coronakrise und starke Einbußen in der Stahlsparte haben Thyssenkrupp gehörig die Bilanz verhagelt. Das seit Jahren kriselnde Traditionsunternehmen fuhr in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 (per Ende September) im Gesamtkonzern einen Nettoverlust von 1,32 Milliarden Euro ein, wie die Essener am Morgen mitteilten. Im operativen Geschäft (bereinigtes Ebit) lag der Verlust bei 30 Millionen Euro nach einem Gewinn von 457 Millionen Euro vor Jahresfrist. Allein die Stahlsparte, die künftig wieder im Zentrum der Strategie stehen soll, verbuchte einen Verlust von fast 400 Millionen Euro.

Vorstandchefin Martina Merz setzt auf den Eingang der Summe aus dem 17,2 Milliarden Euro schweren Verkauf der Aufzugssparte. "Allerdings ist heute schon klar, dass Corona unseren Spielraum deutlich einschränken wird", sagte sie. Im Gesamtjahr erwartet Thyssenkrupp im fortgeführten Geschäft (ohne Aufzüge) ein stark negatives Ergebnis.

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06:37 Uhr

Angst vor zweiter Welle lähmt Asiens Börsen

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Asiatische Aktien sind heute in Sorge um eine mögliche zweite Infektionswelle abgerutscht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 20.349 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1476 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

In der zentralchinesischen Stadt Wuhan wurden gestern fünf neue Fälle gemeldet. Der Blick nach Wuhan veranlasste die Investoren, eine möglichst sichere Rückkehr an die Arbeitsplätze zur Wiedereröffnung der Wirtschaft infrage zu stellen. Die Märkte beobachten auch Chinas Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten und Australien. US-Präsident Donald Trump sagte gestern, er sei gegen eine Neuverhandlung des Handelsabkommens zwischen den USA und China. Australien drängt wie die USA auf eine Untersuchung des Virusursprungs. Australische Medien berichteten, dass China im Gegenzug den Import von vier Schlachthöfen ausgesetzt habe.