Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Whistleblower-Affäre: Barclays-Chef muss Bußgeld zahlen

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Jes Staley

(Foto: REUTERS)

Der CEO von Barclays wird zur Kasse gebeten, weil er den Urheber eines Beschwerdebriefs ausfindig machen wollte.

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Die Aufseher belegten ihn mit einer Buße von 642.430 Pfund Sterling (umgerechnet rund 731.000 Euro).

  • Da Jes Staley frühzeitig einlenkte, kam er in dem Vorfall "günstiger" davon. Ihm hätte sonst eine Strafe von 917.800 Pfund gedroht.
  • Nach einer rund einjährigen Untersuchung kamen die Finanzaufseher zu dem Schluss, dass Staley "schwerwiegende Fehleinschätzungen machte", indem er wiederholt nach der Identität eines Hinweisgebers fragte, der eine von ihm vorgenommene Einstellung kritisierte.
  • Staley hätte keine Schritte unternehmen sollen, um den Autor zu identifizieren, schrieben die Regulatoren. Sie stellten gleichzeitig fest, dass Staley weiterhin als CEO von Barclays tätig sein könne.
  • Die Untersuchung sei durch die Tatsache erschwert worden, dass der Whistleblower behauptete, ein Aktionär von Barclays und kein Angestellter zu sein, so die Financial Conduct Authority und Prudential Regulation Authority.

Das Board der Bank hat bereits angekündigt, dass er wegen des Debakels einen Teil von Staleys Bezügen kürzen würde. 

Quelle: ntv.de