Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 13. Oktober 2017
  • Autobranche

    Mercedes-Rückruf wegen Takata-Airbags

    Daimler muss in China wegen möglicher Probleme mit Airbags des japanischen Herstellers Takata gut 350.000 Fahrzeuge zurückrufen. Das gab die Qualitätskontrollbehörde in Peking bekannt. Rückrufe wegen defekter Takata-Airbags kosteten Daimler im vergangenen Jahr bereits Hunderte Millionen Euro. Fast alle Autobauer waren Kunden bei Takata, die wegen der Kosten für Produktionsfehler in gigantischem Ausmaß mittlerweile pleite sind und vom US-Autozulieferer Key Safety Systems übernommen wurden. Mehr als 100 Millionen Airbags weltweit mussten ausgetauscht werden, davon in den USA über 70 Millionen. Die Gasgeneratoren in den Luftkissen können in Regionen mit feucht-heißem Klima nach längerer Zeit explodieren. Dadurch kamen in den USA und Asien mindestens 17 Autofahrer ums Leben. (rts)

    +
  • Montag, 18. Dezember 2017
  • Unternehmen
    Siemens erhält Kraftwerksvertrag in Russland

    Siemens hat einen Auftrag zur Errichtung eines Gas- und Dampfkraftwerks in Russland erhalten. Das Auftragsvolumen beträgt einschließlich des Servicevertrags 380 Millionen Euro, wie der Münchener Dax-Konzern mitteilte. Das Kraftwerk mit einer Kapazität von 495 Megawatt soll im Mai 2021 den Betrieb aufnehmen. Auftraggeber sei Nizhnekamskneftekhim, ein Unternehmen der TAIF-Gruppe mit Sitz in Kazan im Osten Russlands. Siemens hatte angekündigt, in der Kraftwerkssparte massiv Stellen abzubauen, auch zwei ostdeutsche Standorte sollen geschlossen werden. (DJ)

    +
  • Konjunktur
    Inflation im Euroraum bleibt unter EZB-Zielmarke

    Der Preisdruck in der Eurozone ist im November leicht gestiegen, aber insgesamt verhalten geblieben. Die jährliche Inflationsrate kletterte auf 1,5 von 1,4 Prozent im Vormonat. Die Statistikbehörde Eurostat bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 30. November. Damit liegt die Inflation immer noch deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent. Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, blieb im November stabil auf einem niedrigen Niveau. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) verharrte bei 0,9 Prozent. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im November in der Gesamtrate um 0,1 Prozent, die Kernrate sank indessen um 0,1 Prozent. Die Daten entsprachen den Prognosen von Volkswirten. Die EZB erreicht ihr Inflationsziel schon seit Jahren nicht mehr; nach den aktuellen EZB-Prognosen dürfte sie ihr Ziel sogar bis zum Jahr 2020 verfehlen. Derzeit kaufen die Zentralbanken des Eurosystems monatlich Anleihen für 60 Milliarden Euro, ab Januar wird es auf 30 Milliarden reduziert. (DJ)

    +
  • Konjunktur
    Gastgewerbe schwächelt im Oktober

    Deutschlands Hoteliers und Gastwirte bleiben trotz etwas schwächerer Geschäfte im Oktober auf Wachstumskurs. Preisbereinigt (real) sanken die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Zu unveränderten Preisen (nominal) verzeichnete das Gastgewerbe dagegen einen Anstieg um 1,6 Prozent. Insgesamt war die Entwicklung in den ersten zehn Monaten positiv. Die Branche setzte real 1,0 Prozent und nominal 3,0 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

    +
Themenseiten Wirtschaft
Empfehlungen