Mittwoch, 26. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Jan Gänger
17:07 Uhr

Hobby-Spekulanten prügeln Pieris-Kurs in die Höhe

Der Höhenflug von Pieris geht weiter. Die Aktien der Pharmafirma steigen an der Wall Street um gut 35 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 5,09 Dollar, nachdem sie ihren Kurs gestern bereits mehr als verdoppelt hatten. Befeuert wird die Rally von positiven Kommentaren in einschlägigen Internet-Foren für Kleinanleger.

Pieris hatten zuvor eine Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaft mit der Roche-Tochter Genentech bekanntgegeben, in deren Rahmen das Unternehmen zunächst eine Auftakt-Zahlung von 20 Millionen Dollar erhält. Insgesamt winken Pieris mehr als 1,4 Milliarden Dollar. Mit Genentech habe die Firma ihrer bereits beeindruckenden Liste von Partnern einen weiteren Namen hinzugefügt, meint Analyst Roger Song von der Investmentbank Jefferies.

Pieris
Pieris 2,95

16:36 Uhr

Kurse von Mode-Aktien gehen durch die Decke

Quartalsumsätze über Markterwartungen beflügeln Abercrombie & Fitch und Urban Outfitters. Die Aktien der Modeketten steigen zur Eröffnung der Wall Street jeweils um rund 14 Prozent.

Abercrombie hatten die Erlöse um 61 Prozent auf 781,4 Millionen Dollar gesteigert. Urban Outfitters verbuchte einen Rekordumsatz von 927 Millionen Dollar.

16:12 Uhr

Kauf von Filmstudio MGM gibt Amazon Auftrieb

Der 8,45 Milliarden Dollar schwere Kauf des Filmstudios Metro Goldwyn Mayer (MGM) ermuntert Anleger zum Einstieg bei Amazon. Die Aktien des Online-Händlers und Betreibers der Streaming-Plattform Prime steigen um 0,6 Prozent. Die Papiere des Rivalen Netflix bröckeln dagegen ab. MGM verfügt über ein großes Film- und TV-Archiv. Zum Katalog gehören die "James Bond"-Filme und die Serie "Vikings".

15:26 Uhr

Hobby-Zocker treiben diese Aktien in die Höhe

Getragen von zahlreichen Einträgen in einschlägigen Internet-Foren legen die Aktien von Gamestop und AMC erneut kräftig zu. Die Papiere des Videospiele-Händlers und der Kinokette steigen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu elf Prozent. Ende Januar hatten konzertierte Käufe von Kleinanlegern, die sich im Internet verabredet hatten, diesen Aktien teilweise vierstellige prozentuale Kursgewinne beschert.

15:01 Uhr

Xiaomi verdreifacht Gewinn

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat seinen Gewinn im ersten Quartal dank des soliden Wachstums des Smartphone-Geschäfts in China und im Ausland mehr als verdreifacht. Die Xiaomi Corp erzielte einen Nettogewinn von 7,79 Milliarden Yuan (ca. 1 Milliarde US-Dollar), nach 2,16 Milliarden Yuan im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz stieg um fast 55 Prozent auf 76,88 Milliarden Yuan, während die weltweiten Smartphone-Lieferungen um 69 Prozent auf 49,4 Millionen Geräte zulegten. In China steigerte Xiaomi die Lieferungen um 75 Prozent und lag mit einem Marktanteil von 14,6 Prozent an vierter Stelle.

Weltweit rangierte Xiaomi in diesem Quartal mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent an dritter Stelle bei den Smartphone-Lieferungen, wie das Unternehmen mit Verweis auf den Marktanalysten Canalys mitteilte.

Im März stellte Xiaomi Pläne vor, sein Produktportfolio weiter zu diversifizieren und auch Elektrofahrzeuge anzubieten. Der Konzern wird zunächst umgerechnet etwa 1,5 Milliarden US-Dollar für den Start des Geschäfts ausgeben.

Vor zwei Wochen hat sich das US-Verteidigungsministerium bereit erklärt, Xiaomi von einer schwarzen Liste zu streichen, die die Trump-Regierung erstellt hatte. Damit können US-Unternehmen wieder in den Technologiekonzern investieren.

14:25 Uhr

Happy Birthday, Dow! - 125 Jahre US-Leitindex

Heute wird der Dow Jones Industrial Average, kurz der "Dow" genannt, 125 Jahre alt. Am 26. Mai 1896 erfuhr er sein Debüt mit damals zwölf Unternehmen, überwiegend klassischen "Schlotfabrik"-Werten: Herstellern von Verbrauchsgütern und Rohstofflieferanten.

Kurz nach dem Start erfolgte bereits die erste Umbildung, als der Seile-Hersteller US Cordage die Versorger- und Transportgesellschaft North American ersetzte.

Unter den aktuellen Dow-Jones-Werten besitzen Procter & Gamble die längste Indexzugehörigkeit - seit dem 26. Mai 1932 sind sie dort vertreten. Am 10. Mai hatte der Index sein aktuelles Rekordhoch bei 35.091,56 Punkten erreicht.

13:42 Uhr

Österreichischer Ex-Banker im Auftrag der USA verhaftet

Im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Schmiergeldskandal um den brasilianischen Mischkonzern Odebrecht ist ein ehemaliger österreichischer Banker ins Visier der US-Justiz geraten. Der frühere Chef der ehemaligen Wiener Privatbank Meinl Bank, Peter Weinzierl, sei wegen des Verdachts der Beteiligung an einer langjährigen Bestechungs- und Geldwäscheverschwörung verhaftet worden, teilte die US-Staatsanwaltschaft mit. Weinzierl und einem weiteren Österreicher werde vorgeworfen, von 2006 bis 2016 mit Odebrecht und anderen Schwarzgeld gewaschen zu haben, um Beamte mit Geldern in Höhe von Hunderten Millionen Dollar zu bestechen.

Die Staatsanwaltschaft in Brooklyn (New York) teilte mit, Weinzierl sei auf Antrag der USA in Großbritannien festgenommen worden, während sich der zweite Mann auf freiem Fuß befinde. Beide Beschuldigten seien auch Vorstände bei einer mit der Meinl Bank verbundenen Bank in Antigua gewesen, teilte das Büro des Staatsanwaltes mit. Die Anwälte der beiden Angeklagten und die Bank waren zunächst nicht erreichbar.

Die Meinl Bank, die später in Anglo Austrian AAG Bank umbenannt wurde, war eine österreichische Privatbank, die von der Familie Meinl gegründet wurde und zuletzt Julius Meinl V. zuzurechnen war. Der Bankier und Spross des durch den Verkauf von Kaffeebohnen bekannt gewordenen Delikatessen-Geschäfts Julius Meinl war selbst wegen Anlagebetrugs im Zusammenhang mit einer früheren Immobilienfirma festgenommen worden. Nach dem Entzug der Banklizenz wurde die Insolvenz über die Meinl Bank eröffnet. Im Februar 2021 wurde sie geschlossen.

Die Beschuldigten sollen laut Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Komplizen mittels betrügerischer Transaktionen und Scheinverträgen mehr als 170 Millionen Dollar von New Yorker Bankkonten über ihre Bank auf Offshore-Konten überwiesen haben, die von Odebrecht kontrolliert wurden. Das Geld soll an Regierungsbeamte in Brasilien, Mexiko und Panama geflossen sein. Dem brasilianischen Staat seien mehr als 100 Millionen Dollar an Steuereinnahmen entgangen.

13:04 Uhr

Hapag-Lloyd baut Containerflotte kräftig aus

Hapag-Lloyd baut aufgrund der starken Nachfrage und weltweiten Knappheit an Schiffscontainern die Containerflotte aus. Wie die Hamburger Reederei mitteilte, hat sie 60.000 weitere TEU-Standardcontainer in China bestellt.

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 189,80

Damit erweitert Hapag-Lloyd seine Investitionen in die Containerflotte im laufenden Jahr auf 210.000 TEU-Standardcontainer. Im April hatte das Unternehmen 2021 noch 150.000 Container bestellen wollen. Die Container sollen ab Juli ausgeliefert werden, der größte Teil werde im dritten Quartal dazu kommen.

Insgesamt verfügt Hapag-Lloyd den Angaben zufolge über einen Containerbestand von rund 2,8 Millionen TEU (Twenty-Foot Equivalent Units).

12:37 Uhr

Audi will Lamborghini nicht verkaufen

Audi will seine italienische Luxus-Sportwagenmarke Lamborghini nicht verkaufen. Berichten der Zeitschriften "Autocar" und "Automobilwoche" zufolge bietet die Schweizer Quantum-Gruppe zusammen mit dem Londoner Finanzinvestor Centricus 7,5 Milliarden Euro für Lamborghini. Quantum wolle den 1800 Beschäftigten eine fünfjährige Beschäftigungsgarantie geben und strebe eine strategische Partnerschaft mit dem VW-Konzern an. Eine Audi-Sprecherin sagte: "Uns liegt kein Angebot vor, und Lamborghini steht nicht zum Verkauf." Darüber gebe es auch keinerlei Diskussion im Konzern.

Lamborghini hat im vergangenen Jahr 7430 SUV- und Sportwagen verkauft und 1,6 Milliarden Euro erlöst. Über die Zukunft von Luxus-Marken wie Lamborghini, Bugatti und Bentley oder dem Motorradhersteller Ducati im VW-Konzern gibt es immer wieder Spekulationen.

12:22 Uhr

Anleger schütteln Inflationssorgen ab

Die Wall Street dürfte heute zum Start von der gestiegenen Zuversicht der Anleger profitieren. Dort macht sich die Überzeugung breit, dass die Federal Reserve und andere Notenbanken der Wirtschaft weiter ihre Unterstützung angedeihen lassen werden. Der Markt war von der Sorge erfüllt, dass die steigende Inflation eine Zinswende provozieren könnte. Teilnehmer sehen in den aktuellen Gewinnen der Futures auf die Leitindizes auch eine kleine Gegenbewegung, nachdem der Markt gestern ins Minus gedreht hatte.

S&P 500
S&P 500 4.161,95

Verschiedene Notenbanker hatten in jüngster Zeit betont, dass die Zeit für eine geldpolitische Umkehr noch nicht gekommen sei. "Alle diese Signale von der Fed zeigen, dass es keine Eile gibt, die Liquidität auszutrocknen", sagt Chefvolkswirt Savvas Savouri von Toscafund Asset Management.

Intuit gewinnen vorbörslich 2,1 Prozent nach dem Geschäftsausweis zum dritten Quartal. Der Anbieter von Software zur Finanzverwaltung steigerte Umsatz und Ergebnis und verbuchte einen Rekordüberschuss. Zscaler (+10,5 Prozent), ein Anbieter von Cloud-Sicherheitssystemen, hat mit den Quartalszahlen die Marktprojektionen geschlagen. Zudem teilte das Unternehmen einen hohen Bestand an noch nicht abgearbeiteten Aufträgen mit.

Auch Nordstrom (-5 Prozent) hat Quartalszahlen vorgelegt, die allerdings nicht gut ankommen. Die Kaufhaus- und Versandhauskette engte zwar die Verluste ein, die Umsätze lagen aber noch 13 Prozent unter dem Niveau von 2019 und damit vor der Coronakrise.

12:01 Uhr

Goldpreis setzt Höhenflug fort

Der Goldpreis-Aufschwung geht weiter, der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) steigt an der Börse in London bis auf 1910,27 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Januar. Seit einiger Zeit liefern der schwächere US-Dollar sowie Inflationssorgen bei gleichzeitig wenig veränderter Aussicht auf eine weiter sehr lockere Geldpolitik der Notenbanken dem Edelmetall Rückenwind.

Der Goldpreis bewegt sich damit seit April wieder in Richtung des Rekordhochs, das im vergangenen Sommer bei 2075 Dollar erreicht worden war. Auf dem Markt wurde unter anderem auf einen Rückgang der Renditen von Staatsanleihen verwiesen, der die Anlage in Gold attraktiver macht.

Gold in USD
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11:25 Uhr

Easyjet-Chef: "Indische Mutante wird Sommer nicht ruinieren"

Der Chef von Easyjet, Johan Lundgren, sieht für den anstehenden Sommer in Europa geringe Bedenken bei Reisen wegen der indischen Variante des Coronavirus. "Ich glaube nicht... dass wegen der indischen Variante der Sommer ruiniert ist" , sagte Lundgren. Die jüngsten Hinweise zeigten, dass die Impfstoffe gegen die indische Mutante effektiv seien. Gleichzeitig warnte er für die britische Flugindustrie vor einem weiteren verlorenen Sommer. Dieser könnte gravierende Konsequenzen mit sich bringen.

11:00 Uhr

Stahl wird billiger

Die Aussicht auf eine strengere Regulierung Chinas an den Metallmärkten setzt die Preise für Stahl und Eisenerz unter Druck. In Shanghai fällt der Future für Konstruktionsstahl um sechs Prozent auf 4667 Yuan (596 Euro) je Tonne. Eisenerz verbilligt sich an den Terminmärkten um 6,1 Prozent auf 994,5 Yuan (127Euro) je Tonne. China will die Preise für wichtige Rohstoffe stärker kontrollieren.

10:33 Uhr

Der Dax schwächelt

Der Dax hat seine anfänglichen Gewinne fast komplett eingebüßt. Der deutsche Leitindex steht noch minimal im Plus bei 15.478 Punkten, nachdem er im frühen Handel Anlauf auf seinen Rekord genommen hatte. Gestern hatte der Dax bei 15.568 Punkten einen Höchststand erreicht.

Aussagen von US-Währungshütern wie etwa von Fed-Gouverneurin Lael Brainard sowie den Fed-Präsidenten in Atlanta und St. Louis, Raphael Bostic und James Bullard hatten die Inflationssorgen in der weltgrößten Volkswirtschaft ein wenig zerstreut. Die Notenbanker sagten, dass eine höhere Inflationsrate infolge der Erholung von der Corona-Krise nichts Überraschendes sei. Sie bekräftigten ihre Sicht, dass Preisanstiege wahrscheinlich zeitlich begrenzt sein würden. Die US-Notenbank dürfte also auf absehbare Zeit ihre sehr lockere Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur fortsetzen und so auch weiterhin die Aktienmärkte antreiben.

"Die beruhigenden Worte der US-Notenbanker zeigen ihre Wirkung", so Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Einziger Wermutstropfen sei derzeit das abnehmende Handelsvolumen, welches der aktuellen Saisonalität geschuldet sein sollte.

Im Dax zählen die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care und des Lieferdienstes Delivery Hero mit Gewinnen von jeweils gut ein Prozent zu den Favoriten.

In einem für Bankenwerte europaweit schwachen Umfeld geht es dagegen für die Papiere der Deutschen Bank am Index-Ende um mehr als ein Prozent nach unten. Sie hatten gestern den höchsten Stand seit 2018 erreicht.

Im MDax fallen die Anteilsscheine von CTS Eventim mit einem Plus von 2,5 Prozent positiv auf. Händlern zufolge treiben positive Analystenkommentare die Aktien des Veranstalters und Tickethändlers an.

10:01 Uhr

Bitcoin legt kräftig zu

Bitcoin verteuert sich um mehr als fünf Prozent und notiert wieder über der Marke von 40.000 Dollar. Ethereum nähert sich mit einem Plus von 6,8 Prozent wieder der Schwelle von 3000 Dollar an. Das Stimmungsbild für Krypto-Währungen bleibe jedoch eingetrübt, die Furcht vor einer zu straffen Regulierung bremse den Risikoappetit der Anleger, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

09:48 Uhr

Aramis strebt an die Börse

Der zum Stellantis-Konzern gehörende französische Online-Gebrauchtwagenhändler Aramis strebt an die Pariser Börse. Das entsprechende Registrierungsdokument sei von der französischen Finanzmarktbehörde (AMF) genehmigt worden, teilte Aramis mit. "(Dies) stellt den ersten Schritt des geplanten Börsengangs am regulierten Markt der Euronext Paris dar." Die weiteren Schritte seien abhängig von den Marktbedingungen.

Der aus der Fusion der Opel-Mutter PSA mit dem italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler hervorgegangene Stellantis-Konzern hält 70 Prozent an Aramis. Laut dem Börsenkandidaten will Stellantis auch nach einer Aktiennotierung eine Mehrheit an Aramis behalten.

09:24 Uhr

Dax jagt neuen Rekord - Inflationssorgen schwinden

Die Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus stimmen die Dax-Anleger weiter zuversichtlich. Der deutsche Leitindex legt ein halbes Prozent auf 15.540 Punkte zu und steuert damit neue Bestmarken an. "Die Impfkampagne geht voran, gleichzeitig sinkt die Zahl der Neuinfektionen", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Wir sehen überall Lockerungen und eine Wiederbelebung von Städten, Gastronomie und Shopping Malls."

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Auch die Sorgen von Anlegern vor einer rasant steigenden Inflation und einer Eindämmung der geldpolitischen Unterstützung nahmen zuletzt ab. "Die Gespenster höhere Inflation und höhere Zinsen sind zwar noch nicht vertrieben, aber sie sitzen nicht mehr in der ersten Reihe", so Altmann.

Zu den größten Gewinnern zählen Autowerte. Volkswagen steigen um rund ein Prozent. Die EU-Kommission dürfte die Strafe gegen VW und BMW wegen Absprachen bei der Abgasreinigung deutlich reduzieren.

09:07 Uhr

Whatsapp verklagt indische Regierung

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REUTERS

Facebooks Messenger-Tochter Whatsapp hat Insidern zufolge Klage gegen die indische Regierung wegen einer neuen Verordnung für Online-Inhalte eingereicht. Die heute in Kraft tretenden neuen Regeln - die sich vor allem gegen die Verbreitung von Falschinformationen richten - verstoßen laut Whatsapp gegen Verfassungsbestimmungen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Konkret geht es um Persönlichkeitsrechte.

Die neuen Richtlinien in Indien verlangen von Sozialen Medien, dass sie den "Urheber der Information" preisgeben, wenn es von ihnen verlangt wird. Whatsapp urteilt in der Klage, dies sei nur möglich, wenn die "Ende-zu-Ende"-Verschlüsselung sowohl für die Empfänger als auch für die Absender von Nachrichten aufgehoben und damit der Schutz der Privatsphäre verletzt wird.

Whatsapp zählt in Indien fast 400 Millionen Nutzer. Das Unternehmen hat ähnlich wie Google und Twitter stark in das Geschäft investiert. Falschinformationen, die auch über Whatsapp verbreitet werden, spielen in dem von der Corona-Krise besonders stark getroffenen Indien eine große Rolle. Die neue Verordnung sieht unter anderem vor, dass Inhalte innerhalb von 36 Stunden nach Anordnung entfernt werden müssen und ein Mechanismus für die Beantwortung von Beschwerden eingerichtet wird.

08:41 Uhr

Tanken deutlich teurer - Superbenzin kostet ein Viertel mehr

Tanken ist in Deutschland wegen der neuer CO2-Abgabe und Corona-Effekten deutlich teurer geworden. Im April erhöhten sich die Preise für Superbenzin um 24,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Dieselkraftstoff verteuerte sich um 19,5 Prozent, Autogas um 14,2 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen in diesem Zeitraum nur um 2,0 Prozent.

"Seit Januar 2021 wirkt sich neben dem Ende der temporären Mehrwertsteuersenkung auch die Einführung der CO2-Abgabe preistreibend auf die Kraftstoffe aus", erklärten die Statistiker. Klimaschädliche fossile Brennstoffe werden seither mit 25 Euro pro Tonne CO2 belegt.

08:30 Uhr

Delivery Hero verkauft Teil des Balkangeschäfts

Delivery Hero hat Teile seines Geschäfts in der Balkanregion an die spanische Lieferplattform Glovo verkauft. Wie beide Unternehmen mitteilten, übernimmt Glovo das Delivery-Hero-Geschäft in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Montenegro, Rumänien und Serbien sowie bestimmte Geschäfte in Kroatien. Insgesamt werden die verkauften Assets in der Transaktion mit rund 170 Millionen Euro bewertet. Der Verkauf soll Delivery Hero in die Lage versetzen, in andere Kernmärkte und vertikale Geschäftsbereiche zu investieren, die für die Strategie zentral sind.

Delivery Hero
Delivery Hero 107,95

08:18 Uhr

EU-Nutzfahrzeugmarkt erholt sich weiter

In der EU sind im April mehr Nutzfahrzeuge zugelassen worden als im Vorjahr. So wurden in dem Monat mit 171.283 knapp 180 Prozent mehr Fahrzeuge registriert als im April 2020, wie der europäische Branchenverband Acea in Brüssel mitteilt. Damit erholte sich der Nutzfahrzeugmarkt weiter und stieg den dritten Monat in Folge. Allerdings kamen im Vorjahresmonat die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise erstmals voll zum Tragen.

Die größten Zuwächse erzielten Italien, Spanien und Frankreich. Mit einem Plus von gut 60 Prozent trug Deutschland ebenfalls kräftig bei. In den ersten vier Monaten des Jahres kam der EU-Nutzfahrzeugmarkt bei den Registrierungen auf ein Plus von rund 42 Prozent auf 673.179 Stück.

08:10 Uhr

Tesla kündigt erste Modelle ohne Radarsensoren an

Der US-Elektroautobauer kündigt eine Neuerung für seine Fahrzeuge in Nordamerika an. Die Modelle 3 und Y sollen dort ab diesem Monat als erste Version ohne Radarsensoren für teilautomatisiertes Fahren auskommen, sagte das Unternehmen.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 623,31

"Dies werden die ersten Tesla-Fahrzeuge sein, die sich allein auf Kamera-Vision und neuronale Netzverarbeitung verlassen, um Autopilot, Full-Self-Driving und bestimmte aktive Sicherheitsfunktionen zu bieten." Der Übergang zu einem kamerafokussierten System könne aber zu Einschränkungen bei einigen seiner Fahrerassistenzfunktionen wie beispielsweise der Fahrspur-Zentrierung und der Einparkhilfe führen. Tesla war in den vergangenen Monaten wegen Unfällen im Zusammenhang mit seinem Autopilot-System wiederholt in die Kritik der US-Regulierungsbehörden geraten.

08:02 Uhr

Ifo-Exporterwartungen: Wo es läuft, wo es klemmt

Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie sind im Mai auf 23,0 Punkte von 23,9 im April gesunken. "Die sehr gute Stimmung bei den deutschen Exporteuren hat einen kleinen Dämpfer erhalten", erklärte das Ifo-Institut. "Die Exportwirtschaft in Deutschland bleibt aber ein wichtiger Pfeiler für die gut laufende Industriekonjunktur."

Einen deutlichen Dämpfer bei den Exporterwartungen musste die Automobilindustrie verkraften. Im Moment werden kaum neue Aufträge aus dem Ausland erwartet. Gleiches gilt für die Nahrungsmittelindustrie. Auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie bleibt der Auslandsmarkt schwierig.

Weiterhin sehr gut laufen die Exporte hingegen in der Elektroindustrie und im Maschinenbau. Auch die chemische Industrie blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Nach zuletzt schwierigen Monaten rechnet die Möbelindustrie mit einem deutlichen Anstieg der Exporte.

07:57 Uhr

Setzt der Dax seine Rekordjagd fort?

Zur Wochenmitte wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut höher starten.

Dax
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Händler rechnen zur Wochenmitte mit einer freundlichen Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax wird am Morgen ein halbes Prozent höher erwartet bei knapp 15.540 Punkten, und im Euro-Stoxx-50 sieht es ebenfalls nach steigenden Kursen aus. Am Vortag hatte er 0,2 Prozent auf 15.465,09 Punkte zugelegt - dem höchsten Schlusskurs seiner Geschichte.

Die Vorlagen aus Asien sind überwiegend moderat freundlich, die US-Index-Futures ziehen etwas an, die Angst vor steigenden Renditen hat sich gelegt und die Kryptowährungen wie Bitcoin liegen auf Erholungskurs. "Damit sollte das Umfeld den Dax erst einmal antreiben", so ein Marktteilnehmer.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Gebremst werden dürften die Kurse der exportorientierten Aktien allerdings vom festen Euro. Mit 1,2260 Dollar wird die Gemeinschaftswährung am Tageshoch vom Dienstag gehandelt. "Der Markt wird sehen, wie der Dax mit dem Gegenwind von der Währungsseite zurecht kommt", so der Marktteilnehmer. Zunächst ziehe die feste Währung auch internationales Kapital an, was den Effekt auf die Exporte teilweise ausgleichen sollte, sagt er. "Allerdings könnten andere europäische Börsen wie beispielsweise Madrid den Dax erst einmal outperformen", meint er mit Blick auf die Konjunkturaussichten, die in Deutschland von der Euro-Stärke gedämpft würden. Relevante Konjunkturdaten oder Firmenbilanzen stehen nicht auf dem Terminplan.

07:49 Uhr

Schwacher Dollar spült Goldpreis nach oben

Der Goldpreis wird erstmals seit Anfang Januar über der Marke von 1900 Dollar je Feinunze gehandelt. Am Morgen kostet sie 1906,70 Dollar. Auftrieb bekommt der Goldpreis vom schwachen Dollar, der unter vergleichsweise taubenhaften Aussagen von US-Notenbankmitgliedern leidet.

Anleger sollten darauf achten, ob es am Vorwochenhoch bei 1890 Dollar zu einem False-Breakout und Reversal komme, so Marktanalyst Marcel Mußler in den Mußler-Briefen. Ein solches Reversal könnte wieder einen Rücksetzer einleiten. Sonst liege der nächste Widerstand nun erst bei 1959 Dollar.

07:41 Uhr

Sony will 15 Milliarden Euro investieren

Dier Sony Group will in den kommenden drei Jahren 2 Billionen Yen (umgerechnet knapp 15 Milliarden Euro) für strategische Investitionen bereitstellen. Konkret sollen die Mittel für Unterhaltungsinhalte, das Direct-to-Consumer-Geschäft, Technologien und Aktienrückkäufe ausgeben werden, erklärte die Japaner. Sony kündigte zudem an, die Entwicklung eines Prototyps für ein eigenes Elektrofahrzeugs namens Vision-S fortzusetzen.

Sony
Sony 79,79

07:20 Uhr

Lamborghini-Gebot dürfte VW-Aktie treiben

Wie gestern bekannt wurde, will die Schweizer Quantum-Grupp zusammen mit der britischen Investmentfirma Centricus die Audi-Tochter Lamborghini übernehmen und bietet dafür 7,5 Milliarden Euro. Ein entsprechender "Letter of Intent" soll nach Informationen der "Automobilwoche" heute übergeben werden.. Bei VW und Audi stößt das Angebot der Zeitung zufolge aber auf wenig Interesse.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

"Das Gebot ist sehr hoch", sagt Heino Ruland von Ruland Research. Selbst wenn kein Interesse an dem Angebot bestehe: "In einer Sum-of-the-Parts-Betrachtung dürften Marktteilnehmer den Wert des VW-Konzerns nun deutlich höher ansetzen", so Ruland. Damit sei auch ein deutlicherer Kursanstieg als um die nachbörslichen knapp 1 Prozent drin.

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07:11 Uhr

Asien-Börsen leicht im Plus

An den asiatischen Börsen sowie in Australien überwiegen im späten Handel moderate Aufschläge. Anleger freundeten sich mehr und mehr mit der Erwartung an, dass geldpolitische Straffungen in den kommenden Monaten auf der Agenda stünden, heißt es im Handel. Diese Aussicht bremse zwar den Aktienmarkt, andererseits sei unmittelbar wohl noch nicht mit inflationsbremsenden Maßnahmen zu rechnen. Diese Hoffnung stützt derweil die Börsen etwas. Nahrung erhalten diese Annahmen von Richard Clarida, Vize-Chairman der US-Notenbank. Er erwartet, dass eine Reduzierung der massiven Ankäufe von Staats- und Hypothekenpapieren durch die Fed auf einer der nächsten Sitzungen Thema sein werde.

Nikkei
Nikkei 27.907,14

Die neuseeländische Notenbank stellte gar bereits Zinserhöhungen in Aussicht, allerdings erst im kommenden Jahr. Der Neuseeland-Dollar zieht daraufhin kräftig an. Auch der chinesische Renminbi wurde deutlich höher gefixt von der chinesischen Notenbank, er bewegt sich auf dem höchsten Stand seit Juni 2018. Der US-Dollar neigt ganz allgemein zur Schwäche, weil die Clarida-Aussagen eher taubenhaft interpretiert werden. Laut Analysten beflügelt der schwache Greenback die regionalen Aktienmärkte.

Während in Singapur feiertagsbedingt nicht gehandelt wird, steigt der Nikkei-225 in Tokio um 0,4 Prozent. Die Dollar-Schwäche lässt auch den Yen auf Tagessicht etwas anziehen, was die Börsen tendenziell etwas bremst. Im Finanzsektor zeigen sich nach den in den USA gesunkenen Marktzinsen überwiegend Minuszeichen.

Nach der Rally des Vortages mit dem höchsten Tagesaufschlag seit fast einem Jahr auf ein Dreimonatshoch geht es im chinesischen Kernland etwas gemächlicher zu, der Schanghai-Composite zeigt sich etwas fester. In Hongkong steigt der HSI mit 0,7 Prozent dagegen deutlicher - getragen von Aufschlägen im Technologie- und Konsumsektor. Great Wall Motor ziehen um über 6 Prozent an. Die neuen Unternehmensziele liegen signifikant über den bisherigen.

06:07 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die grassierenden Inflationsängste scheinen zunächst einmal gebannt. "Es gibt eine breitere Wahrnehmung, dass die Inflation vorübergehender Natur sein wird", so Marktstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros am Dienstag. Am Markt hat sich damit die offizielle Sichtweise der US-Notenbank durchgesetzt, die auch von einer nur temporär anziehenden Inflation spricht.

Dax
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Der Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, Charles Evans, bekräftigte diese Sichtweise, indem er erklärte, dass Sorgen vor einer außer Kontrolle geratenen Inflation unangebracht seien. Für die US-Notenbank gebe es derzeit keine Notwendigkeit, ihre lockere Geldpolitik zurückzufahren.

"Der jüngste Anstieg der Inflation scheint nicht der Vorläufer einer anhaltenden Bewegung zu unerwünscht hohen Inflationsraten zu sein", sagte Evans. "Ich habe noch nichts gesehen, was mich dazu bewegen könnte, meine volle Unterstützung für unsere akkommodierende Haltung in der Geldpolitik oder unsere Forward-Guidance für die politische Ausrichtung zu ändern." Evans ist ein stimmberechtigtes Mitglied des zinssetzenden Offenmarktausschusses der Fed.

Auch wenn sich deshalb streckenweise Euphorie breit machte, reichte die Puste zumindest am Vortag nicht für den Sturm auf die 15.600-Punkte-Marke. Der Dax prallte am Ende von seinem Rekordhoch bei 15.569 Zählern wieder ab und schloss mit einem kleinen Plus von knapp 0,2 Prozent bei 15.465 Punkten. Schuld war der festere Euro, der zwischenzeitlich bis auf 1,2262 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit dem 8. Januar kletterte. Neue Gipfelstürme sind denoch nicht ausgeschlossen.

Konjunkturdaten werden nicht erwartet. Auh Firmenbilanzen gibt es nut noch vereinzelt. Hauptversammlungen stehen untern anderem bei Facebook, Amazon, Exxon Mobil, Chevron und Ford an.

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