Marktberichte

Solide Vorgaben Dow fester erwartet

Im New Yorker Aktienhandel zeichnet sich zur Wochenmitte ein freundlicher Auftakt ab. Die Gespräche am Parkett kreisen unter anderem um einen bizarren Rechtsstreit zwischen einem Lebensmittelriesen und einer international agierenden Kaffeehauskette.

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Mit der U-Bahn an die Börse: Nahverkehr in New York.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der Dow Jones dürfte am Mittwoch an seine moderaten Vortagesgewinne anknüpfen. Der Future auf den US-Leitindex stieg gegen 14.45 Uhr um 0,13 Prozent. Am Dienstag war der Dow Jones mit einem Plus von 0,18 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Future auf den Nasdaq 100 rückte zuletzt um 0,25 Prozent vor. Händler erwarten einen ruhigen Handel, da viele Anleger noch im Weihnachtsurlaub seien. Zudem stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda.

Insofern dürften sich die US-Börsen an der überwiegend freundliche Stimmung in Asien und Europa orientieren und ebenfalls leicht zulegen. Die Investoren seien weiterhin zuversichtlich, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft auch im kommenden Jahr fortsetze, sagten Händler.

Mit Blick auf die Einzelwerte geht die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Lebensmittelkonzern Kraft Foods und der Kaffeehauskette Starbucks in eine neue Runde. Bereits Ende November diesen Jahres hatte Kraft ein Schiedsverfahren in die Wege geleitet, weil die Kaffeehauskette eine seit 1998 bestehende Vereinbarung aufkündigen wollte, wonach Kraft Starbucks-Kaffeeprodukte an Lebensmittelhändler verkauft. Nun wehrt sich Starbucks gegen die Aussage von Kraft, wonach der Lebensmittelkonzern im Rahmen dieser Kooperation "außergewöhnlich gut" gearbeitet habe. Vielmehr habe die Kaffeehauskette wiederholt ihre Unzufriedenheit mit der Leistung von Kraft ausgedrückt.

Stärkere Signale kamen aus dem Bankensektor: Die Citigroup sieht sich indes auf einem guten Weg, die erwarteten regulatorischen Bestimmungen überzuerfüllen. Der Anteil der am stärksten vom Ausfall bedrohten Vermögenswerte in der Bilanz werde auf unter 20 Prozent sinken. Dies sagte Unternehmenschef Vikram Pandit in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter zum Jahresende. Citigroup-Titel verbuchten bereits im vorbörslichen US-Handel Gewinne.

Analysten hielten auch die Aktien von Blackstone im Blick. Der Finanzinvestor beteiligt sich einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge an dem Bieterverfahren für 600 Immobilien des australischen Shopping-Center-Betreibers Centro Properties Group.

Unter den Technologieaktien könnten die Papiere von Oracle für Gesprächsstoff sorgen. Der Walldorfer Konzern SAP muss im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit mit dem Softwareunternehmen um Urheberrechtsverletzungen neben der im November verhängten Strafe in Höhe von 1,3 Mrd. US-Dollar nun auch Zinsen zahlen. Mitarbeiter der Software-Wartungsfirma TomorrowNow hatten nach dem Kauf des Unternehmens durch SAP im Jahr 2005 unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. Oracle-Aktien notierten im vorbörslichen US-Handel moderat im Plus.

Quelle: ntv.de, dpa-AFX