Kurznachrichten

Quartalszahlen Telefonica Deutschland steigert Betriebsergebnis

Telefonica Deutschland hat im zweiten Quartal zwar wegen gekürzter Terminierungsentgelte weniger umgesetzt, das Betriebsergebnis konnte dennoch gesteigert werden. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen aus München die Prognose. Der Gesamtumsatz verringerte sich im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf 1,771 Milliarden Euro, was in erster Linie gekürzten Terminierungsentgelten und den Auswirkungen der europäischen Roaming-Verordnung zuzuschreiben war. Analysten hatten einen etwas stärkeren Rückgang erwartet. Mit Mobilfunkdienstleistungen nahm das Unternehmen in den drei Monaten per Ende Juni auf berichteter Basis 1,32 Milliarden Euro ein, 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereinigt um die Sondereffekte betrage das Minus nur 0,4 Prozent. Das Betriebsergebnis (OIBDA) vor Abschreibungen und Sondereffekten stieg um rund 5,0 Prozent auf 472 Millionen Euro und lag damit über der Konsensschätzung von 459 Millionen Euro. Die OIBDA-Marge legte um 2,1 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent zu. Unter dem Strich stand ein Verlust von 40 Millionen Euro und damit 13 Millionen weniger als von Analysten vorhergesagt. Im Vorjahr hatte die im TecDAX notierte Telefonica Deutschland Holding AG 252 Millionen Euro verdient. Das mobile Postpaid-Segment verzeichnete 197.000 Netto-Neuanschlüsse, auch dank Promotionen zum 15-jährigen Markengeburtstag von O2. Die Abwanderungsrate belief sich auf 1,5 Prozent, eine Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte. Die LTE-Kundenanschlüsse kletterten um 53,4 Prozent auf 14,4 Millionen. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) sank auf 9,70 von 10,40 Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiter Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen, bereinigt, die auf oder leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 5,4 Milliarden Euro liegen. Das OIBDA vor Sondereffekten soll gegenüber den 1,79 Milliarden Euro von 2016 stagnieren oder um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen. (DJ)

Quelle: n-tv.de