Marktberichte

Fehlende Impulse Asien-Börsen schauen auf Unternehmen

RTXY8UP (1).jpg

Sydney war einer der wenigen Plätze in der Region, an denen gehandelt wurde.

(Foto: REUTERS)

An den wichtigen asiatischen Börsen tut sich wenig: Japan, Südkorea und Hongkong setzen aus. Konjunkturdaten heben sich gegenseitig auf. So richten sich die Blicke auf Quartalszahlen.

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag leichte Gewinne verzeichnet. In Ermangelung neuer Konjunkturdaten machten vor allem Unternehmensnachrichten und Quartalszahlen die Kurse. "Der schwache chinesische Einkaufsmanagerindex wurde durch den besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index aus den USA wieder ausgeglichen", sagte Analyst Philip Hunter von First NZ Capital. Der am Vortag veröffentlichte Index für den US-Dienstleistungssektor war im April kräftiger gestiegen als erwartet.

Insgesamt verlief der Handel allerdings in ruhigen Bahnen, da in Japan, Südkorea und Hongkong feiertagsbedingt die Börsen geschlossen blieben. Gestützt wurde die Stimmung vor allem von den positiven Vorgaben der Wall Street. Im Blick hatten die Investoren aber nach wie vor auch die Krise in der Ukraine, wo die Lage weiterhin extrem angespannt ist.

Für den Shanghai-Composite ging es um 0,1 Prozent aufwärts. Er knüpfte damit an die Vortagesgewinne an, als er nach dem enttäuschenden Einkaufsmanagerindex im späten Handel noch den Sprung in positives Terrain schaffte. Die meisten Sorgen in Bezug auf die chinesische Konjunktur seien mittlerweile eingepreist, so ein Teilnehmer. "Die Probleme der chinesischen Wirtschaft sind bekannt, daher dürfte das Abwärtspotenzial begrenzt sein", sagte Analyst Pei Xiaoyan von United Securities.

Gesucht waren die Aktien von Apple-Zulieferern. Zur Begründung wurde auf die im weiteren Jahresverlauf erwartete Einführung des iPhone 6 verwiesen. Für die Aktien von GoerTek, einem Hersteller von elektrischen Komponenten, ging es um 3,2 Prozent aufwärts. Die Titel von Shenzhen Sunway Communication, einem Produzenten von mobilen Antennensystemen, stiegen um 0,4 Prozent.

Die australische Notenbank bestätigte derweil den Leitzins auf dem Rekordtief bei 2,5 Prozent. Auf den Aktienmarkt hatte dies kaum Einfluss, weil diese Entscheidung erwartet worden war. Die Notenbanker hätten sich zwar etwas zuversichtlicher zur Entwicklung am Arbeitsmarkt geäußert, doch insgesamt seien die Veränderungen in der Rhetorik gering gewesen, so ein Teilnehmer. Der S&P/ASX 200 stieg um 0,4 Prozent. Beim Australischen Dollar setzte sich nach der Bestätigung des Zinsniveaus durch die Notenbank eine leichte Aufwärtstendenz durch. Der "Aussie" stieg von 0,9284 auf 0,9300 US-Dollar. Für die Commerzbank wird immer deutlicher, dass der nächste Zinsschritt nach oben zeigen wird, auch wenn die Zeit noch nicht reif sei. Daher könne auch der australische Dollar unbeirrt auf hohem Niveau verharren.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Leighton nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal im Blickpunkt. Die Hochtief-Tochter ist dank starker Geschäfte mit Infrastruktur und Bauprojekten für die Öl- und Gasbranche weiter gewachsen. Vor allem der bestätigte Ausblick auf das Jahr 2014 kam bei den Investoren gut an, denn er liegt rund fünf Prozent über dem Analystenkonsens. Für die Aktie ging es um 1,8 Prozent nach oben.

Die zuletzt von Gewinnmitnahmen gebeutelten Bankenwerte zeigten sich in Sydney mit einer uneinheitlichen Tendenz. Die Aktien von Westpac legten um 0,7 Prozent zu. Am Vortag hatten die Titel trotz überzeugender Ergebnisse für das erste Halbjahr um 2 Prozent nachgegeben. Dagegen fielen die Papiere der National Australia Bank um 0,3 Prozent. Das Institut wird am Donnerstag vorläufige Zahlen bekannt geben.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ