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Luftige Rendite Flugzeugfonds

Der Airbus A380 fasziniert nicht nur Flugzeugfans: Die ganze Welt schaute zu, als das größte und modernste Passagierflugzeug der Welt im Oktober vergangenen Jahres feierlich an Singapore Airlines ausgeliefert wurde. Jetzt können sich Anleger ein Stück vom Riesenvogel ins Depot legen: Das Dortmunder Emissionshaus Dr. Peters hat sich die Maschine gekauft. Und bietet sie nun über einen geschlossenen Fonds Privatanlegern. Vorraussetzung: Die haben mindestens 20.000 Dollar auf der hohen Kante!

Jürgen Salamon, Chef des Fondsanbieters Dr. Peters: „Jeder der Langstrecke fliegt und weiß, es gibt was neues, der möchte gerne mal drin fliegen, und wenn er zufrieden ist mit dem Flugzeug, dann wär’s vielleicht auch toll, mal einen Anteil zu besitzen, und wenn es nur ein ganz kleiner ist. Er kann dann immer sagen, wenn einer fliegt – vielleicht ist es meiner!“

Reizvolles Geschäftsmodell

Es gibt aber auch handfeste Gründe, die für das Investment sprechen. Das Fondsprinzip ist transparent: 10 Jahre lang wird die Maschine fest an Singapore Airlines verleast. Das sichert Einnahmen von 1,7 Millionen Dollar pro Monat. Danach kann das Flugzeug erneut verleast und schließlich verkauft werden.

Jürgen Salamon, Chef des Fondsanbieters Dr. Peters: „Wir sind in 10, 12 Jahren wahrscheinlich eine der wenigen Firmen, die überhaupt gebrauchte A380 anbieten können, Dann ist das Flugzeug von seiner Ausrüstung her, vom Passagiervorkommen her die Top-Klasse, und für so ein Flugzeug gibt es immer wieder einen Markt.“

Einsatz soll sich mehr als verdoppeln

Läuft alles nach Plan, haben die Anleger am Ende ihr eingesetztes Kapital mehr als verdoppelt: Und das sei noch vorsichtig kalkuliert, betont Salamon. Ein Konzept, das auch Peter Kastell vom Analyse-Institut FondsMedia überzeugt.

„Die geplanten Auszahlungen liegen bei 7-8 Prozent pro Jahr, das ist praktisch nach Steuern, das ist natürlich relativ hoch aus unserer Sicht. Betriebskostenrisiken übernimmt der Leasingnehmer, wenn das Flugzeug technisch ausfällt, geht das zu Lasten des Leasingnehmers. Das heißt, die Risiken sind typischerweise reduziert im Vergleich zu Schiffsfonds oder traditionellen Immobilienfonds.“

Wo Chancen sind lauern auch Risiken

Geht doch was schief, können die Anleger ihren Anteil aber nicht so einfach zurückgeben oder verkaufen – wie bei allen geschlossenen Fonds sind sie in der Regel bis zum Ende der Laufzeit an das Schicksal des Fonds gebunden. Hauptrisiko: Der Leasingnehmer geht Pleite oder kann seine Leasingraten nicht mehr bezahlen. Bei renommierten Airlines unwahrscheinlich – es sei denn, der gesamte Markt bricht ein, wie nach den Terroranschlägen 2001:

„Sowas oder ähnliche Faktoren – wir wollen es nicht hoffen, könnten auch dazu führen, dass sich das gesamte Marktumfeld negativ entwickelt – was momentan nicht erkennbar ist, aber niemand kann sicher vorhersehen, ob nicht derartige oder ähnliche Faktoren den Markt zusammenbrechen lassen – und dann kann es eben auch sein, dass ich keine Auszahlungen bekomme, und es kann im Zweifel sogar sein, dass ich richtig in die Röhre gucke und Minus mache.“

Doch damit rechnet im Moment offenbar kaum jemand, im Gegenteil: Die Flugbranche boomt, die Hersteller erhalten mehr Aufträge als je zuvor. Experten rechnen mit fünf Prozent mehr Passagieren pro Jahr – und das auf lange Sicht. Gute Aussichten also auch für den A380.

Quelle: ntv.de