Der Börsen-TagIllegale Werbeanrufe: Eon-Tochter zu Bußgeld verdonnert
Die Bundesnetzagentur hat dem Strom- und Gasanbieter E wie Einfach zu einem Bußgeld von 140.000 Euro wegen unerlaubter Werbeanrufe audgebrunnt.
Die Eon-Tochter soll mit Hilfe von Callcentern bundesweit Verbraucher zum Wechsel von Strom- und Gasverträgen aufgefordert haben. Die Callcenter hätten die Verbraucher immer wieder "hartnäckig und gegen deren erklärten Willen" kontaktiert, teilte die Behörde mit.
Eon wies die Vorwürfe zurück. "Wir werden Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen", teilte ein Sprecher mit. "Wir gehen sehr sorgsam mit den rechtlichen Anforderungen an Werbe-Erlaubnisse um und stellen hohe vertragliche Maßstäbe auch an Adresslieferanten."
Für die Anrufe hätten sie von verschiedenen Adresshändlern Einwilligungsdatensätze bezogen, die angeblich bei Online-Gewinnspielen zustandegekommen seien. "Ermittlungen der Bundesnetzagentur ergaben, dass die Angerufenen an den Gewinnspielen überhaupt nicht teilgenommen und entsprechend auch kein Werbeeinverständnis erteilt hatten", hieß es.