Wirtschaft
Bild mit Symbolcharakter: das griechische Parlament und der Euro
Bild mit Symbolcharakter: das griechische Parlament und der Euro(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 08. November 2012

Griechen-"Ja"- belebt nur kurz: Euro wieder im Sinkflug

Nach der US-Wahl rückt die Staatsschuldenkrise in Europa wieder zurück in den Fokus der Devisenmärkte. Die Zustimmung des griechischen Parlaments zu weiteren Milliardeneinsparungen hilft dem Euro nur kurzzeitig auf die Sprünge. Im asiatisch geprägten Handel fällt der Euro wieder.

Der Euro ist am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck geblieben. Der Kurs der Gemeinschaftswährung lag mit 1,2755 Dollar leicht unter seiner New Yorker Notierung am Vorabend.

Geprägt wurde der Handel von der Sorge, dass es US-Präsident Barack Obama nach seiner Wiederwahl nicht gelingt, den Haushaltsstreit mit den oppositionellen Republikanern beizulegen. Sollte das unter dem Schlagwort "fiscal cliff" bekannte Problem nicht gelöst werden, drohen in den USA zum Jahreswechsel immense Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, die das Land in die Rezession stürzen könnten.

Der Dollar wurde zur japanischen Währung tiefer gehandelt mit 0,7982 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2062 und zum Dollar mit 0,9460.

Griechen-"Ja"- belebt nur kurz

In der Nacht hatte die Verabschiedung eines neuen Sparpakets im griechischen Parlament dem Euro zu einem kleinen Zwischenhoch verholfen: Die Gemeinschaftswährung war von 1,2765 auf 1,2780 Dollar geklettert. 13,5 Mrd. Euro will Athen einsparen - als Voraussetzung für weitere Hilfen der internationalen Geldgeber.

Die Entscheidung sei aber bereits weitgehend eingepreist gewesen, sagte David Scutt von Arab Bank zu der moderaten Reaktion der Devise. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,2745 (Dienstag 1,2800 Dollar) festgesetzt. Allerdings hatte der Euro in der Spitze bei 1,2876 Dollar gelegen - nachdem am Morgen Barack Obama als Gewinner aus der US-Präsidentschaftswahl hervorgegangen war.

Quelle: n-tv.de

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