Dienstag, 20. März 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:03 Uhr

Dow und Euro schieben Dax nach oben

Der deutsche Leitindex hat nach Verlusten am Dienstag wieder den Weg nach oben gefunden. Als Stütze für den lange richtungslosen deutschen Leitindex erwiesen sich die Kursgewinne bei seinem US-Pendant Dow Jones Industrial und der zunehmend schwächelnde Euro. Der könnte deutsche Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums erschwinglicher machen.

DAX
DAX 12.744,00

Bis Handelsschluss machte der Dax 0,7 Prozent gut und landete auf 12.307 Punkten. Händler sprachen vor allem von einer Gegenbewegung auf die kräftigen Vortagesverluste.

Andererseits wurde der Handel durch die zweitägigen Beratungen der US-Notenbank Fed über die weitere US-Geldpolitik gebremst. Eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gilt als wahrscheinlich. "Umso genauer dürften Hinweise auf die Anzahl weiterer Zinsschritte innerhalb dieses Jahres beobachtet werden", sagte Analyst Gregor Kuhn von der Bernstein Bank.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Über allem schwebt zudem die Angst vor einem eskalierenden internationalen Handelskonflikt. Dies machte sich auch im ZEW-Konjunkturindex bemerkbar, der im März überraschend stark fiel. Der Euro sank daraufhin um etwa einen halben US-Cent unter 1,23 Dollar.

Bei den Einzeltiteln im Dax zählten Adidas mit einem Plus von 1,1 Prozent zu den Top-Favoriten. Rückenwind gab der Rivale Puma, dessen Aktien getrieben von der Aussicht auf höhere Profitabilität im SDax um 5,7 Prozent nach oben schossen.

Ebenfalls gefragt waren am zweiten Tag ihres Einzugs in die erste Börsenliga die Aktien des Kunststoffherstellers Covestro, die um 3,1 Prozent zulegten.

Das war der Börsen-Tag für heute. Ich verabschiede mich in den Feierabend. Die Kollegen der Spätschicht halten Sie weiter auf dem Laufenden. Wenn Sie noch etwas Zeit und Muße haben, möchte ich Ihnen den Artikel des Kollegen Max Borowski zu Facebook empfehlen. Er ist der Frage nachgegangen, "Was diesmal anders ist". Hier mehr

17:10 Uhr

Diesel-Razzien können Autowerte kaum bremsen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaften im Diesel-Skandal lassen die Anleger von VW und BMW weitgehend kalt.

BMW
BMW 58,95

Die Aktien beider Autobauer fahren mit Kursgewinnen von jeweils gut einem Prozent im Dax sogar relativ weit vorne mit. "Das ist finanziell für uns abgehakt", sagt ein Händler. Dabei standen bei beiden Konzernen am Dienstag erneut die Fahnder vor der Tür.

Daimler verlieren dagegen leicht. Die Analysten der Bank Bernstein hatten die Aktien auf "market-perform" heruntergestuft und dies mit der komplexen Lage nach dem Einstieg des chinesischen Autobauers Geely begründet. Die Beziehung zu managen, werde den Vorstand Zeit kosten, so die Analysten. Sie vermuten zudem, dass die Chinesen mit ihrem Einstieg eine strategische Lösung für Volvo Cars suchen werden.

16:41 Uhr

IEA: Ölnachfrage wird deutlicher steigen

Die weltweite Ölnachfrage wird in diesem Jahr nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) deutlicher als bisher erwartet zunehmen.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 40,90

Dadurch werde der Effekt einer höheren Produktion von US-Schieferöl teilweise ausgeglichen, teilte die IEA in ihrem aktuellen Monatsbericht mit. Laut IEA wird die weltweite Tagesnachfrage nach Öl 2017 um 1,5 Millionen auf 99,3 Millionen Barrel steigen. Das sind 90.000 Barrel mehr als zuletzt geschätzt.

Ursache sei eine höhere Nachfrage aus den Industrieländern.

  • Ungeachtet des festen Dollar zeigt sich der Ölpreis derweil im Aufwind. Nach der kurzen Unterbrechung am Vortag knüpft der Preis wieder an die Gewinne der Vorwoche an.
  • Aktuell treibt die erneuerte saudische Kritik an Irans Atomprogramm, die sich zu der harten Position der USA in dieser Frage gesellt. Sollten neue Sanktionen gegen Iran erlassen werden, würde wohl auch der Ölexport erschwert.
  • Zudem sinkt die Förderung im Krisenland Venezuela.

Das Barrel der US-Sorte WTI steigt um 2,3 Prozent auf 63,54 Dollar, Brent rückt um 2,1 Prozent auf 67,52 Dollar vor.

16:31 Uhr

Durchsuchungen bei Alno

Bei ihren Ermittlungen zur Insolvenz des Küchenbauers Alno hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart in mehreren Bundesländern Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen lassen.

Alno
Alno ,00

Es gehe um den Verdacht der Insolvenzverschleppung und des Betruges gegen zwölf aktive und ehemalige Vorstände und Geschäftsführer der Alno AG und deren Tochterunternehmen, teilten die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit. Insgesamt seien vier Staatsanwälte und mehr als 100 Polizisten in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt im Einsatz gewesen.

Die Alno AG aus Pfullendorf hatte vergangenes Jahr nach jahrelanger finanzieller Misere Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Martin Hörmann geht aber davon aus, dass das Unternehmen schon deutlich eher zahlungsunfähig war.

15:39 Uhr

Flugausfälle bei Lufthansa-Tochter AUA

Der Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) wird an diesem Donnerstag zu zahlreichen Flugausfällen führen.

Lufthansa
Lufthansa 9,10

70 der für diesen Tag geplanten 380 Flüge wurden gestrichen, wie ein Sprecher sagte. 5400 Passagiere bei Reisen vorwiegend innerhalb Europas seien dadurch betroffen, Langstrecken sollen aber weiterhin starten. Grund für die Ausfälle ist eine Betriebsversammlung des fliegenden Personals. Flugbegleiter und Piloten sollen dort über die stockenden Gehaltsverhandlungen informiert werden. Das Unternehmen bezeichnete die Versammlung als unverhältnismäßig.

Die Gewerkschaft hält das aktuelle Angebot der Airline - ein Gehaltsplus von 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung von 1,4 Prozent - für die knapp 4000 Mitarbeiter an Bord für zu niedrig. Betroffen sind unter anderem Flüge zwischen Wien und Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart.

15:12 Uhr

Erholung an der Wall Street - Oracle stürzen ab

Nach dem Ausverkauf der Technologieaktien am Vortag und einem schwachen Gesamtmarkt erholen sich die Kurse an der Wall Street etwas. Kurz nach Handelsstart gewinnt der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 24.709 Punkte, der S&P-500 steigt um 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent.

S&P 500
S&P 500 3.180,00

Viele Investoren dürften aber vorsichtig agieren, weil am Mittwoch die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung mitteilen wird. Zudem treten am Freitag die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle in Kraft. Hinter den Kulissen versuchen zahlreiche ausländische Politiker, diese noch zu verhindern.

Bei den Aktien bleibt der Technologiesektor im Blick. Dem Facebook-Debakel folgt die Orcacle-Misere. Facebook waren am Montag abverkauft worden, nachdem ein umfangreicher Datenmissbrauch bekannt geworden war.

Oracle
Oracle 49,94

Der Softwareriese Oracle hat einen enttäuschenden Umsatzausblick auf das Cloud-Geschäft geliefert. Oracle habe damit das dritte Mal in Folge mit dem Ausblick enttäuscht, heißt es. Oracle sausen um 8,5 Prozent nach unten.

14:57 Uhr

Innogy-Jobs: Bundesregierung sieht sich nicht zuständig

Die Bundesregierung will sich bei dem vor der Zerschlagung stehenden Energiekonzern Innogy, bei dem Tausende Stellen bedroht sind, vorerst nicht aktiv einschalten.

Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung für eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Bundestags hervor. In dem Bericht, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es lediglich: "Die Bundesregierung würde es begrüßen, wenn möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben."

Eon und RWE wollen die Geschäfte der RWE-Netz- und Ökostromtochter Innogy unter sich aufteilen. Dabei sollen nach Angaben von Eon bis zu 5000 von derzeit rund 41.000 Stellen gestrichen werden.

Weiter heißt es in dem Regierungsbericht: Es handle sich bei den geplanten Transaktionen um "unternehmerische Entscheidungen", an denen die Bundesregierung nicht beteiligt sei.

14:01 Uhr

Elon Musk in geheimer Mission in Israel

Der Elektroautopionier und Tesla-Chef Elon Musk lotet laut einem Medienbericht eine Zusammenarbeit mit dem israelischen Startup Cortica aus. Die Firma gilt als Spezialist für Künstliche Intelligenz. Die Verhandlungen könnten zu einer Investition oder sogar einer Übernahme führen, berichtet die Internetseite Globes.

*Datenschutz

Die in Tel Aviv ansässige Firma stellt nach eigenen Angaben eine Technologie her, die es selbstfahrenden Autos ermöglicht, bewegliche Teile in der Umgebung zu identifizieren und sogar mögliche Änderungen im Umfeld vorauszusagen.

Musk hat ein Video von sich in einer Bar in Jerusalem auf Instagram gepostet. Der Clip soll ein paar Tagen alt und in der Gatsby-Bar in der Jerusalemer Hillel Street gedreht worden sein. Er sei erst später veröffentlicht worden, um Musks Besuch in Israel geheim zu halten, schreibt Globes.

Nach einem für eine Fußgängerin tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto hat der Fahrdienst Uber in den USA die Erprobung von autonom fahrenden Wagen vorerst gestoppt. Sicherheitsbedenken mit Blick auf selbstfahrende Autos gibt es schon seit einem tödlichen Unfall mit einem Wagen mit einem teilautonomen System von Tesla im Juli 2016.

Kollege Volker Petersen hat sich den Fall Uber genauer angeschaut. Lesen sie hier

Update 20.21 Uhr: Tesla dementiert, dass Elon Musk in Israel Kooperationsgespräche mit Cortica geführt hat. Musk sei zwar in Israel, aber nicht, um dort mit Cortica zu sprechen, sagte ein Sprecher. Anderslautende Berichte seien "komplett falsch".

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 1.208,66

 

13:38 Uhr

USA verbieten Venezuelas Cyber-Devise Petro

Die USA verbieten jegliche Transaktionen mit der neuen venezolanischen Kryptowährung Petro. Präsident Donald Trump habe einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, teilte das US-Präsidialamt in der Nacht mit.

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Die Währung Petro soll die Finanznöte Venezuelas lindern, das durch US-Sanktionen von den internationalen Finanzmärkten abgeschnitten ist.

Alle Geschäfte mit dieser Cyber-Devise seien ein Verstoß gegen die US-Sanktionen. "Investitionen in 'Petro' sollten als direkte Unterstützung dieser Diktatur gewertet werden und als Versuch, die demokratische Ordnung in Venezuela zu untergraben", sagte ein hochrangiges Mitglied der US-Regierung.

12:35 Uhr

Auch mit Ryanair: Lauda braucht Hilfe von Lufthansa

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Laudamotion hat nur sechs Jets. Für das weitere Wachstum auf bis zu 21 Flugzeuge braucht Lauda weitere Partner.

dpa

Niki Lauda will nach dem überraschenden Einstieg von Ryanair bei seiner Fluggesellschaft Laudamotion die Gespräche mit der Lufthansa über einen Leasingvertrag fortsetzen. 

Laudamotion kann zunächst nur mit sechs Jets starten. Deshalb drängt Lauda auf eine Partnerschaft mit der Lufthansa-Tochter Eurowings.

"Die Eurowings/Lufthansa-Verhandlungen gehen genauso weiter wie vorher geplant", bestätigt der frühere Rennfahrer in Düsseldorf. Man warte nur auf die Genehmigung der deutschen Kartellbehörden.

12:08 Uhr

Auswärtiges Amt: Lösung im Stahlstreit "weit entfernt"

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dpa

Die Chancen für eine Einigung im Zollstreit mit den USA werden im Bundesaußenministerium pessimistisch eingeschätzt.

Ab Freitag greifen die von US-Präsident Donald Trump zum Schutz der heimischen Industrie verhängten Abgaben von 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminiumeinfuhren.

"Wir sind derzeit weit von einer vernünftigen Lösung entfernt", sagt Europa-Staatsminister Michael Roth in Brüssel. Ziel sei es, einen Kompromiss zu finden, der die EU von den US-Schutzzöllen auf Stahl und Aluminiumimporte ausnimmt. Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der in Washington verhandelt, hat sich nur verhalten optimistisch geäußert.

Die Furcht vor einem Handelskrieg mit den USA hat die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten in Deutschland deutlich eingetrübt. Der ZEW-Index für März ging um 12,7 Punkte auf nur noch 5,1 Punkte zurück, wie das ZEWmitteilt. Der langfristige Mittelwert liegt bei über 23 Punkten.

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11:00 Uhr

Der Turbo für Porsche: VW-Eigner machen Milliardengewinn

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Alles im grünen Bereich.

Porsche

Die Holdinggesellschaft Porsche hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und ihre Prognose übertroffen. Das verdankt das Stuttgarter Unternehmen erneut den Rekordgewinnen der Volkswagen AG, an der die Porsche Automobil Holding SE beteiligt ist.

Porsche SE
Porsche SE 53,36

Der Konzerngewinn nach Steuern sprang im vergangenen Jahr auf 3,33 Milliarden Euro, nach 1,37 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Angepeilt hatte die Porsche-Holding einen Gewinn von 2,1 bis 3,1 Milliarden Euro.

Die Aktionäre dürfen sich freuen. Sie profitieren davon mit einer höheren Dividende, wie die Porsche SE bereits mitgeteilt hat.

VW schreibt derweil weiter Negativschlagzeilen. Lesen Sie hier:  "Verdacht der Marktmanipulation: VW hat Staatsanwaltschaft am Hals"

10:50 Uhr

Buba: Finanzfirmen profitieren von Brexit-Übergangszeit

Die zwischen der EU und Großbritannien vereinbarte Brexit-Übergangszeit verschafft Finanzfirmen aus Sicht der Bundesbank mehr Planungssicherheit.

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In der Übergangszeit muss sich London an EU-Regeln halten und bekommt dafür Zugang zum EU-Binnenmarkt und zu Zollunion.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die Unternehmen gewinnen Zeit, ihre Organisationen umzubauen, sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret in Dublin. "Das kann auch die langfristigen Kosten des Brexit verringern." Dombret ist bei der Bundesbank für die Bankenaufsicht zuständig.

Die EU und Großbritannien hatten sich am Montag auf eine Übergangszeit nach dem EU-Austritt verständigt. Diese soll ab dem Brexit im März 2019 für 21 Monate gelten.

10:27 Uhr

Steinhoff prüft Verkauf von Afrika-Geschäft

Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Steinhoff prüft nach eigenen Angaben alle Optionen, um seine Schulden zu bedienen. Damit reagiert das in Deutschland durch die Möbelkette Poco bekannte Unternehmen auf einen Bericht der Agentur "Bloomberg", wonach sich Steinhoff auch von Anteilen seiner Tochter Steinhoff Africa Retail (STAR) trennen könnte. Steinhoff hält 77 Prozent an der Tochter.

Steinhoff
Steinhoff ,06

Der SDax-Konzern hatte zuvor angekündigt, rund zwei Milliarden Euro durch Verkäufe abseits seines Kerngeschäfts aufbringen zu wollen. Von Anteilen an seiner südafrikanischen Beteiligung KAP Industrial hat sich Steinhoff bereits getrennt.

Das Unternehmen wird von einer Affäre um Bilanz-Unregelmäßigkeiten belastet. Die Enthüllungen hatten nicht nur den Aktienkurs zeitweise um bis zu 90 Prozent nach unten gedrückt, sondern Steinhoff auch in eine Liquiditätskrise gestürzt.

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09:59 Uhr

Niki Lauda reicht Laudamotion an Ryanair weiter

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Niki Lauda: Und tschüss!

REUTERS

Etwas wundern darf man sich schon: Niki Laudas neue Fluglinie Laudamotion ist noch gar nicht gestartet und schon ist die österreichische Fluglinie verkauft. Das Sagen hat künftig Ryanair. Die irische Fluggesellschaft übernimmt in einem ersten Schritt knapp ein Viertel der Anteile, will danach aber so schnell wie möglich auf 75 Prozent aufstocken und damit die Mehrheit übernehmen.

Ryanair investiert für diese 75-Prozent-Beteiligung weniger als 50 Millionen Euro, heißt es in Dublin. Darüber stelllt sie weitere 50 Millionen für Betriebskosten zur Verfügung.

Niki-Gründer Lauda hatte das Unternehmen nach der Air-Berlin-Pleite für knapp 50 Millionen Euro zurückgekauft, nachdem eine Übernahme durch die Lufthansa am Widerstand der EU gescheitert war. Kurios: Als Niki Lauda vergangenen Freitag vor die Presse trat, war davon noch keine Rede. Zu dem Zeitpunkt war wohl aber schon klar, dass er seine Laudamotion nicht behalten wird.

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09:43 Uhr

EU-Firmen kehren Großbritannien den Rücken

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High Noon: Der Brexit vertreibt Unternehmen.

dpa

Die Unsicherheit über den britischen EU-Austritt zieht Kreise:

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,11

Laut Wirtschaftsverband Chartered Institute of Procurement and Supply (CIPS) haben 14 Prozent der europäischen Firmen mit einer Präsenz in Großbritannien - von Büros über Lagerhäuser bis hin zu Fabriken - Schritte unternommen, ihre Geschäfte auf der Insel abzubauen.

Elf Prozent zogen demnach bereits Mitarbeiter aus dem Königreich ab und verlagerten die Jobs in andere Länder. Hinzu kommt, dass nahezu jeder dritte Betrieb wegen der Brexit-Folgen seine Preise anhob - vor allem, weil sich durch die Abwertung der Landeswährung Pfund die Importe verteuerten.

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09:21 Uhr

Dax leicht erholt - Warten auf US-Notenbank Fed

Nach den jüngsten Kursverlusten nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt. Wenige Stunden vor Beginn der Beratungen der Notenbank Fed über die US-Geldpolitik scheuen sie aber offenbar größere Käufe.

Dax
Dax 12.744,00

Der Dax liegt kurz nach Handelsbeginn 0,2 Prozent im Plus bei 12.248 Punkten.

"Eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte morgen gilt an den Börsen als ausgemacht", sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Wichtiger seien daher Hinweise auf die Zahl der Zinserhöhungen in diesem Jahr. "Die Prognosen der meisten Analysten schwanken zwischen zwei und vier."

Bei den Unternehmen geben die Aktien von SAP gegen den Trend um 0,5 Prozent nach. US-Rivale Oracle verfehlte mit einem Wachstum von knapp 32 Prozent im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäfts die Erwartungen der Analysten. Die in Frankfurt notierten Papiere des US-Softwarekonzerns fallen daraufhin um gut sieben Prozent.

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08:52 Uhr

Nikkei schließt mit Minus

Im Sog fallender US-Technologiewerte haben auch die asiatischen Börsen nachgegeben. Der japanische Nikkei-Index verlor 0,5 Prozent und schloss auf 21.381 Punkte. Außerdem mache der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank die Anleger nervös, sagte Anlagestratege Hiroaki Mino von der Investmentbank Mizuho. "Der Markt ist komplett gespalten in der Frage, ob die Fed für dieses Jahr drei oder vier Zinserhöhungen signalisieren wird." Eine Anhebung des Schlüsselsatzes um 0,25 Prozentpunkte am Mittwoch gilt als sicher.

Die asiatischen High-Tech-Titel litten unter den Kursverlusten ihrer US-Rivalen, denen wiederum die Facebook-Datenaffäre zu schaffen machte. Das weltweit größte Online-Netzwerk steht wegen der angeblich unerlaubten Nutzung von Kundendaten für Wahlwerbung durch eine britische Firma unter Druck. In Japan gaben die Aktien der Chipindustrie-Zulieferer Tokyo Electron und Advantest bis zu 2,6 Prozent nach.

08:28 Uhr

Schnelle Trendwende bei Tom Tailor überrascht

Tom Tailor
Tom Tailor ,48

Die Händler rechnen mit einer sehr positiven Kursreaktion bei Tom Tailor. "Der Umbau der Gruppe kommt etwas schneller voran als gedacht", sagt ein Börsianer. Entsprechend sei die Trendwende im Geschäftsjahr 2017 stärker als erwartet mit einem etwas höheren Gewinn ausgefallen.

Überraschend sei hier der stärkere Margenanstieg auf nunmehr 9 Prozent. Noch wichtiger sei allerdings der deutliche Rückgang der Nettoverschuldung auf rund 113 Millionen Euro nach fast 195 Millionen Euro im Vorjahr.

08:09 Uhr

Ölpreise ziehen an

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 43,37

Die Ölpreise sind im frühen Handel um etwa einen halben Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete 66,59 US-Dollar. Das waren 54 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg in ähnlichem Ausmaß um 53 Cent auf 62,59 Dollar.

  • Starke Impulse gab es im frühen Handel zunächst nicht. Gestützt werden die Ölpreise nach wie vor durch die strikte Einhaltung der Fördergrenze, die das Ölkartell Opec gemeinsam mit anderen Produzenten wie Russland eingeführt hat. Ziel der Aktion sind eine Verminderung der Lagerbestände und höhere Ölpreise.
  • Das Konzept geht aber nur bedingt auf, weil zugleich die Rohölförderung in den USA beständig steigt. Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten bald zum weltgrößten Produzenten aufsteigen.
07:57 Uhr

Euro hält sich über 1,23 Dollar

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Euro hat seine deutlichen Gewinne vom Vortag weitgehend halten können. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2340 US-Dollar und damit geringfügig weniger als am späten Montagabend. Zu Wochenbeginn hatte der Euro gut einen halben Cent an Wert gewonnen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2309 Dollar festgesetzt.

Die Anleger an den Finanzmärkten blicken ebenfalls auf die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts. Die Umfrage unter Finanzexperten gilt als loser Konjunkturindikator, der stark durch die Börsenstimmung geprägt ist. Schon im Februar hatten sich die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten in einem Rückgang der Kennzahl bemerkbar gemacht. Analysten erwarten für März einen abermaligen Rücksetzer.

07:35 Uhr

Stabilisierung des Dax erwartet

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(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Nach dem jüngsten Kursrückgang des Dax werden Börsianern zufolge einige Anleger die Gelegenheit zum Einstieg in den deutschen Aktienmarkt nutzen. Am Montag hatte der Leitindex unter dem Eindruck von Zinsspekulationen und dem Absturz der Facebook-Aktien 1,4 Prozent verloren und bei 12.217 Zählern geschlossen. Vorbörslich notierte der Dax 0,5 Prozent höher bei 12.274 Punkte.

In Washington beginnt die zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der Fed, der erstmals unter dem neuen Chef Jerome Powell tagt. Anleger erwarten eine Zinserhöhung, werden sich aber noch bis Mittwochabend (MEZ) gedulden müssen. Dann wird die Entscheidung veröffentlicht.

Lesen Sie mehr dazu hier.

In Deutschland steht der ZEW-Index auf dem Terminplan, der die Stimmung der Börsenprofis widerspiegelt. Überwiegend wird mit einem Rückgang gerechnet. In Buenos Aires setzen die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Gruppe ihre Beratungen fort.

06:44 Uhr

Asien-Börsen im Rückwärtsgang

Nikkei
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Die Börse in Tokio hat sich von der Schwäche der US-Technologiewerte anstecken lassen. Nach den deutlichen Verlusten an der Wall Street im Zuge der jüngsten Datenaffäre von Facebook ließen auch japanische Titel der Branche Federn und zogen den Gesamtmarkt ins Minus. Allgemein wurde vor einem Feiertag am Mittwoch ein dünner Handel erwartet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 21.348 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1707 Zählern.

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,4 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,2344 US-Dollar bewertet nach 1,2333 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 106,24 Yen gehandelt nach 106,08 Yen in den USA.