Marktberichte

US-Konjunktur im Fokus Euro wartet ab

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Recht statisch präsentiert sich das Währungspaar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten bewegt sich das Euro-Dollar-Währungspaar kaum. Von den anstehenden Zahlen erhoffen sich Anleger Auskunft darüber, ob die Fed die Anleihenkäufe vielleicht doch etwas schneller drosseln könnte.

Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft (ADP) hat der Dollar zum Euro etwas zugelegt. Der Euro tendiert am Vormittag bei 1,36 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzkurs am Dienstag auf 1,3641 Dollar festgesetzt hatte.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

Insgesamt bewegt sich die Gemeinschaftswährung in einer sehr engen Spanne zum Greenback. Impulse könnten neben dem ADP-Bericht die Fed-Protokolle am Mittwoch und die EZB-Sitzung am Donnerstag sowie der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag liefern.

Anleger rätseln darüber, ob die US-Notenbank Fed bei einer weiteren Verbesserung des Arbeitsmarktes ihre milliardenschweren Anleihenkäufe deutlich schneller als erwartet zurückfahren wird. Bislang wollen die Banker ihr Anleiheankaufprogramm zunächst um 10 Milliarden Dollar auf 75 Milliarden Dollar zurückfahren. Die ADP-Zahlen sollten die Erwartungen eines robusten Arbeitsmarktberichts am Freitag unterstützen, prognostiziert Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Analysten rechnen im Dezember in der Privatwirtschaft mit einem Aufbau von 200.000 Stellen nach 215.000 im Vormonat.

Vermögensverwalterin Kathy Lien von BK Asset Management traut den Fed-Protokollen mehr Marktpotenzial zu als den US-Arbeitsmarktdaten. "Sollten die Protokolle offenbaren, dass eine große Mehrheit der Fed-Mitglieder ein weiteres Drosseln der Wertpapierkäufe unterstützt, dürfte das den Dollar stützen."

"Kiwi" gewinnt zum "Aussie"

Unterdessen wird der Neuseeländische Dollar zu seinem australischen Pendant ("Aussie") in der Nähe des Fünfjahreshochs gehandelt. Damit kehren die Wechselkurse zu Niveaus zurück, die zuletzt Mitte Dezember zu sehen waren. Unterstützung erhält der "Kiwi" durch Spekulationen, die Reserve Bank of New Zealand werde im laufenden Jahr den Leitzins erhöhen, während die australische Notenbank an ihrem Leitzinsniveau festhalten werde.

Die Analysten von HiFX halten gar eine Leitzinssenkung in Australien für denkbar. "Wir erwarten, dass der Neuseelanddollar weiter anzieht. Kurse von 0,95 oder gar 0,96 Australischen Dollar sollten im zweiten Quartal nicht überraschen", sagt Analyst Alex Hill. Aktuell wird der "Kiwi" mit 0,9281 Australischen Dollar gehandelt, nachdem es im späten Asiengeschäft nur 0,9251 Australische Dollar gewesen sind. Kurzfristig sieht Hill Unterstützungen bei 0,9220 Austral-Dollar und Widerstände bei 0,9300 bis 0,9320 Austral-Dollar.

Quelle: ntv.de, jwu/jga/rts/DJ

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