Der Börsen-Tag

Börsen-Tag Unipers üppige Dividende bringt Eon in Bedrängnis

Eine fünf Cent höhere Dividende, die Uniper seinen Aktionären zahlen will, bringt den Ex-Mutterkonzern Eon in eine missliche Lage, schreibt das "Handelsblatt". Der deutsche Stromriese und Großaktionär, der immer noch 46,65 Prozent hält, hatte sich gegenüber dem künftigen neuen finnischen Großaktionär Fortum verpflichtet, für eine Uniper-Dividende in Höhe von 69 Cent je Aktie zu stimmen.

Uniper
Uniper 3,48

Uniper hat gestern Abend aber für das vergangene Jahr 74 Cent je Papier in Aussicht gestellt!

Auch in Fortums Kaufofferte, die Eon bereits akzeptiert hat, ist ausdrücklich die geplante Dividende von 69 Cent vorgesehen. Eon soll 22 Euro je Aktie bekommen - 21,31 Euro plus die Dividende von 0,69 Euro. Absahnen würde voraussichtlich der finnische Fortum-Konzern als designierter neuer Großaktionär von Uniper. Ausgerechnet die Finnen, deren Kaufofferte von Uniper zunächst als "feindlicher Vorstoß" gewertet wurde, dürften den größten Teil der Dividenden-Ausschüttung erhalten.

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Eon 9,16

Was nun? Am 6. Juni ist Hautversammlung. Eon hat zwar das Übernahmeangebot von Fortum angenommen, aber es ist bis heute nicht vollzogen. Es stehen noch Genehmigungen der Kartellbehörden aus. Eon könnte gegen die höhere Dividende stimmen, damit würde sich der Energieriese aber unbeliebt machen - auch bei den eigenen Aktionären. Viele halten nicht nur Uniper- sondern auch Eon-Papiere. An der Börse kommt Unipers Dividendenvorschlag gut an, die Aktien steigen 0,6 Prozent.

Quelle: ntv.de

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