Marktberichte

Twitter knicken ein Dow auf Rekordhoch

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Denkwürdiger Schlussstand an der Wall Street.

(Foto: AP)

Die Aussichten auf eine weitere Erholung der US-Wirtschaft sorgen an der Wall Street für einen neuen Rekord-Schlussstand. Die Fed-Sitzung verlief wie erwartet, bei Twitter gibt es dagegen lange Gesichter.

Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed haben die US-Börsen moderate Gewinne verbucht. Diese reichten aus, um dem Leitindex Dow Jones Industrial so hoch wie nie zuvor in seiner Geschichte schließen zu lassen. Er stand zum Handelsende 0,27 Prozent höher bei 16.580,84 Punkten, womit er an seine Gewinne seit Wochenbeginn anknüpfte. Für den April verbuchte der Index ein unspektakuläres Plus von 0,75 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index gewann zur Wochenmitte 0,30 Prozent auf 1883,95 Punkte, während es für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,22 Prozent auf 3582,02 Punkte nach oben ging.

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Die planmäßige weitere Reduzierung der Fed-Anleihekäufe und der unverändert rekordniedrige Leitzins waren indes erwartet worden. Die Aussagen hatten daher letztlich einen nur moderat positiven Einfluss auf die Aktienkurse.

Neben schwachen Zahlen der Internetkonzerne Ebay und Twitter standen eine milliardenschwere Übernahme im Energiesektor sowie durchwachsene Konjunkturdaten im Fokus. Die Twitter-Aktien stachen mit einem Kursrutsch von 9,96 Prozent heraus. Der Kurznachrichtendienst hatte im ersten Quartal als Folge des Börsengangs im vergangenen November einen Verlust erlitten. Denn Twitter muss für Aktien, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern gewährt, hohe Kosten verbuchen. Das hatte dem Unternehmen bereits 2013 das Jahresergebnis verhagelt. Anleger zeigten sich zudem enttäuscht vom Nutzerwachstum, das deutlich hinter dem des Online-Netzwerks Facebook zurückgeblieben war.

Bei Ebay mussten die Aktionäre Kursverluste von 4,97 Prozent verkraften. Der Handelsspezialist wächst zwar dank seines Bezahldienstes PayPal weiter kräftig und hatte zum Jahresauftakt ein Umsatzplus von 14 Prozent erzielt. Weil das Unternehmen allerdings Milliardengewinne aus dem Ausland in die USA geholt hatte, fielen hohe Steuern an und führten zu einem Quartalsverlust von 2,3 Milliarden Dollar.

Die Papiere von Time Warner verteuerten sich hingegen um 2,66 Prozent. Der Medienkonzern hatte die Erwartungen im ersten Quartal übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Die Titel des Energiekonzerns Pepco Holdings sprangen um 17,42 Prozent auf 26,76 US-Dollar hoch. Grund war die Übernahmeofferte des größten amerikanischen Atomkraftwerkbetreibers Exelon, der 27,25 Dollar je Pepco-Aktie bietet. Die Exelon-Papiere verloren 3,18 Prozent.

Der Euro reagierte ebenfalls kaum auf das erwartungsgemäße Sitzungsergebnis der US-Notenbank. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3869 US-Dollar und behauptete damit ihre vorherigen Gewinne. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen legten um 13/32 Punkte auf 100 28/32 Punkte zu. Ihre Rendite betrug 2,65 Prozent.

Quelle: n-tv.de, wne/rts/AFP

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