Donnerstag, 19. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax-Jahresendrally ist wohl beendet - kleines Minus

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(Foto: imago/Sven Simon)

Fünf Tage vor Weihnachten haben Aktienanleger ihre Schäfchen ins Trockene gebracht. Weil frische Impulse fehlten, machten Anleger Kasse und konzentrierten sich bereits auf das kommende Jahr. Dementsprechend entwickelte sich der heutige Handel auf dem Frankfurter Parkett. Der Dax verlor 0,1 Prozent und schloss bei 13.212 Punkten. Der MDax gewann 0,4 Prozent auf 28.316 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,5 Prozent auf 3046 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3739 Punkten.

Am deutschen Aktienmarkt stand erneut Wirecard im Rampenlicht. Die negative Berichterstattung über den Zahlungsabwickler reiße nicht ab, sagte ein Händler. Die "Financial Times" warf in einem Bericht Fragen zu einer Übernahme in Indien im Jahr 2015 auf. Auch die "Süddeutsche Zeitung" widmete dem Unternehmen einen ganzseitigen Bericht. Wirecard-Aktien verloren 1,2 Prozent. An der Dax-Spitze lagen heute RWE mit plus 1,7 Prozent. Am Indexende notierten Heidelbergcement mit minus 2,5 Prozent.

17:14 Uhr

Lange Wartezeiten: Lufthansa mit Fraport unzufrieden

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wirft dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport angesichts immer wieder langer Wartezeiten für Fluggäste vor, die falschen Schwerpunkte zu setzen.

  • "Als größter Kunde wünsche ich mir, dass man an Deutschlands größtem Airport nicht von immer größeren Wachstumsraten träumt, sondern lieber von kurzen Warteschlangen", sagte Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
  • "Dabei könnte helfen, dem Heimatflughafen wieder eine höhere Priorität zu geben. Das geht bei den vielen Aktivitäten im Rest der Welt offenbar manchmal verloren."

Der verkehrsreichste Flughafen Deutschlands ist mit seinen beiden in die Jahre gekommenen Terminals schon länger nicht mehr bereit für den Ansturm von etwa 70 Millionen Passagieren im Jahr und in der Spitze mehr als 240.000 Menschen pro Tag.

16:39 Uhr

Bahn will mit Lok- und Waggonverkauf rote Zahlen verhindern

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Die Deutsche Bahn will internen Planungen zufolge mit einem Massenverkauf von Lokomotiven und Güterwaggons den Absturz in die roten Zahlen verhindern. In einem ersten Schritt sollen 2022 rund 150 Loks und 5000 Güterwaggons in eine eigene Gesellschaft ausgelagert und diese dann verkauft werden, wie Reuters aus  Konzerndokumenten zitiert. Der Staatskonzern will an der Gesellschaft dann nur noch einen Minderheitsanteil halten und erwartet durch den Verkauf Erlöse von einer Milliarde Euro.

Ab 2023 sollen dann in zunehmenden Maße die nötigen Loks und Waggons zurückgemietet werden. Ab 2029 will DB Cargo dann seinen kompletten Bedarf aus der Gesellschaft decken. Die Deutsche Bahn lehnte einen Kommentar zu den Unterlagen ab.

16:29 Uhr

Wall Street auf Rekordjagd - Philly-Fed belastet nicht

Mit einem leichten Plus ist die Wall Street in den Handel gestartet, womit sich die Rekordjagd fortsetzt. Der Nasdaq-Composite markiert kurz nach der Startglocke ein neues Allzeithoch, der Dow-Jones-Index und der S&P-500 befinden sich in Reichweite ihrer Rekordstände. Jedoch verweisen Teilnehmer auf sich ausdünnende Umsätze mit dem nahenden Weihnachtsfest. Der Dow-Jones-Index erhöht sich um 0,2 Prozent auf 28.292 Punkte. Für den S&P-500 geht es 0,1 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite klettert um 0,2 Prozent.

Keine Belastung stellt dagegen der schwache Philadelphia-Fed-Index dar. Dieser sank im Dezember auf plus 0,3 Punkte von plus 10,4 im November. Er liegt damit nur noch knapp über der Schwelle von Null, bei der man von einer positiven Konjunkturentwicklung ausgeht. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf plus 8,0 erwartet.

16:24 Uhr

Adidas-Börsenwert kräftig gestiegen - Ehrung für den Boss

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(Foto: imago images / isslerimages)

Das "Manager Magazin" hat den Chef des Sportartikelkonzerns Adidas zum Manager des Jahres 2019 gekürt. Seit Kasper Rorsted vor drei Jahren den Vorstandsvorsitz bei Adidas übernommen habe, sei der Börsenwert des Sportartikelkonzerns um 24 Milliarden Euro gestiegen - ein Plus von 73 Prozent, erklärte das Magazin am Donnerstag die Wahl einer Jury. Denn das sei "auch in guten Börsenzeiten außergewöhnlich".

Der 57-jährige Rorsted ist gebürtiger Däne. Er kam vom Konsumgüterhersteller Henkel zu Adidas.

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15:59 Uhr

Fonds-Affäre: Goldman Sachs muss wohl kräftig hinblättern

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(Foto: REUTERS)

Die US-Investmentbank Goldman Sachs steht einem Zeitungsbericht zufolge in der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB vor einem milliardenschweren Vergleich. Goldman Sachs verhandle mit der US-Regierung über eine zwei Milliarden Dollar schwere Strafe und werde auch ein Schuldeingeständnis abgeben, berichtete das "Wall Street Journal". Das Geldhaus erklärte, es kooperiere weiterhin bei den Untersuchungen der Behörden.

Aus dem Staatsfonds 1MDB, mit dem eigentlich die malaysische Wirtschaft angekurbelt werden sollte, haben nach Erkenntnissen des US-Justizministeriums hochrangige Fonds-Mitarbeiter und ihre Partner mehr als 4,5 Milliarden Dollar veruntreut.

15:34 Uhr

n-tv Fonds: Was ist ein ETF?

Immer mehr Anleger interessieren sich für ETFs. Die Anlageklasse ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Aber was genau sind eigentlich ETFs? Friedhelm Tilgen fragt nach bei den ETF-Experten von Lyxor, Heike Fürpaß-Peter und Thomas Meyer zu Drewer.

15:06 Uhr

In Trumps Sinne: Geringeres Defizit bei US-Leistungsbilanz

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das wird Präsident Donald Trump gefallen: Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im dritten Quartal leicht zurückgegangen. Es fiel um 1,1 Milliarden auf 124,1 Milliarden US-Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten allerdings 121,9 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit im zweiten Quartal wurde von 128,2 Milliarden auf 125,2 Milliarden Dollar korrigiert. Die Leistungsbilanz umfasst den Austausch einer Volkswirtschaft mit dem Ausland, darunter den Waren- und Dienstleistungsverkehr. Das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz ist chronisch.

Trump kritisiert vor allem das hohe Defizit in der Warenbilanz, weil er die importierten Güter lieber im Inland von Amerikanern hergestellt haben möchte. Dies war auch der Stein des Anstoßes für den Handelskonflikt, den Trump mit China und anderen Ländern begonnen hat.

14:50 Uhr

Festeres Pfund nach BoE-Zinsentscheid

Nach der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) ist es mit dem Pfund Sterling nach oben gegangen. Die britische Währung legte kurzfristig zu und klettert in der Spitze bis auf 1,3133 US-Dollar. Aktuell geht die Devise mit 1,3072 um und damit auf dem Niveau unmittelbar vor der Bekanntgabe.

Der Referenzzinssatz wurde wie vom Markt erwartet bei 0,75 Prozent belassen. Die BoE signalisierte jedoch eine mögliche Erhöhung in der Zukunft.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,34

14:29 Uhr

Bundesregierung steigt in grüne Anleihe ein

Der boomende Markt für sogenannte grüne Anleihen lässt nun auch die Bundesregierung nicht kalt. "Wir werden 2020 erstmals auch grüne Bundeswertpapiere begeben", kündigte der Geschäftsführer der für das Schuldenmanagement zuständigen Finanzagentur, Tammo Diemer, an. "Und zwar planen wir das in der zweiten Jahreshälfte." Das Emissionsvolumen werde sich "im hohen einstelligen oder im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich" bewegen. Die konkrete Summe soll in den kommenden Monaten festgelegt werden, ebenso andere Details wie etwa die Laufzeit der Papiere.

Die Erlöse aus dem Verkauf der Green Bonds an Investoren sollen Ausgaben des Bundes "mit positiver ökologisch-nachhaltiger Wirkung zugeordnet" werden, sagte Diemer. Das werde entsprechend dokumentiert. Derzeit stehe noch nicht fest, wofür konkret die Mittel zugewiesen werden sollen.

14:07 Uhr

An britischem Leitzins wird nicht gerüttelt

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(Foto: REUTERS)

Keine Überraschung in London: Die Bank von England (BoE) tastet auch nach der britischen Parlamentswahl, die den Konservativen von Premierminister Boris Johnson die absolute Mehrheit bescherte, den Leitzins nicht an. Die Währungshüter um Notenbank-Chef Mark Carney beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz bei 0,75 Prozent. Die Analysten hatten damit auch gerechnet.

Erneut votierten allerdings zwei der neun Geldpolitiker für eine Senkung des Leitzinses. Ihre sieben Kollegen halten das für verfrüht. Durch die geringere Brexit-Unsicherheit dürfte sich die Konjunktur Anfang 2020 beleben, argumentierten sie.

13:46 Uhr

Sparkurs und SUVs erhöhen VW-Betriebsgewinn

Gute Laune herrscht kurz vor Weihnachten in Wolfsburg: Die Kernmarke des VW-Konzerns schließt das auslaufende Jahr dank Sparkurs und guter SUV-Verkäufe mit einem deutlich höheren Betriebsgewinn ab. Bis 2024 sollen zudem weitere Milliardeninvestitionen in den Ausbau der Elektroflotte fließen. Zur genauen Höhe des Ertrags machte Geschäftsführer Ralf Brandstätter noch keine Angaben.

2018 hatte die Hauptsparte der VW-Gruppe vor Sondereinflüssen wie Rechtskosten für die Dieselaffäre 3,239 Milliarden Euro Gewinn im laufenden Geschäft eingefahren. Brandstätter erklärte, die Chancen stünden gut, im zu Ende gehenden Jahr auch bei den Verkäufen im Plus zu landen. Volkswagen sei "zuversichtlich, die Auslieferungen des Vorjahres noch leicht toppen zu können". 2018 waren es insgesamt 6.245.000 Fahrzeuge. Über die kommenden fünf Jahre will die Kernmarke des weltgrößten Autoherstellers 11 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität stecken, konzernweit sind es laut den jüngsten Planungen etwa 33 Milliarden Euro.

13:16 Uhr

An der Wall Street wird es wohl wenig Bewegung geben

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street heute in den Handel starten. Es fehlten nach der jüngsten Rekordjagd die Impulse, so ein Teilnehmer. Schon gestern waren nach dem Erreichen neuer Rekordmarken die Indizes wieder abgebröckelt und zeigten sich schließlich wenig verändert.

Für etwas Bewegung könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen, wobei hier vor allem der Philadelphia-Fed-Index für den Dezember und der Index der Frühindikatoren für November im Fokus stehen dürften. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell wenig verändert. Vor dem Hintergrund fehlender Marktimpulse und mit den näher rückenden Weihnachtsfeiertagen dürften die Umsätze zudem zurückgehen, so ein Teilnehmer. Die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump bewegt den Markt kaum.

13:10 Uhr

737-Max-Probleme setzen Boeing-Rating zu

Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsbewertung für den US-Flugzeughersteller Boeing gesenkt. Das Langfristrating wurde auf A3 von A2 reduziert, teilte Moody's mit. Der Ausblick sei dagegen von negativ auf stabil erhöht worden.

Grund für die Ratingabstufung sei die verzögerte Wiederfreigabe der Boeing 737 Max für den Flugdienst und der vorübergehende Produktionsstopp im Januar. Der stabile Ausblick reflektiere die starke Liquidität und finanzielle Flexibilität des Konzerns sowie das stabile Rüstungsgeschäft.

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12:49 Uhr

Airbnb siegt vor Europäischem Gerichtshof

Sieg auf ganzer Linie: Im Streit mit dem französischen Staat hat der Zimmervermittler Airbnb vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Erfolg errungen. Das Gericht entschied, dass die US-Firma als App-Anbieter zu sehen sei und nicht als Immobilienmakler. Die Richter akzeptierten damit im Wesentlichen die Argumente des Unternehmens.

Der französische Tourismusverband AHTOP hatte gegen Airbnb Beschwerde eingelegt wegen des Verdachts, dass das Unternehmen als Wohnungsmakler tätig sei und damit unter die dementsprechenden nationalen Regeln falle. Airbnb bestritt den Vorwurf stets und begrüßte nun das Urteil des EuGH.

"Wir wollen gute Partner für alle sein und haben bereits mit mehr als 500 Regierungen zusammengearbeitet, um Gastgeber dabei zu unterstützen, ihre Häuser zu teilen, die Regeln einzuhalten und Steuern zu zahlen", erklärte Airbnb.

12:22 Uhr

Politik beobachtet wachsenden Einfluss Chinas bei Daimler

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(Foto: picture alliance/dpa)

Chinas wachsender Einfluss bei Daimler alarmiert die Bundesregierung bislang noch nicht, ruft die deutsche Politik aber dennoch auf den Plan. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, die Entwicklungen beim Stuttgarter Autobauer aufmerksam zu verfolgen. Die ganze Branche sichere in Deutschland viele Arbeitsplätze.

Laut Reuters will der chinesische Daimler-Partner BAIC größter Anteilseigner des Dax-Konzerns werden. Die Chinesen peilten eine Verdoppelung auf rund zehn Prozent an. Ziel des Pekinger Autoherstellers sei es, den heimischen Rivalen Geely, der 9,69 Prozent der Anteile besitzt, als größten Aktionär zu überflügeln und so seine Position als Daimlers Hauptpartner in China zu festigen.

11:58 Uhr

Dax richtet sich auf weiteres Minus ein

Dem deutschen Aktienmarkt ist im Verlauf des Vormittags schnell wieder die Puste ausgegangen. Nach einem Start mit moderaten Gewinnen drehte der Dax wieder in die Verlustzone ab - gegen Mittag notierte er 0,3 Prozent tiefer bei 13.179 Punkten. Der MDax lag kaum verändert bei 28.180 Zählern. Der TecDax gab um 0,1 Prozent auf 3030 Stellen nach. Mit dem EuroStoxx50 ging es ebenfalls um 0,1 Prozent auf 3736 Punkte nach unten.

Auf Unternehmensseite kletterten Hornbach-Aktien nach endgültigen Zahlen für die ersten neun Monate um vergleichsweise moderate 0,8 Prozent. Allerdings haben die Papiere bereits deutlich an Schub gewonnen, seitdem der Baumarktkonzern vor rund zehn Tagen seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 angehoben hat. Inzwischen kostet ein Hornbach-Papier so viel wie seit rund eineinhalb Jahren nicht mehr.

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11:46 Uhr

BayernLB sucht ihr Heil bei Direktbank DKB

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(Foto: picture alliance / Andreas Geber)

Die Niedrigzinspolitik der EZB macht Banken und Versicherungen arg zu schaffen: Die BayernLB will mit Hilfe ihrer Onlinebank DKB die bereits jahrelang andauernde Phase überstehen. Ein neues Strategiekonzept der zu drei Vierteln in bayerischem Staatsbesitz befindlichen Landesbank sieht vor, dass die DKB ihre Kundenzahl innerhalb der nächsten fünf Jahre von derzeit vier auf acht Millionen verdoppelt. Die eigentliche Landesbank dagegen wird verkleinert, schrumpfen sollen vor allem die Aktivitäten am Kapitalmarkt.

Dabei planen Vorstandschef Stephan Winkelmeier und seine Kollegen in der Bankspitze den Abbau von zunächst 400 Stellen in diesem Bereich, allerdings sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen. Weitere Stellenstreichungen sollen folgen. Während die DKB im Privatkundengeschäft aktiv ist, sollen sich die bayerischen Landesbanker im Wesentlichen auf Firmenkunden und Immobilienfinanzierung in Deutschland, Westeuropa, Großbritannien und den USA konzentrieren.

11:30 Uhr

Bitcoin macht Satz nach oben - wieder über 7000 Dollar

"Bitcoin-Münzen". Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

(Foto: Jens Kalaene/zb/dpa)

Mit dem Bitcoin ist es heute aufwärts gegangen. Die Kryptowährung übersprang wieder die 7000-Dollar-Marke und notierte am Morgen mit 7476 Dollar zeitweise auf dem höchsten Stand seit dem 9. Dezember.

Kurz vor Mittag stand der Bitcoin bei 7182 Dollar. Die derzeitigen Kursniveaus riefen Schnäppchenjäger auf den Plan, sagt Bitcoin-Experte Timo Emden.

11:08 Uhr

IMK hebt Wachstumsprognosen leicht an

Mehrere Kräne stehen auf dem Werksgelände des Herstellers Liebherr. Foto: Thomas Warnack/Archivbild

(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung erwartet für dieses und nächstes Jahr eine etwas bessere Konjunkturentwicklung als bisher prognostiziert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt nach der neuen Prognose der Ökonomen im Jahresdurchschnitt 2019 um 0,5 und 2020 um 0,8 Prozent zu. Gegenüber seiner Prognose vom September hob das IMK damit nach eigenen Angaben die Wachstumserwartung für beide Jahre um 0,1 Prozentpunkte an.

Nur schwach wachsende Ausfuhren und eine sehr geringe Dynamik bei den Unternehmensinvestitionen einerseits, robuster privater Konsum, höhere Staatsausgaben und eine relativ lebhafte Bautätigkeit andererseits prägen nach der Analyse der Ökonomen die konjunkturelle Entwicklung im ablaufenden und im kommenden Jahr. 2020 spiele die größere Zahl an Arbeitstagen eine wichtige Rolle - ohne sie würde das BIP nach den Berechnungen nur um 0,4 Prozent steigen.

10:47 Uhr

Norweger halten Leitzins stabil

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(Foto: picture alliance / dpa)

Hinsichtlich der norwegischen Zinspolitik gibt es dagegen nichts Spektakuläres: Die Notenbank in Oslo hat ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 1,50 Prozent belassen. Sie erklärte zudem, dass der Zinssatz auch in der kommenden Zeit auf diesem Niveau bleiben werde. Die Norges Bank teilte weiter mit, dass sie, indem sie den Leitzins in der Nähe des aktuellen Niveaus hält, die Inflation in der Nähe des Ziels halten wolle, obwohl eine schwächer als erwartete Krone die Inflation wahrscheinlich etwas in die Höhe treiben wird.

  • "Die aktuelle Einschätzung des Rats zu Ausblick und Risikobalance deutet darauf hin, dass der Leitzins in der kommenden Zeit höchstwahrscheinlich auf dem aktuellen Niveau bleiben wird", sagte der Gouverneur der Norges Bank, Oystein Olsen.
10:23 Uhr

Schwedens Notenbank steigt aus Negativzinspolitik aus

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(Foto: REUTERS)

Als erste größere Zentralbank beendet die schwedische Notenbank ihre Negativzinspolitik. Wie die Riksbank in Stockholm mitteilte, steigt ihr Leitzins von minus 0,25 Prozent auf 0 Prozent. Analysten hatten diesen Schritt weitgehend erwartet, da er seit längerem durch die Notenbank verbal vorbereitet worden war. Entsprechend reagierte die Landeswährung Krone zunächst nicht auf die Entscheidung.

Die Notenbank Schwedens beendet mit ihrem Schritt ein geldpolitisches Experiment - und beginnt zugleich ein neues. Vor etwa fünf Jahren hatte sie ihren Leitzins in negatives Terrain reduziert, um die Aufwertung der Krone zu dämpfen und zugleich die Wirtschaft des skandinavischen Landes anzuschieben. Mit der Aufgabe dieser Politik reagiert die Reichsbank auch auf zahlreiche Nebenwirkungen negativer Leitzinsen, unter denen vor allem der Bankensektor und traditionelle Anleger mit festverzinslichen Sparanlagen zu leiden haben.

10:04 Uhr

Clariant denkt bei Anteilsverkauf an Aktionäre

Clariant
Clariant 16,70

Von einem "Weihnachtsgeschenk für die Aktionäre" sprechen die Analysten von Baader mit Blick auf die geplante Sonderdividende in Höhe von drei Schweizer Franken bei Clariant. Hier sollen die Anteilseigner an den Erlösen aus den Verkäufen beteiligt werden.
Aktuell hat der Spezialchemiekonzern sein gesamtes Geschäft mit Masterbatches an den US-Konkurrenten Polyone veräußert. Das Geschäft wird im Rahmen der Transaktion mit 1,56 Milliarden US-Dollar bewertet.

Für die Baader-Analysten ist dies eine leicht positive Überraschung, sie hatten mit 1,4 Milliarden gerechnet.

09:43 Uhr

Deutsche Bank streicht wohl massiv im Privatkundengeschäft

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,42

Das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank könnte einem Bericht zufolge massiv von dem im Frühjahr angekündigten konzernweiten Stellenabbau betroffen sein. Nach Informationen des "Handelsblatts" aus Finanzkreisen will Deutschlands größtes Geldhaus in den nächsten Jahren in der Sparte bis zu 6000 Arbeitsplätze abbauen. Der Dax-Konzern gab keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Deutsche Bank hatte im Juli das Ziel ausgegeben, die Zahl der Vollzeitstellen bis Ende 2022 um rund 18.000 auf weltweit 74.000 zu verringern. Ende September des laufenden Jahres gab es im Konzern noch knapp 90.000 Vollzeitstellen.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank gab am Vormittag um 0,6 Prozent auf 6,98 Euro nach.

09:21 Uhr

Kurzarbeit in deutscher Industrie so hoch wie zuletzt 2010

Die in der Rezession steckende deutsche Industrie setzt so stark auf Kurzarbeit wie im Nachgang der internationalen Finanzkrise 2010 nicht mehr. Im Dezember hatten dies 8,4 Prozent der Unternehmen eingeführt, wie das Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Der Anteil der Firmen, die in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit erwarten, kletterte zugleich auf 15,3 Prozent. Nach Schätzungen des Instituts dürfte es aktuell bereits mehr als 100.000 Kurzarbeiter geben.

  • "Die Rezession in der Industrie hinterlässt zunehmend tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
  • "Mit Kurzarbeit können Unternehmen die Auftragsflaute überbrücken und ihre Fachkräfte halten."

Ifo zufolge konzentriert sich die Kurzarbeit gegenwärtig auf acht Branchen. Die Metallerzeugung und -bearbeitung ist demnach mit einem Anteil von 16 Prozent am stärksten betroffen. In den kommenden drei Monaten wollen dort sogar 40 Prozent der Unternehmen kurzarbeiten.

09:13 Uhr

Dax startet etwas fester

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit Mini-Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax legte um 0,1 Prozent auf 13.240 Punkte zu. Die gleiche Steigerungsrate verzeichneten MDax und TecDax, die bei 28.198 beziehungsweise 3036 Stellen notierten.

Um 1,2 Prozent abwärts ging es für Wirecard. Die "Financial Times" wirft in einem Bericht Fragen zu einer Übernahme des Zahlungsdienstleisters in Indien im Jahr 2015 auf.

09:05 Uhr

Gewinnmitnahmen lassen Nikkei etwas fallen

Die asiatischen Anleger haben nach den jüngsten Kursanstiegen vor den Weihnachtstagen Gewinne mitgenommen. In Tokio ging der Nikkei 0,3 Prozent schwächer bei knapp 23.865 Punkten aus dem Handel. Allein seit August hat der japanische Leitindex fast ein Fünftel zugelegt in der Hoffnung, dass die weltweite Wirtschaft in Schwung kommt.

Die Entscheidung der japanischen Notenbank, an ihrem Kurs festzuhalten, wurde von den Investoren mit Schulterzucken aufgenommen. Auch das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump löste keine größeren Bewegungen an den Märkten aus.

08:54 Uhr

Hornbach geht es gut

Hornbach
Hornbach 37,95

Die Baumarktkette Hornbach hat in den ersten neun Monaten einen Gewinnsprung verbucht. Bei einem Umsatzplus von 7,8 Prozent auf 3,745 Milliarden Euro schnellte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) um 33 Prozent hoch auf 240,2 Millionen Euro.

Den überproportionalen Ergebnisanstieg begründete der Vorstand mit verbesserten Kostenrelationen. Er hatte bereits in der vergangenen Woche angesichts der positiven Entwicklung seine Prognose für das Bilanzjahr 2019/20 angehoben und einen Anstieg des bereinigten Ebit im mittleren bis oberen zweistelligen Prozentbereich (zuvor: "um mehr als 40 Prozent") angekündigt.

08:40 Uhr

BMW und Daimler stampfen Car-Sharing-Dienst in USA ein

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(Foto: dpa)

BMW und Daimler ziehen sich im Carsharing-Geschäft komplett aus Nordamerika und mehreren europäischen Großstädten zurück. Wegen einer geringeren Annahme des Services werde in London, Brüssel und Florenz der Dienst unter dem Namen Share Now per Ende Februar eingestellt, hieß es. In Nordamerika habe der Wettbewerb zugenommen, zudem seien die Betriebskosten gestiegen. Außerdem mangele es an einer Infrastruktur beispielsweise für eine Elektroflotte.

BMW und Daimler hatten ihre Marken Drive Now und Car2Go Anfang dieses Jahres unter dem Dach von Share Now zusammengefasst, um ihr Geschäft in diesem wachsenden, aber auch zunehmend umkämpften Markt auszubauen. Zu dem Mobilitätsdienst gehören auch Mitfahrdienste sowie die Bereiche Parken und Ladestationen. Share Now will sich laut Ankündigung künftig nur noch auf die verbleibenden 18 Städte in Europa konzentrieren.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:12 Uhr

Südkorea erwartet globalen Tech-Aufschwung

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Exportorientiertes Hightech-Land: Blick auf die Skyline der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

REUTERS

Die viertgrößte Wirtschaftsmacht in Asien könnte im kommenden Jahr dank eines globalen Technologieaufschwungs wachsen - allerdings vermutlich weniger stark als bislang erwartet, wie der neueste Bericht der südkoreanischen Regierung über die wirtschaftlichen Aussichten des Landes zeigt.

  • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes wird laut Prognose der Regierung in Seoul im kommenden Jahr voraussichtlich um 2,4 Prozent steigen, und damit langsamer als im Juli mit 2,6 Prozent vorhergesagt.
  • Das Wachstum wäre damit aber immer noch deutlich stärker als die in diesem Jahr erzielten 2,0 Prozent, heißt es im halbjährlichen Konjunkturbericht des südkoreanischen Wirtschafts- und Finanzministeriums.
  • Südkorea, ein Vorreiter bei Welthandel und Technologie, könnte im nächsten Jahr eine starke Erholung der Exporte erleben, da die Nachfrage nach Halbleitern vermutlich hoch sein wird, heißt es in dem Bericht.

Es wird erwartet, dass die südkoreanischen Exporte im Jahr 2020 im Jahresvergleich um 3 Prozent steigen, nachdem sie in diesem Jahr um geschätzte 11 Prozent gesunken sind.

08:04 Uhr

Signale aus London und den USA: Dax duckt sich in den Donnerstag

Am deutschen Aktienmarkt bereiten sich Börsianer auf einen holprigen Handelstag vor. Die letzte volle Börsenwoche des Jahres neigt sich ihrem Ende zu. Händler sehen den Dax im Vorfeld der anstehenden US-Daten vorsichtig starten.

  • In den vorbörslich ermittelten Indikationen wird der Leitindex Dax zum Start ins Donnerstagsgeschäft bei 13.226,00 Punkten gesehen, was einem nahezu unveränderten Auftakt entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer schwache 0,5 Prozent im Minus bei 13.222,16 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Kursverluste hatten Händler zur Wochenmitte bei defensiven Werten ebenso verzeichnet wie bei Zulieferern und Tech-Werten.
Dax
Dax 13.286,57

Auf dem Terminplan des Tages stehen für Donnerstagnachmittag (14.30 Uhr MEZ) der Philly-Fed-Index, also das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia sowie die US-Frühindikatoren, die gegen 16.00 Uhr deutscher Zeit erwartet werden.

Wenige Stunden vorher werden sich die Blicke nach London richten, wo die Bank von England (BoE) die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Beratungen verkündet. Da eine Zinsänderung kurz vor Jahresende als ausgeschlossen gilt, versprechen sie sich Börsianer Hinweise auf die Einschätzung der Konjunkturaussichten nach der britischen Parlamentswahl und etwas Klarheit angesichts der jüngsten Wendungen im Brexit-Streit.

Zudem hoffen die Märkte auf Hinweise zur Nachfolge des Notenbank-Chefs Mark Carney, der zum 31. Januar 2020 abtritt. Der BBC zufolge ist seine Stellvertreterin Minouche Shafik Favoritin der Regierung. Offiziell soll die Nachfolge am Freitag verkündet werden.

07:37 Uhr

Nikkei gleitet Richtung Weihnachten

Unsichere Vorgaben aus Asien: Die Börse in Tokio bietet Anlegern am Donnerstag wenig ermutigende Signale. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen. Ende vergangener Woche war der Nikkei in Reaktion auf die Fortschritte im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit kräftig angezogen.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 23.864 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gibt um 0,2 Prozent nach auf 1735 Punkte.
  • Im chinesischen Aktienhandel tendierte der Shanghai Composite zunächst leicht schwächer, zog aber im späten Handel an und notiert zuletzt knapp 0,2 Prozent im Plus.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewinnt 0,3 Prozent.
Nikkei
Nikkei 26.537,31

 

07:07 Uhr

Euro und Pfund blicken nach London

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der vorletzte Tag der letzten vollen Woche vor Weihnachten dürfte Händlern im Devisenhandel starke neue Impulse bringen. Im Geschäft mit dem britischen Pfund warten Investoren auf einen Zinsentscheid aus London: Die Währungshüter der Bank of England (BoE) haben ihre Entscheidung für 13.00 Uhr (MEZ) angekündigt. Der Kurs des Euro könnte dagegen am Nachmittag auf die angekündigten Daten aus den USA reagieren.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro mit einer festeren Tendenz knapp 0,1 Prozent im Plus bei 1,1126 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zur Wochenmitte auf 1,1115 (Dienstag: 1,1162) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8997 (0,8959) Euro.
  • Im asiatischen Devisenhandel legte das britische Pfund in der Nacht um 0,1 Prozent zu auf 1,3083 Dollar. Der Dollar hielt sich dagegen fast unverändert bei 109,56 Yen. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,1 Prozent niedriger bei 0,9797 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0903 Franken an.
Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund ,89

 

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht