Freitag, 13. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Brexit, Handelsdeal, Gewinnmitnahmen: Dax schafft Plus

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(Foto: imago/Sven Simon)

Am Nachmittag kam noch einmal Spannung auf, aber dann folgte an den Börsen doch eine gewisse Erleichterung: Die USA und China haben Fortschritte dabei gemacht, ihren nunmehr seit Jahren andauernden Handelsstreit beizulegen. Die Befürchtung, dass US-Präsident Donald Trump gestern wieder einmal den Mund zu voll genommen haben könnte, bewahrheitete sich nicht.

Der deutsche Aktienmarkt, der am Vormittag kräftige Gewinne verzeichnete, gab einen großen Teil zum Handelsende wieder ab, weil Investoren vor dem Wochenende noch einmal Kasse machten. So schloss der Dax nur noch 0,5 Prozent höher bei 13.283 Punkten - am Vormittag hatte er nach dem klaren Ausgang der britischen Unterhauswahl mit 13.423 Zählern ein Jahreshoch erreicht. Der MDax kletterte um 1,0 Prozent auf 27.775 Stellen. Der TecDax legte um 0,3 Prozent auf 3049 Punkte zu. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,7 Prozent auf 3733 Stellen nach oben.

Klar an der Dax-Spitze notierte die VW-Aktie mit plus 2,1 Prozent. Schlechtester Wert im Leitindex war nach einer Gewinnwarnung das Papier von Henkel mit minus 3,7 Prozent.

17:09 Uhr

Insider: Deutsche Bank zahlt weniger Boni

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lage zwingt dazu: Die Deutsche Bank will ihren Mitarbeitern einem Insider zufolge für dieses Jahr deutlich weniger Boni zahlen. Bei dem Institut gebe es Überlegungen, den Bonustopf um rund ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr zu kürzen, sagte er Reuters. Dies entspreche in etwa dem Stellenabbau, den es bisher im Investmentbanking gegeben habe. Eine finale Entscheidung stehe aber noch aus. Die Deutsche Bank gab dazu noch keinen Kommentar ab.

Für 2018 zahlte das größte deutsche Geldhaus laut Angaben im Geschäftsbericht noch 1,9 Milliarden Euro an Boni. Für 2019 erwartet das Institut wegen eines Konzernumbaus einen Milliardenverlust.

16:47 Uhr

Daimler optimistisch bei Verkaufsaussichten in China

Daimler rechnet in China im kommenden Jahr mit guten Geschäften. Der für die Volksrepublik zuständige Vorstand Hubertus Troska sagte: "Es läuft sehr gut. China ist für uns ein Wachstumsmarkt." Er sei sehr optimistisch, was die Nachfrage nach Fahrzeugen der Premiumklasse betreffe.

Daimler hat im laufenden Jahr 500.000 Fahrzeuge in der Volksrepublik gebaut und die VW-Tochter Audi beim Absatz überholt. Troska sagte weiter, die Produktion des neuen Elektro-Mercedes EQC habe gerade erst begonnen.

16:42 Uhr

Trump spricht von "sehr großem Phase-1-Deal"

Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn er das Handels-Teilabkommen mit China PR-mäßig nicht ausschlachten würde. Man habe einen "sehr großen Phase-1-Deal" mit der Volksrepublik, twitterte der US-Präsident. Die ursprünglich für Sonntag vorgesehene Zollerhöhung auf zusätzliche chinesische Waren sei damit vom Tisch.

16:17 Uhr

US-chinesische Handelsgespräche mit "großen Fortschritten"

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(Foto: dpa)

China und die USA haben sich nach Angaben aus Peking auf den Text eines Teilabkommens in ihrem Handelsstreit geeinigt. Die USA hätten sich zudem verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen, hieß es in Peking. Die Verhandlungen über die sogenannte erste Phase einer Vereinbarung hätten "große Fortschritte" gebracht. Beide Seiten hätten sich im Grundsatz geeinigt.

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Die US-Börsen kletterten nach den Äußerungen auf neue Rekordwerte. Auch der Dax bewegte sich wieder nach oben - um 0,8 Prozent auf 13.328 Punkte.

15:53 Uhr

Wall Street eröffnet etwas schwächer

In Bezug auf die Äußerungen von Präsident Donald Trump über einen Bericht des "Wall Street Journal" ist die Hoffnung der US-Anleger auf eine kurz bevorstehende Einigung im Zollstreit mit China schwindet wieder. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq lagen jeweils 0,1 Prozent im Minus bei 28.105 und 8713 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 3164 Zähler ab.

15:52 Uhr

n-tv Zertifikate: Was hat den Dax so nach oben getrieben?

Kaum ein Anleger hätte gedacht, dass der Dax 2019 so deutlich zulegt. Aber: Ist jetzt noch genug Luft dafür vorhanden, dass es 2020 einfach so weitergeht?  Warum Trader Christian Schlegel für die nächsten Monate auch die 14.000 Punkte im Dax nicht ausschließt, aber ab April dunkle Wolken am Horizont aufziehen sieht, darüber hat Friedhelm Tilgen mit ihm gesprochen.

15:39 Uhr

Trump bemängelt "vollständig falschen" Bericht zu Zöllen

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(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump hat einen Bericht des "Wall Street Journal" zu einer bevorstehenden Einigung mit China im Zollstreit als "vollständig falsch" zurückgewiesen. Vor allem die Darstellung der Zölle stimme nicht, twitterte Trump. Nähere Angaben machte er nicht. Auch sagte er nicht, auf welche Geschichte er sich bezog.

Gestern hatte die Zeitung berichtet, US-Unterhändler hätten angeboten, auf die eigentlich für Sonntag angesetzten Zollerhöhungen für chinesische Importgüter zu verzichten. Unter Berufung auf Insider hieß es weiter, Vertreter der US-Regierung hätten zudem vorgeschlagen, bereits bestehende Zölle auf chinesische Güter im Volumen von etwa 360 Milliarden Dollar zu reduzieren, zum Teil auf die Hälfte.

15:30 Uhr

Neues Vergütungsmodell für das VW-Management

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(Foto: dpa)

Zeitenwende hinsichtlich der Managervergütung bei Volkswagen: Der Autobauer führt dazu ab kommendem Jahr für seine rund 18.000 Manager ein neues System ein. Die Regelung berücksichtigt Renditeziele und stellt einen Aktienbezug her und soll die Zusammenarbeit zwischen Marken, Gesellschaften und Regionen fördern. Im neuen Vergütungssystem entfällt der persönliche Leistungsbonus; die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Unternehmens und damit die gemeinsame Leistung stehen im Vordergrund.

Im Jahresbonus liegt der Fokus statt auf dem operativen Ergebnis künftig auf Renditekennzahlen. Dabei werden die operative Umsatzrendite (ROS) und die Kapitalrendite (ROI) zugrunde gelegt. Beim Langzeitbonus werden bisherige Kennzahlen wie Rendite, Absatz und Kundenzufriedenheit durch drei neue Indikatoren ersetzt: Gewinn je Vorzugsaktie, Kurs der Vorzugsaktie und Dividende der Volkswagen AG. Darüber hinaus sieht das neue System vor, dass die variable Vergütung bei individuell verschuldetem Fehlverhalten reduziert werden oder sogar entfallen kann.

15:21 Uhr

Dax verringert vor China-Pressekonferenz Gewinn

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Droht Ungemach aus China, oder wird nur Spannung aufgebaut? Der deutsche Aktienmarkt hat am Nachmittag einen Teil der Gewinne wieder abgegeben. Der Dax notierte nur noch 0,5 Prozent höher bei  13.291 Zählern. Nach einer ereignisreichen Woche mit Fed- und EZB-Sitzung und der Wahl in Großbritannien bestimmt der US-chinesische Handelsdeal übergeordnet die Richtung.

In wenigen Minuten will sich die chinesische Regierung zum Thema Handelsdeal auf einer Pressekonferenz äußern - parallel just zur Eröffnung an der Wall Street.

15:08 Uhr

US-Weihnachtsgeschäft ist zäh angelaufen

Auf die Plätze, fertig, shoppen! Einen Tag nach Thanksgiving feiert der US-Einzelhandel den "Black Friday", den traditionell umsatzstärksten Tag im ganzen Jahr. Branchengrößen wie Wal Mart und GAP machten ihre Tore in diesem Jahr schon einen Tag früher, zum Feiertag selbst, auf.

(Foto: Reuters)

Wir die Weihnachtseinkaufssaison in den USA kritisch? Die Einzelhandelsumsätze sind in den Staaten im November nur moderat gestiegen. Die Einzelhändler hatten 0,2 Prozent mehr Geld in den Kassen als im Vormonat. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, stiegen die Umsätze ohne Kfz um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet.

In einer Reihe von Kategorien, die eng mit Weihnachtsgeschenken verbunden sind, wie Bekleidung, Kaufhäuser und Sportartikelgeschäfte, gingen die Umsätze im November stark zurück.

14:52 Uhr

Pressekonferenz in China zu Handelsgesprächen mit den USA

Die chinesische Führung will sich um am Nachmittag zu den Handelsgesprächen mit den USA äußern. Aus Peking verlautete, dass diese um 15.30 Uhr MEZ beginnen werde. Stützen die Chinesen die optimistischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump? Bald werden wir schlauer sein.

14:26 Uhr

Delivery Hero kauft in Südkorea zu - Kurs geht durch die Decke

Der Essenslieferdienst Delivery Hero übernimmt für vier Milliarden US-Dollar den größten südkoreanischen Essenslieferanten Woowa Brothers. Vorstandschef Niklas Östberg sprach von einem "fantastischen Tag für Delivery Hero", weil Südkorea ein hochprofitabler Markt sei. Mit der Übernahme werde Delivery Hero zum größten Essenslieferant außerhalb Chinas.

Aktionäre und Analysten feierten die Übernahme, die Aktien schossen um bis zu 22,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 61,48 Euro in die Höhe. Südkorea ist wegen der hohen Bevölkerungsdichte und der steigenden Zahl an Single-Haushalten der viertgrößte Markt der Welt für Essenslieferdienste.

Delivery Hero
Delivery Hero 67,44

14:03 Uhr

Russlands Notenbank setzt Zinssenkungsserie fort

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(Foto: picture alliance / dpa)

Und wieder hat es in Russland eine Zinssenkung gegeben. Die Notenbank in Moskau kappte den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld um 0,25 Punkte auf 6,25 Prozent. Es ist bereits die fünfte Zinssenkung in diesem Jahr. Zudem kündigten die Währungshüter an, angesichts einer abflauenden Inflation weitere Schritte nach unten im ersten Halbjahr 2020 zu erwägen. Im flächengrößten Land der Erde lag die Teuerung zuletzt bei 3,4 Prozent und damit unter der Notenbank-Zielmarke von vier Prozent.

Die Rubel-Wächter überarbeiteten zudem ihre Inflationsprognose. Nunmehr erwarten sie bis zum Jahresende eine Teuerungsrate von 2,9 bis 3,2 Prozent. Im ersten Quartal 2020 soll sie unter drei Prozent liegen. Das Wirtschaftswachstum soll 2019 nahe der Obergrenze der Notenbank-Prognosespanne von 0,8 bis 1,3 Prozent liegen und dann bis 2022 wieder schrittweise auf zwei bis drei Prozent steigen.

13:35 Uhr

Ökonom: Nahender Brexit ist trauriger Moment für Deutschland

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Nach Ansicht des Ökonomen Gabriel Felbermayr verliert Deutschland durch den Ausgang der Parlamentswahl in Großbritannien einen wichtigen Verbündeten für Freihandel und den Binnenmarkt. "Das ist ein trauriger Moment für Europa und Deutschland", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Die Option, das Land könne doch noch in der EU verbleiben, sei endgültig vom Tisch. Die EU werde dadurch wesentlich transformiert.

Felbermayr rechnet angesichts der notwendigen Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen der EU mit dem Königreich mit weiteren Hängepartien. Zwar sei ein Exit vom Brexit nun nicht mehr möglich. "Ob es zu einem weichen oder harten oder smarten Deal mit der EU kommt, ist aber weiter maximal unsicher."

13:13 Uhr

Bei der MTU-Aktie ist die Luft raus

Bereits gestern hatte die Aktie von MTU Aero mit einem kräftigen Verlust das Dax-Ende geziert – eine Herunterstufung durch die Commerzbank war der Grund. Trotz des positiven Gesamtmarktumfelds gab das Papier auch heute um 1,6 Prozent nach.

Im Handel hieß es, die Luft sei erst einmal raus. Möglicherweise belastend wirkt die Möglichkeit, dass die Wiederinbetriebnahme der Boeing 737 Max länger als erhofft dauern könnte. MTU wartet die Triebwerke des Typs V2500.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 279,60

12:54 Uhr

Fraport betreibt künftig Shops im New Yorker Flughafen Newark

Fraport
Fraport 71,08

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport dreht weiter am großen Rad und baut sein Geschäft mit Einzelhandelsflächen an US-Flughäfen aus. Sechster Standort wird das Terminal B am Flughafen Newark bei New York, wie das MDax-Unternehmen berichtete. Man habe mit dem Flughafenbetreiber PANYNJ einen Vertrag über das Center-Management für fünf Jahre abgeschlossen. Fraport verwaltet bereits Einzelhandelsflächen am anderen New Yorker Kennedy-Airport sowie in den Städten Baltimore, Cleveland, Nashville und Pittsburgh.

Was macht die Fraport-Aktie? Sie verlor am Vormittag 0,9 Prozent.

12:34 Uhr

Die Wall Street hat bereits vorgefeiert

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Donald Trump und nicht der britische Wahlsieger Boris Johnson beherrscht heute die Schlagzeilen an der New Yorker Wall Street. Denn Trump hat offenbar einem "Phase-I-Handelsabkommen" mit China zugestimmt. Im Zuge dessen sollen bestehende Zölle auf chinesische Waren zurückgenommen und geplante neue Zölle, die am Sonntag in Kraft treten sollten, gestrichen werden. Dies sagen zumindest die sogenannten informierten Personen.

Die Begeisterung am US-Aktienmarkt hält sich aber in Grenzen. Die Kurse waren bereits gestern mit der entsprechenden Hoffnung auf eine Einigung auf Rekordhochs geklettert. Zudem hat China bislang entsprechende Berichte nicht bestätigt. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, sagte, jegliche Übereinkunft müsse beiden Seiten Vorteile bringen.

12:21 Uhr

VW stoppt Produktion im Krisenland Algerien

Volkswagen reagiert auf die politische Krise in Algerien. Der Wolfsburger Autobauer hat die Produktion in dem nordafrikanischen Land vorerst ausgesetzt. Auch Lieferungen an den offiziellen Partner im Land, Sovac, seien gestoppt, teilte der Dax-Konzern mit. Hintergrund sind Korruptionsermittlungen der algerischen Justiz unter anderem gegen den Geschäftsführer von Sovac, Mourad Oulmi. Ermittlungen gegen VW-Mitarbeiter seien dem Unternehmen nicht bekannt.

Sovac ist seit zehn Jahren der offizielle Partner von Volkswagen im flächenmäßig größten afrikanischen Land. Seit 2016 betreibt der deutsche Autokonzern in einem gemeinsamen Joint Venture ein Montagewerk in Algerien, in dem im vergangenen Jahr etwa 50.000 Fahrzeuge montiert wurden.

12:02 Uhr

HSBC: Pfund-Stärke wird BoE zur Leitzinssenkung veranlassen

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mit dem Erreichen der absoluten Mehrheit durch die Konservativen im britischen Unterhaus ist das Risiko eines ungeordneten Austritts aus der EU nach Ansicht von HSBC Trinkaus praktisch gebannt. Schon bald sei mit Diskussionen zu rechnen, ob sich die EU und Großbritannien auf einen Handelsvertrag einigen können, der die zukünftigen Beziehungen regelt. Insofern blieben politische und wirtschaftliche Unsicherheiten bestehen.

Die Aufwertung des Pfunds werde sich 2020 in Richtung von 0,76 GBP fortsetzen und damit wiederum Abwärtsdruck auf die Inflation und die ohnehin schwächelnde Konjunktur ausüben. Dies sollte letztlich die Bank of England (BoE) veranlassen, den britischen Leitzins im Mai um 25 Basispunkte zu reduzieren.

11:42 Uhr

Aktionäre in Feierlaune - Dax gewinnt kräftig dazu

Die Aussichten auf einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse und ein Handelsabkommen zwischen den USA und China haben ein Kursfeuerwerk an den Finanz- und Aktienmärkten ausgelöst. Dass aus Peking noch keine Bestätigung für einen Handelsdeal gegeben wurde, fiel nicht sonderlich ins Gewicht.

In Frankfurt stieg der Dax bis kurz vor Mittag um 1,5 Prozent auf ein Jahreshoch von 13.421 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 1,5 Prozent auf 3763 Stellen, damit erreichte er den höchsten Stand seit gut viereinhalb Jahren. Die als sicher geltenden Bundesanleihen flogen dagegen aus den Depots. Dies drückte den Bund-Future, der auf diesen Papieren basiert, 0,3 Prozent ins Minus.

Die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen gehörten mit Kursgewinnen von bis zu 3,7 Prozent zu den Favoriten. Ihr Geschäft hängt stark vom Handel mit China ab.

Dax
Dax 13.486,09

11:15 Uhr

VW bei Auslieferungen in diesem Jahr erstmals im Plus

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VW Vorzüge 181,04

Hier nun eine Erfolgsmeldung aus dem Hause Volkswagen: Die Wolfsburger haben bis November zum ersten Mal in diesem Jahr mehr Autos als im Vorjahreszeitraum verkauft. Dank kräftigen Zuwächsen in China, den USA und Europa stand nach elf Monaten ein leichtes Plus in der Verkaufsstatistik.

Insgesamt rollten von Januar bis November weltweit rund 9,9 Millionen Pkw, Lkw und Busse zu den Kunden, 0,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allein im November kletterten die Auslieferungen um 5,1 Prozent auf 988.800 Fahrzeuge.

10:55 Uhr

Ifo-Chef gibt keine Entwarnung bei Brexit-Folgen

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Zurückhaltend hat sich Ifo-Chef Clemens Fuest zum Wahlausgang in Großbritannien geäußert.

  • "Das Kalkül von Boris Johnson, Brexit-Befürworter auf seine Seite zu bringen und die Sorge vieler Briten vor einem radikalen Linkskurs von Labour zu nutzen, ist aufgegangen. Es ist zu erwarten, dass es jetzt schnell zu einer Einigung über den Brexit kommt", erklärte er. Ökonomisch folge daraus, dass ein harter Brexit mit unkalkulierbaren Kosten zunächst abgewendet sei.
  • "Für Entwarnung ist es trotzdem zu früh. Es wird schwer, innerhalb der Übergangsfrist bis Ende 2020 ein Freihandelsabkommen zu vereinbaren", ergänzt Fuest.

Laut einer Studie des Forschungsnetzwerks EconPol Europe kostet die Unsicherheit um den Brexit das Vereinigte Königreich jedes Jahr umgerechnet fast 20 Milliarden Euro. Fuest verweist auch auf die Situation in den Regionen Großbritanniens.

  • "In Schottland bahnt sich ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit an, das ebenfalls für Unsicherheit sorgen wird."
10:35 Uhr

US-Investor bietet bei Condor mit

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der nach der Thomas-Cook-Insolvenz zum Verkauf stehende Ferienflieger Condor erregt einem Magazinbericht zufolge das Interesse von mehreren Investoren. Mindestens drei Gruppen hätten unverbindliche Angebote für Condor vorgelegt, darunter der US-Investor Apollo, berichtete die "Wirtschaftswoche". Dieser lote derzeit ein Bündnis mit verschiedenen deutschen Reiseveranstaltern aus, um die Chancen für einen Zuschlag zu erhöhen. Anbieter wie DER Touristik oder Schauinsland Reisen hätten ein starkes Interesse an einem Erhalt der Airline, um im deutschen Ferienflugmarkt nicht von der Lufthansa und TUI abhängig zu sein. Noch vor Weihnachten sollen verbindliche Angebote eingehen.

Der Bund und das Land Hessen haben der Airline einen Kredit von 380 Millionen Euro gewährt. Dieser muss dem Magazin zufolge bis zum 15. April zurückgezahlt werden.

10:16 Uhr

Henkel-Aktienkurs sackt nach Gewinnwarnung kräftig ab

Was macht das hiesige Börsengeschehen? Nach einer von Henkel ausgegebenen Gewinnwarnung ist die Aktie des Konsumgüterkonzerns stark abgesackt. Der Kurs der Henkel-Vorzugsaktie fiel im frühen Handel um 4,5 Prozent. Am Vormittag betrug das Minus 3,4 Prozent auf 91,20 Euro, damit war die Henkel-Aktie Schlusslicht im Dax.

Die Prognose der Düsseldorfer für 2020 liegt unter den Markterwartungen. JP Morgan senkte das Kursziel für das Papier und kürzte die Prognosen für 2020 um zehn Prozent. John Ennis von Goldman Sachs senkte seine Einstufung für die Aktie auf "Neutral". Die Entwicklung des Konzerns sei seit dem Sommer enttäuschend, erklärte er. Die Prognose für das neue Jahr deutet seiner Ansicht nach darauf hin, dass die Schwierigkeiten für einen längeren Zeitraum anhalten dürften als erwartet.

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Henkel 94,18

09:53 Uhr

Britischem Immo-Index winkt größtes Tagesplus seit 2009

In der Hoffnung auf eine Belebung des britischen Immobilienmarktes steigen Anleger in Unternehmen aus der Branche ein. Der britische Sektor-Index stieg um 6,6 Prozent auf ein Vier-Jahres-Hoch von 3385 Punkten und steuert auf den größten Tagesgewinn seit mehr als zehn Jahren zu. Vor der Wahl waren Investoren scharenweise aus dem Immobilienmarkt geflohen.

So stieg die Aktie von British Land um 5,0 Prozent. Hammerson legten gar um 8,4 Prozent zu. Das Papier des Hausbauers Persimmon ging mit plus 15,2 Prozent durch die Decke.

09:41 Uhr

Plus an der Londoner Börse - Pfund macht kräftigen Satz

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(Foto: picture alliance / Philip Toscan)

Blau ist in Großbritannien die bestimmende Farbe: Der klare Wahlsieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson hat die Aktienmärkte in Europa beflügelt. Die Börse in London öffnete zwar zunächst leicht im Minus, drehte dann aber nach wenigen Minuten ins Plus. Auch an den anderen europäischen Börsen stiegen die Kurse.

Die britische Währung hatte bereits in der Nacht kräftig zugelegt. Das Pfund übersprang erstmals seit Mai 2018 die Marke von 1,35 US-Dollar; der Anstieg war der stärkste binnen eines Jahrzehnts. Kurz vor Öffnung der Börse notierte das Pfund bei 1,3427 Dollar. Gegenüber dem Euro stieg das Pfund auf den höchsten Stand seit Juli 2016, kurz vor Handelsbeginn an der Börse stand es bei 83,15 Pence pro Euro.

09:14 Uhr

Dax springt über 13.400 Punkte - Jahreshoch

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Nach dem klaren Sieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson ist der deutsche Aktienmarkt fulminant in den Handel gestartet. Der Dax legte um 1,4 Prozent auf 13.405 Punkte zu und schaffte damit ein Jahreshoch. Der MDax gewann 1,2 Prozent auf 27.849 Zähler. Der TecDax kletterte um 1,0 Prozent auf 3070 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,4 Prozent auf 3756 Punkte hoch.

Zu den kräftigen Gewinnen trug auch die Meldung bei, dass die USA und China eine Einigung im Handelsstreit erzielt hätten.

09:05 Uhr

USA und China wohl einig - Ölpreise im Aufwind

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,31

Die Ölpreise haben heute an ihre Aufschläge vom Vortag angeknüpft. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,62 US-Dollar, das waren 42 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 30 Cent auf 59,48 Dollar. Die Erdölpreise rangieren damit in der Nähe ihrer dreimonatigen Höchststände.

Auslöser der jüngsten Gewinne waren Medienberichte, wonach sich die USA und China weitgehend einig seien und ein vorläufiges Handelsabkommen vereinbart hätten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, US-Präsident Donald Trump habe die Vereinbarung bereits unterschrieben.

08:49 Uhr

Bundesbank halbiert Wachstumsprognose für 2020

Die Deutsche Bundesbank hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr halbiert. Sie rechnet für 2019 mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um kalenderbereinigt 0,5 (bisher: 0,6) Prozent. Die Wachstumsprognose für 2020 wurde auf 0,6 (1,2) reduziert und die für 2021 auf 1,4 (1,3) Prozent erhöht. Auch für 2022 erwartet die Bundesbank ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent.

  • "Die deutsche Wirtschaft wird im Projektionszeitraum ihre gegenwärtige Schwächephase allmählich überwinden", heißt es in dem Bericht der Bundesbank. Die Binnennachfrage steige wohl nicht mehr so dynamisch an wie in der vorangegangenen Hochkonjunktur.
08:34 Uhr

Kräftige Gewinne in Japan und China

In der Hoffnung auf eine baldige Unterzeichnung des lang ersehnten Handelsabkommens zwischen den USA und China sind Anleger in die asiatischen Aktienmärkte eingestiegen. Der japanische Nikkei-Index stieg am Freitag um bis zu 2,7 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 24.050 Punkten und die Börse Shanghai gewann 1,8 Prozent auf 2968 Zähler. Das ist der größte Tagesgewinn seit vier Monaten.

Insidern zufolge einigten sich die beiden weltgrößten Volkswirtschaften im Grundsatz auf ein Handelsabkommen. Eine zusätzliche positive Überraschung sei die geplante Reduzierung der bereits verhängten Strafzölle, hieß es am Markt. Vor diesem Hintergrund griffen Investoren vor bei japanischen Technologiewerten zu, deren Geschäfts stark vom Geschäft mit China abhängt. So gewannen die Aktien von Tokyo Electron, TDK oder Taiyo Yuden bis zu 5,9 Prozent.

08:29 Uhr

Dax vorbörslich auf Zwei-Jahres-Hoch

Die Aussicht auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China und einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse hievt den Dax vorbörslich auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Im Geschäft von Lang & Schwarz steigt der deutsche Leitindex auf 13.450 Punkte und liegt damit nur etwa 150 Zähler unter seinem Rekordhoch.

Die Konservativen eroberten wie in Umfragen vorhergesagt die absolute Mehrheit. Experten gehen davon aus, dass Johnson nun seinen Brexit-Deal durch das Parlament bringt und Großbritannien die EU zum 31. Januar 2020 geordnet verlässt. Daneben bleibt der Handelsstreit zwischen den USA und China das zweite Hauptgesprächsthema. Insidern zufolge einigten sich die Parteien im Grundsatz auf ein Abkommen. A

08:01 Uhr

Das bedeutet Johnsons klarer Sieg für das Wachstum

Der britische Premierminister Boris Johnson wird nach seinem klaren Wahlsieg nach Einschätzung der liechtensteinischen VP Bank keine Mühe haben, sein mit der EU ausgehandeltes Brexit-Abkommen durch das Parlament zu bekommen. Chefvolkswirt Thomas Gitzel weist aber darauf hin, dass "nach dem Brexit vor dem Brexit" ist: "Man mag es sich kaum vorstellen können, doch die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen werden vermutlich noch komplexer als die bisherigen zum EU-Austritt Großbritanniens", schreibt Gitzel in einem Kommentar. Die Aushandlung von Freihandelsabkommen benötigten in der Regel Jahre. "Die Übergangsfrist Großbritanniens endet Ende 2020. Das dies eingehalten werden kann, ist nahezu utopisch", befürchtet der Ökonom.

Ein klarer Sieg Boris Johnsons ist nach Aussage von Berenberg gut für das Wirtschaftswachstum in Großbritannien. Das Wirtschaftswachstum könnte von 1,3 Prozent im laufenden Jahr auf 1,8 Prozent 2020 und 2,1 Prozent 2021 steigen", schreibt Volkswirt Kallum Pickering in einem Kommentar. Johnsons Sieg sichere einen geordneten Brexit, die Konservativen hätten ein Finanzpaket mit Fokus auf Investitionen versprochen, und die "linken" Pläne von Labour-Chef Jeremy Corbyn seien vom Tisch, begründet Pickering seine Prognose.

07:20 Uhr

Pfund macht kräftigen Satz nach oben

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

Bei den Parlamentswahlen in Großbritannien erringt die konservative Partei von Premierminister Boris Johnson die absolute Mehrheit. Dies ergeben die bislang vorliegenden Auszählungsergebnisse aus dem größten Teil der Wahlkreise, wie die Sender BBC und Sky News berichten.

Am Devisenmarkt reagierte das Pfund mit einem kräftigen Sprung nach oben von 1,3170 Dollar auf 1,3516, den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2018. Auch zum Euro legte die britische Währung massiv zu, während zugleich der Euro gegenüber dem Dollar deutlich aufwertete von 1,1130 auf 1,1200 Dollar, den höchsten Stand seit Oktober. Aktuell notiert das Pfund bei 1,3465 Dollar und der Euro geht mit 1,1172 Dollar um.

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07:14 Uhr

Japans Wirtschaftsstimmung sinkt fast auf Sieben-Jahres-Tief

Die Stimmung unter den großen japanischen Industriekonzernen ist in den drei Monaten bis Dezember auf den niedrigsten Stand seit fast sieben Jahren gesunken. Darin spiegeln sich die Sorgen um Handelsspannungen und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer in Japan. Der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zeigt für den Zeitraum Oktober bis Dezember einen Stand von null Punkten, nach plus 5 Punkten in der September-Umfrage.

Das war der niedrigste Wert seit März 2013 und markierte das vierte Quartal in Folge mit einer Verschlechterung. Ökonomen hatten laut dem Datenanbieter Quick mit einem Stand von plus 2 gerechnet.

06:35 Uhr

Trump-Tweet sorgt in Asien für deutliche Aufschläge

*Datenschutz

Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt Asiens Börsen Auftrieb. Die Wall Street hatte am Vortag neue Rekordhochs markiert, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Tweet von einer kurz bevorstehenden Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China gesprochen hatte. Auch der sich abzeichnende Wahlgewinn der Konservativen in Großbritannien trägt zur guten Stimmung bei. Damit würde Unsicherheit aus dem Markt genommen, sagten Analysten. "Investoren weltweit haben die beiden Weihnachtsgeschenke bekommen, die ganz oben auf ihrer Liste standen", sagte Sean Callow von Westpac.

Nikkei
Nikkei 23.864,56

Die Börse in Tokio legte auf den höchsten Stand seit 14 Monaten zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag 2,5 Prozent höher bei 24.004 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,6 Prozent auf 1740 Punkte.

Die Börse in Shanghai stieg 1,2 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen kletterte 1,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans erhöhte sich um ein Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 109,57 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9683 Yuan nach. Parallel dazu stieg der Euro um 0,4 Prozent auf 1,1174 Dollar. Das Pfund Sterling gewann 2,3 Prozent auf 1,3460 Dollar.

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06:18 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht