Dax und MDax ausgebremst, SDax landet im Plus
Nach unerwartet hohen Inflationszahlen hat der deutsche Aktienmarkt nach seinem Erholungsversuch zum Wochenauftakt wieder auf dem Ansatz kehrt gemacht.
Allein bei Aktien aus der dritten Reihe stand am Ende ein zartes Plus. Anleger hatten am Dienstag eine Reihe durchwachsener Quartalszahlen zu verdauen. Allein aus dem Dax legten mit Deutsche Börse, Volkswagen, Wirecard, Beiersdorf und Lufthansa fünf Unternehmen Zahlen vor.
DAXDer Dax schloss mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 11.281 Punkten. Nach dem dreiprozentigen Minus in der Vorwoche hatte er sich am Montag nach dem angekündigten Merkel-Rücktritt zeitweise um über zwei Prozent erholt - und sich letztlich mit einem Plus von 1,2 Prozent ins Ziel gerettet.
Der MDax sank um 0,1 Prozent auf 23.681 Punkte. Für den SDax ging es dagegen um 0,3 Prozent auf 10.780 Punkte nach oben.
Größter Verlierer im Dax waren Lufthansa mit einem Minus von 8,1 Prozent. Die Fluggesellschaft hat in den ersten neun Monaten vor allem wegen der Integrationskosten bei Eurowings deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.
Die Lufthansa rechnet nun für das kommende Jahr mit 900 Millionen Euro zusätzlichen Ausgaben für Kerosin nach einem Plus von bereits 850 Millionen in diesem Jahr - und das auf vergleichbarer Basis.
VW VorzügeVW zogen dagegen um 3 Prozent an. Trotz eines schwierigen Branchenumfelds hat der Konzern den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert, bei nur etwas höheren Umsätzen. Allerdings zeigten auch die Geschäftszahlen des Wolfsburger Konzerns die Spuren der sich abschwächenden Nachfrage und der Verzögerungen wegen des neuen Abgasmessverfahrens.
Apple zieht Preise bei Computern an
Nach neuen iPhones im September hat Apple auch bei seinen Computern aktualisierte Versionen vorgestellt. Bei einer Veranstaltung in New York präsentierte CEO Tim Cook unter anderem ein neues MacBook Air, ein schlanker Laptop.
Ähnlich wie bei den iPhones drehte Apple auch hier kräftig an der Preisschraube.
Das neue MacBook Air wird in den USA 20 Prozent mehr als das Vorgängermodell kosten. Es ist der meistverkaufte Laptop aus dem Hause Apple.
Auch der MacMini, ein kleiner Desktop-Rechner, soll mit 60 Prozent deutlich mehr kosten als sein Vorgänger.
Mehr billige EZB-Gelder auf dem Weg?
Laut der Finanzagentur Bloomberg hat ein hoher spanischer Bankenvertreter durchblicken lassen, dass die Europäische Zentralbank ein langfristiges Finanzierungsprogramm verlängern könnte. Hintergrund ist, dass die drohende Rückzahlungen die Kreditvergabe in der Region gerade dann drosseln könnte, wenn die Zinsen zu steigen beginnen.
Laut Insidern haben einige Banken mit der EZB Kontakt aufgenommen, um das Risiko zu diskutieren. Jaime Saenz de Tejada, Finanzvorstand bei Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA, bestätigte laut der Agentur, dass diese Gespräche stattfinden.
"Es ist wahr, dass wir bereits seit zwei Monaten Diskussionen" über eine Verlängerung des Programms haben, sagte er in einer Telefonkonferenz. Das ist "eindeutig etwas, das wir nicht völlig ausschließen."
Wettbewerbshüter könnten ThyssenKrupp-Fusion ausbremsen
Die EU-Kommission befürchtet bei dem geplanten Zusammenschluss von Teilen des Industriekonzerns Thyssenkrupp mit dem indischen Stahlproduzenten Tata eine Einschränkung des Wettbewerbs.
Eine eingehende Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde mit. Insbesondere bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie sowie bei metallbeschichtetem Verpackungsstahl, der etwa bei Konservendosen genutzt werde, könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen.
Die Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata gilt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp. Der Gesamtkonzern soll in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Dabei soll das traditionelle Werkstoffgeschäft von dem Industrie-Geschäft getrennt werden.
Die Titel von ThyssenKrupp notieren ein Prozent leichter.
US-Konsumklima so gut wie lange nicht mehr
Die Stimmung der US-Verbraucher ist so gut wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Das entsprechende Barometer steigt im Oktober überraschend auf 137,9 Zähler von 135,3 Punkten im September. Das teilt das Forschungsinstitut Conference Board mit. Experten hatten mit einer trüberen Stimmung gerechnet.
Die Verbraucher schätzten ihre Lage besser ein als zuletzt und schraubten auch ihre Erwartungen nach oben. "Sie erwarten nicht, dass die Wirtschaft allzu bald an Fahrt verliert", so das Institut. Die Verbraucher bilden mit ihren Ausgaben das Rückgrat der amerikanischen Konjunktur, da der private Konsum etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht. Sie erwiesen sich im Sommer erneut als Stütze des Aufschwungs.
Fuchs Petrolub bleibt in Saudi-Arabien aktiv
Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub will sich nach dem gewaltsamen Tod des saudi-arabischen Regimekritikers Jamal Khashoggi nicht aus Saudi-Arabien zurückziehen. "Ich bin geschockt über den Fall Khashoggi", sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs während einer Telefonkonferenz. "Wir werden aber deshalb nicht unser Geschäft in Frage stellen."
Fuchs Petrolub mache Geschäfte mit der breiten Bevölkerung und nicht mit dem Staat. Die Mannheimer halten fast ein Drittel an Alhamrani-Fuchs Petroleum of Saudi Arabia, Ltd.
Fuchs Petrolub bekommt Gegenwind von mehreren politischen Baustellen: Die Firma ist auch von den chinesischen Strafzöllen auf US-Produkte direkt betroffen, da es bestimmte Rohstoffe aus den USA für sein China-Geschäft bezieht. Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben, ob es nicht die Warenströme umstellen soll. Die Rohstoffe für China könnten auch aus Europa importiert werden.
Die Mannheimer hatten vor gut einer Woche vorläufige Zahlen zu den ersten drei Quartalen vorgelegt und die Jahresprognose wegen einer schwächeren Nachfrage aus der Autoindustrie zurückgeschraubt. Die Aktien notieren zuletzt 1,4 Prozent höher.
Bundesbank-Ökonom macht radikalen Vorschlag für Italien
Obwohl Italien hoch verschuldet ist, plant die Regierung für das Jahr 2019 eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Es hagelt Kritik, vor allem aus Brüssel. Die scheint an der Regierung jedoch abzuperlen.
Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte bei einem Besuch in Indien, die Daten zeigten, warum die zusätzlichen Ausgaben nötig seien. Ähnlich äußerte sich Vize-Regierungschef Matteo Salvini von der rechten Lega. Die Regierung müsse jetzt aufs Tempo drücken.
Der Leiter der Abteilung Öffentliche Finanzen bei der deutschen Bundesbank, Karsten Wendorff, warf in diesem Zusammenhang nun einen radikalen Vorschlag in den Ring. In einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" schlug er vor, dass die italienische Regierung eine Zwangsanleihe einführen sollte. Dabei würde sich das Risiko komplett nach Italien verlagern.
"Die italienische Bevölkerung wäre verpflichtet, die Solidaritätsanleihen zu erwerben, und zwar beispielsweise in Abhängigkeit vom Nettovermögen der Haushalte", erklärt Wendorff. Das würde bedeuten, dass wohlhabende Italiener für die Schulden ihres Staates haften müssten.
Während es für Italien immer schwieriger wird, sich über Banken und Märkte zu finanzieren, schlägt der Ökonom also vor, dass der Staat seine Bürgerinnen und Bürger zur Kasse bittet.
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Finanzspritze für Bitcoin-Börse Coinbase
Coinbase aus San Francisco steckt sich neue Ziele. Die Bitcoin-Börse will wachsen. In einem Blogpost gab sie bekannt, dass sie eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Laut eigenen Angaben hat sie dem bereits vorhandenen Pool an Geldmitteln weitere 300 Millionen US-Dollar hinzugefügt.
Nun liegt das Bitcoin-Startup aus San Francisco bei einer Post-Money-Bewertung - das ist die Bewertung, nachdem der Investor sein Investment überwiesen hat - von acht Milliarden US-Dollar.
Laut der Angaben wollen die Investoren mit der Finanzierung sowohl Kryptowährungen als auch der Blockchain-Industrie helfen, weiter zu wachsen.
Inflationsrate auf höchstem Stand seit zehn Jahren
Aufgrund der steigenden Kosten für Benzin, Diesel und Heizöl ist die Inflationsrate im Oktober überraschend stark gestiegen. Die Verbraucherpreise kletterten ersten Schätzungen zufolge um 2,5 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies ist der höchste Wert seit September 2008. I
Die Energiepreise lagen um 8,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat.
DAXEine höhere Jahresteuerungsrate hatte es laut den Angaben zufolge zuletzt im September 2008 mit 2,8 Prozent gegeben. Von September auf Oktober 2018 legte die Teuerung um 0,2 Prozent zu. Die Europäische Zentralbank peilt in den Staaten der Währungsunion eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur an.
Der deutsche Aktienmarkt reagiert negativ auf die Inflationsdaten. erwartet worden waren 2,4 Prozent. "Die Gewinne vom Montag sind wieder weg", sagt ein Händler. Viele Marktteilnehmer seien von "Buy the Dips" zu "Sell the Rallies" übergegangen.
Der Dax verliert 0,5 Prozent auf 12.269 Punkte.
Dieselskandal beschert Fiat Chrysler Einbruch
Belastungen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal haben das Drittquartalsergebnis der Fiat Chrysler Automobiles deutlich gedrückt.
Der Nettogewinn sank um 38 Prozent auf 564 Million Euro. Die Belastung für "geschätzte Kosten im Zusammenhang mit US-Diesel-Themen" bezifferte der italienisch-amerikanische Automobilhersteller auf 700 Millionen Euro.
GE kappt nach Milliarden-Verlust die Dividende
Der Siemens-Rivale General Electric (GE) streicht nach einem Mega-Verlust im vergangenen Quartal die Dividende zusammen und plant einen Umbau der schwächelnden Kraftwerkssparte.
"Die Priorität in den ersten 100 Tagen meines Amtes liegt darauf, das Unternehmen wieder auf die Gewinnerstraße zurückzubringen", sagte der seit wenigen Wochen amtierende Firmenchef Larry Culp. Schlecht laufende Geschäfte in der Kraftwerkssparte zwangen GE im dritten Quartal zu einer milliardenhohen Abschreibung, wodurch ein Verlust von 22,8 Milliarden Dollar entstand.
Anleger sollen daher künftig nur noch eine Dividende von einem Cent je Quartal bekommen. Bisher schüttete GE zwölf Cent aus.
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Täglich 33 Millionen Barrel mehr: Ölpreis sinkt
Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich zuletzt um 0,6 Prozent auf 76,74 Dollar je Barrel.
Ein Grund, warum sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurückziehen, ist die Furcht vor einem eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hat China mit weiteren Strafzöllen gedroht, sollte es keine Entspannung im Handelskonflikt geben.
Ein weiterer Grund sind die steigenden Fördermengen. Die drei größten Produzenten Russland, Saudi-Arabien und die USA pumpen laut dem Datenanbieter Refinitiv seit September erstmals täglich 33 Millionen Barrel aus dem Boden. Das ist rund ein Drittel mehr als zu Beginn des Jahrzehnts.
Experten erwarten trotz der US-Sanktionen gegen den Iran keine größeren Lieferengpässe. Russland und Saudi-Arabien haben angekündigt, Ausfälle iranischer Exporte auszugleichen.
Weitere Zölle möglich: Trump erhöht Druck auf China
US-Präsident Donald Trump rasselt im Handelsstreit mit China hörbar mit den Säbeln. Er erwarte einen "großartigen Deal", sagte er dem US-Fernsehsender Fox. Das sei auch nötig, denn China habe sein Land ausgepresst.
"Und ich habe 267 Milliarden Dollar, die warten, wenn wir keinen Deal machen können", fügte Trump hinzu. Der US-Präsident hat bereits wiederholt mit Importabgaben auf chinesische Produkte in diesem Volumen gedroht. Eine mit den Überlegungen der US-Regierung vertraute Person bestätigte Reuters, es könne hier bald Bewegung geben.
Es wird erwartet, dass sich Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping beim G20-Gipfel in Buenos Aires trifft, der vom 30. November bis 1. Dezember stattfindet.
Kapitalabflüsse aus China nehmen zu
In China tut sich einiges: Nicht nur der Yuan wertet ab. Auch der Renditeabstand zwischen chinesischen und amerikanischen Staatsanleihen ist so gering wie seit April 2011 nicht mehr. Das erhöht das Risiko von Kapitalabflüssen aus China.
Chinesische Banken haben im September mit 16 Milliarden Dollar so viel Fremdwährung an ihre Kunden ausgegeben wie seit Dezember 2016 nicht mehr als der Yuan zuletzt das Niveau von 7 Yuan für den Dollar fast erreicht hatte.
Der Kapitalabfluss nehme zu, sagte Ken Cheung, Währungsstratege der japanischen Bank Mizuho, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das werde so lange so bleiben, wie keine wesentlichen Verbesserungen im Handelskonflikt mit den USA eintrete.
Für die chinesische Zentralbank ist der Schwund der Dollarreserven bislang kein Problem: Sie will den Yuan stabil halten.
Yuan so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr
Die Sorge von Anlegern vor einer Konjunktureintrübung in China drückt die Währung der Volksrepublik auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Der Dollar verteuert sich um 0,1 Prozent auf 6,9613 Yuan und nimmt die viel beachtete Marke von sieben Yuan ins Visier.
Investoren beobachten nun sehr genau, ob die Zentralbank dieses Niveau akzeptieren werde oder ob eine weitere Abwertung der Währung bevorstehe, sagt Frances Cheung, Marktstratege bei der Bank Westpac. Die Behörden müssten sehr genau abwägen, welche Folgen es für die Wirtschaft hätte, wenn die Schwelle von sieben Yuan gerissen werde.
Bereits vor ein paar Wochen hatte die chinesische Notenbank Schritte unternommen, um den Yuan zu schwächen. Für Chinas Exportwirtschaft ist eine Abwertung gut, weil es ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verbessert.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Nationalbank verlautbart, man wolle den Wechselkurs nicht als Instrument im Handelskonflikt nutzen. Man sei in der Lage und vertraue darauf, dass man den Wechselkurs auf einem "vernünftigen Gleichgewichtsniveau" werde halten können.
USA verbieten Exporte an chinesische Fujian Jinhua
Die US-Regierung eskaliert den Handelsstreit mit China durch Sanktionen gegen einen staatlich kontrollierten Chiphersteller aus der Volksrepublik weiter. Nach dem Smartphone-Hersteller ZTE nimmt sich Washington die nächste chinesische Firma, die Fujian Jinhua Integrated Circuit Company, vor.
Aus Gründen der nationalen Sicherheit steht das HAlbleiter-Startup von nun auf einer Liste von Unternehmen, an die US-Firmen ohne spezielle Lizenzen nicht exportieren dürfen. Jinhua stelle ein erhebliches Risiko dar, teilte das Handelsministerium mit. US-Unternehmen dürfen den Chinesen keine Software und Technologieprodukte verkaufen. Zuvor hatte der US-Rivale Micron die Chinesen des Diebstahls geistigen Eigentums beschuldigt. Peking reagiert mit Unverständnis auf den Angriff.
Ähnliche Maßnahmen wie gegen Jinhua hatten die USA zeitweise auch schon gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller und Netzwerk-Ausrüster ZTE verhängt, dessen Geschäfte daraufhin einbrachen. Die Sanktionen gegen ZTE wurden im Juli aufgehoben, nachdem US-Präsident Donald Trump persönlich interveniert und das Unternehmen eine Milliardenstrafe gezahlt hatte.
X-te Gewinnwarnung im Sektor: Schaeffler halten gegen
Der Automobilzulieferers Schaeffler bekommt am Morgen zunächst einmal eine kräftige Klatsche.
Nach einer Prognosesenkung brechen die Titel zeitweise um gut 9 Prozent ein, erholen sich dann aber schnell wieder bis auf minus zwei Prozent.
Gewinnwarnungen im Autosektor waren zuletzt an der Tagesordnung, viel sei bereits "eingepreist", heißt es am markt. "Muss man denn wirklich überrascht sein von der x-ten Warnung im Sektor?", fragt ein Händler. Die Schaeffler-Aktie habe sich angesichts der laufend gesenkten Prognosen durch die diversen Zulieferer im Jahresverlauf schon fast halbiert.
Dass "viel eingepreist" sei, habe man auch schon an der "vergleichsweise gemächlichen Kursreaktion auf den 20-Prozent-Einbruch bei Valeo" gesehen, so der Händler mit Verweis auf die Warnung der Franzosen vom Freitag.
"Doppelte Enttäuschung": Lufthansa-Titel fliegen
Nach einem unerwartet stark gesunkenen Quartalsgewinn suchen Lufthansa-Anleger das Weite. Die Aktien der Fluggesellschaft rutschen um über sieben Prozent. Damit hält Lufthansa im Dax die rote Laterne.
"Lufthansa enttäuscht gleich doppelt", sagen die Analysten der Schweizer Bank Credit Suisse. So musste die Airline zum einem höhere Kosten für Treibstoff und Entschädigungszahlungen für Kunden verkraften. Zum anderen sind die Umsätze zurückgegangen.
Die Experten des Brokerhauses Davy stuften die Aktien auf "Neutral" zurück. Die Gewinne blieben solange unter Druck, bis die Lufthansa die Ticketpreise im kommenden Jahr erhöhen werde.
Auch die Analysten von Liberum äußern sich skeptisch. "Im vierten Quartal müssten sich die Geschäfte substanziell verbessern, damit das Management seine Prognosen erfüllen kann", schreiben sie in einem Marktkommentar. Sie bestätigen ihr Aktienrating mit "Hold" und das Kursziel der Titel mit 24,50 Euro.
DAXNach der Erholung vom Montag geht es am Vormittag nun wieder abwärts. Nach wie vor hängt der Zollstreit zwischen den USA und China wie ein Damoklesschwert über den Börsen. Je nach Nachrichtenlage schlägt das Pendel von Verkaufen auf Kaufen. Damit dürfte die Volatilität die Börsen weiter begleiten.
VW und Wirecard stützen den Dax
Die freundliche Stimmung zum Auftakt hält am deutschen Aktienmarkt nicht lange vor: Der Leitindex Dax fällt nach der ersten halben Stunde zurück. Börsianer müssen sich seit dem Morgen durch eine ganze Flutwelle an Unternehmenszahlen wühlen. Starke Kursgewinne bei einzelnen Titeln wie Volkswagen oder Wirecard halten den Leitindex von größeren Abwärtsbewegungen ab.
Die im Leitindex notierten Vorzugsaktien von Volkswagen ziehen am Morgen nach dem Quartalsausweise um knapp 4,3 Prozent an.
Dax-Neuling Wirecard bekräftigte die Prognose und stellt Anlegern für das Schlussquartal eine "starke Geschäftsentwicklung" in Aussicht. Die Wirecard-Aktie gewinnt 1,5 Prozent.
Ebenfalls aufwärts geht es im Dax für Namen wie Vonovia, FMC und die Deutsche Börse, die am Vorabend ihr Zwischenergebnis vorgestellt hatte.
VW-Aktien klettern nach Zahlen um vier Prozent
Ermutigende Firmenbilanzen geben dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb. Der Dax legt zur Eröffnung 0,5 Prozent zu.
Zur Spitzengruppe der ersten Börsenliga gehören die Titel von Volkswagen. Trotz der Kosten in Folge des Dieselskandals und der Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP hat der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres seinen Gewinn kräftig gesteigert.
Die Wolfsburger verdienten von Januar bis September unterm Strich knapp 9,4 Milliarden Euro, 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Volkswagen mitteilte. Der Umsatz kletterte um 2,7 Prozent auf knapp 175 Milliarden Euro.
Trotz eines Einbruchs des Betriebsgewinns auf 3,5 Milliarden Euro honorieren Anleger das Ergebnis. Analysten hatten einen größeren Rückgang erwartet. Außerdem bekräftigte der Autobauer - anders als die Konkurrenten BMW und Daimler - seine Gesamtjahresziele. Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies lobte zudem das überraschend starke Abschneiden der Marke Porsche.
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Zu verdauen gibt es heute gleich eine ganze Reihe von Zahlen. Außerdem wird mal wieder offensichtlich, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China noch längst nicht abgewendet ist. Zwischen den beiden größten Wirtschaftsnationen fliegen wieder mal die Fetzen. Guten Morgen! Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag!
Dax rollt bewegtem Handelstag entgegen
Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf einen ereignisreichen Tag einstellen: In den ersten Indikationen wird der Leitindex zwar unverändert erwartet. Die einlaufende Zahlenflut international bekannter Unternehmen dürfte den frühen Handel jedoch mit reichlich Impulsen versorgen. Ergebnisse gibt es unter anderem von der Lufthansa.
Auf Teleboerse.de wird der Dax zum Auftakt bei 11.333,50 Punkten gesehen, was einer prozentual unentschiedenen Eröffnung entspricht.
Am Vorabend hatte das Frankfurter Börsenbarometer am Tag nach Merkels Ankündigungen 1,2 Prozent im Plus bei 11.335,48 Punkten geschlossen.
Auf Unternehmensebene gibt es neben der Zwischenbilanz der Lufthansa aus dem Dax auch noch Ergebnisse von Fresenius, Fresenius Medical Care und Beiersdorf. Die Bücher öffnen außerdem internationale Schwergewichte wie etwa Sony, Honda, Nintendo, BBVA, Vattenfall und Reckit-Benckiser.
Für Bewegung sorgen könnten zudem Daten von Konjunkturseite: Auf der Terminliste des Tages sind unter anderem die Arbeitslosenzahlen aus Deutschland und die deutschen Kennzahlen zur Inflation angekündigt.
Euro zieht leicht an
An den Devisenmärkten startet der vorletzte Oktober-Handelstag mit schmalen Bewegungen nach oben. In der ersten Woche nach dem jüngsten EZB-Zinsentscheid hält sich der Kurs der europäischen Germeinschaftswährung knapp unter der Marke von 1,14 Dollar.
Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1381 Dollar und damit 0,1 Prozent über dem Vorabendniveau.