Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Deutsche Bank pfändet Venezuelas Gold

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Treppenwitz der Geschichte: Maduro trat jüngst auf einer Veranstaltung in Venezuela auf, deren Motto die "Goldene Generation" war - allerdings ging es dabei um Sportler.

(Foto: imago images / Panoramic International)

Venezuela pfeift finanziell auf dem letzten Loch. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Regime unter Nicolas Maduro 40 Prozent der Goldreserven der Notenbank des Landes versetzt, um an Geld zu gelangen.

Nun muss Venezuela einen weiteren Teil seiner Goldreserven sausen lassen: Denn die Deutsche Bank pfändet rund 20 Tonnen Gold des Landes, berichtet "Bloomberg". Das entspricht derzeit einem Wert von etwa 870 Millionen Dollar.

Das Gold wurde von Venezuela im Jahr 2016 als Sicherheit hinterlegt - im Gegenzug erhielt das Land 750 Millionen Dollar an Cash von der Deutschen Bank. Die Vereinbarung galt ursprünglich bis 2021 - aufgrund ausbleibender Zinszahlungen des Krisenstaates wurde sie nun vorzeitig beendet.

Allerdings hat Venezuela einen Anspruch auf die 120 Millionen Dollar, welche das Gold mittlerweile mehr wert ist als damals. Unklar ist nur, wer Anspruch darauf hat. Der selbsternannte Übergangspräsident des Landes, Juan Guaidó, will verhindern, dass das Geld in die Hände Maduros gelangt.

Quelle: n-tv.de