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Erneuerbare Energien Sonnige Aussichten

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(Foto: dpa)

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Beijing investierte 2009 rund 34,6 Milliarden US-Dollar in Wind, Solar, Wasser, Bioenergie und Geothermie. Das ist weltweit Spitze. Die USA liegen mit 18,6 Milliarden US-Dollar auf Platz 2. Das Reich der Mitte hat Nachholbedarf. Die USA generieren bei einem Energieverbrauch von 3,9 Billionen kWh eine Wirtschaftsleistung von 46.600 US-Dollar pro Kopf. China verbraucht 3,4 Billionen kWh für 6.600 US-Dollar.

Um in der nächsten Dekade die angestrebten 15.000 US-Dollar zu erreichen, wird sich Chinas Ölbedarf von 11 Millionen Barrel täglich auf 41 Millionen Barrel vervierfachen. Die Schwellenländer insgesamt haben mit 51,2 Prozent des Primärenergieangebots 2008 erstmals mehr Energie verbraucht als die Industrienationen. Die wenigsten verfügen über Öl. Den alternativen Energiequellen gehört die Zukunft.

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Kurzfristig über ein Jahr gab der Index WilderHill New Energy Global Innovation auf Eurobasis -9,12 Prozent ab, der MSCI World legte +27,47 Prozent zu. Mittelfristig über fünf Jahre erzielten der MSCI World +1,87 Prozent und der WilderHill New Energy -3,14 Prozent. Erneuerbare Energien sind eine langfristige und nachhaltige Investition. Schwankungen sind dabei einzukalkulieren: Mit +28,12 Prozent schwankte der Branchenindex fast doppelt so stark wie der MSCI World mit 15,71 Prozent.

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Die Wachstumsaussichten sind positiv. Laut Branchenverband BEE wird der Weltmarkt bis 2020 ein Volumen von 275 Milliarden Euro haben, mit einem deutschen Anteil von 39 Milliarden Euro. Die reine Energiegewinnung hat laut Weltenergieagentur (IEA) einen Anteil von 55,0 Prozent. Hinzu kommen Technologien für Energiesparen, Aufbewahrung und Transport, Leitungssysteme und Verbundwerkstoffe.

Die OECD veranschlagt den Investitionsbedarf für regenerative Energien weltweit bis 2030 auf rund zwei Billionen US-Dollar pro Jahr. Auch die Anbieterlandschaft ist in Bewegung. Laut KPMG haben 2009 weltweit rund 300 Unternehmensübernahmen im Umfang von rund 50,8 Milliarden US-Dollar stattgefunden. 2010 gab es allein im ersten Quartal 150 Transaktionen mit einem Geschäftsvolumen von rund 12,0 Milliarden US-Dollar. Fazit: Ein hochdynamischer Markt mit antizyklischem Wachstumspotenzial.

 

 

Quelle: n-tv.de