Marktberichte

Gewinnmitnahmen erwartet Dax dürfte schwächeln

Nach seinen jüngsten Kursgewinnen dürfte der Dax heute nach Einschätzung von Banken und Brokern mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Für Gesprächsstoff am deutschen Aktienmarkt wird wohl vor allem die Telekom sorgen.

Vor dem mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktbericht aus den USA am Freitag und dem ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe an diesem Nachmittag dürften sich die Anleger eher zurückhalten, heißt es am Morgen. Nach dem jüngsten Anstieg könnte es einzelne Gewinnmitnahmen geben. Die Vorgaben bieten allerdings leichte Unterstützung: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,17 Prozent seit dem Xetra-Handelsschluss und auch in Asien tendierten die meisten Börsen freundlich.

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(Foto: REUTERS)

Von Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage eher dünn. Am deutschen Aktienmarkt dürfte vor allem die Telekom erneut für Gesprächsstoff sorgen. Der Konzern will vor Gericht für den 39 Mrd. US-Dollar schweren Verkauf von T-Mobile USA an AT&T kämpfen. Am Mittwoch war die Aktie um 7,6 Prozent eingebrochen, nachdem bekannt geworden war, dass das US-Justizministerium gegen den Deal klagt.          

Darüber hinaus könnten einige Studien Einzelwerte bewegen: So rücken Eon und RWE mit mehreren Analystenkommentaren in den Blick. Nach Ansicht der Experten von Barclays dürften die Gewinnschätzungen der Analysten im Versorgersektor im Schnitt weiter fallen. Die Eon-Papiere stuften sie daher von "Overweight" auf "Underweight" ab. Positiv hatten sich indes laut Händlern die Analysten von Exane BNP geäußert, die den europäischen Versorgersektor von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft hätten. Die Eon-Aktien wurden bei Lang & Schwarz ein halbes Prozent tiefer gehandelt. Technologie- und Softwareaktien könnten von einer Branchenstudie der Deutschen Bank bewegt werden.

Metro  sollten am Donnerstag wegen Berichten im "Handelsblatt" im Auge behalten werden. Als leichte Belastung werten Börsianer, dass die Ratingagentur Standard & Poors nach den hohen Kursverlusten der Töchter Metro und Celesio offenbar mit einer Abstufung des Haniel-Konzerns auf "BB+" droht. Dies bedeutet einen Verlust der wichtigen Investmentgrade-Einstufung. 'Der Bericht könnte Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Media-Saturn wieder anheizen', sagte ein Händler. Derweil wollte Geschäftsführer Pieter Haas noch keine Umsatz- und Ertragsziele für die neue Musikplattform "Juke" der Media-Saturn-Tochter 24-7 nennen.

Die Vorzugsaktien des Autobauers VW werden wie erwartet im September in den Auswahlindex der EuroStoxx 50 aufgenommen und ersetzen dort die Papiere von Alstom . Die Papiere der Deutschen Börse verbleiben in dem Auswahlindex der Eurozone.

Quelle: ntv.de, dpa/rts

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