Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Euro fährt Achterbahn: Maschinenbauer fordern Reform

Der Euro legt heute eine Berg- und Talfahrt hin. Nachdem die Gemeinschaftswährung gegen Mittag auf 1,1276 US-Dollar fiel, stieg sie am späten Nachmittag auf 1,1325 Dollar. Der Handel zwischen Euro und Dollar war zweigeteilt: Zunächst wurde der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus der italienischen Industrie belastet. Die Auftragseingänge und Umsätze der Branche waren im Dezember stark gefallen. Die ohnehin bestehenden Sorgen um die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wurden dadurch noch verstärkt.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat derweil die Krisenanfälligkeit des Euro beklagt und eine Reform gefordert. "Wir brauchen endlich eine grundlegende und intelligente Reform, die einen weiteren Schuldenzuwachs verhindert und nationale Schuldenquoten reduziert", erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Euro / US-Dollar
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Der Erfolg der Maschinenbauer aus Deutschland auf den Weltmärkten sei eng verbunden mit der Einführung des Euro; 20 Jahre nach dem Start der europäischen Gemeinschaftswährung sehe der VDMA allerdings mit Sorge, dass die Wirtschafts- und Währungsunion nach wie vor zu krisenanfällig ist.

 "Vor allem die geplanten Neuverschuldungen in Italien treiben uns den Schweiß auf die Stirn", so Brodtmann. Knapp die Hälfte aller deutschen Maschinenexporte gehen ins EU-Ausland, allein rund 30 Prozent in die Länder der Eurozone. 

Quelle: n-tv.de