Marktberichte

Bon, bon - Breton kommt France Telecom führt Europa an

Eine Enttäuschung pro Woche war offenbar genug: Nachdem die schwachen US-Konjunkturzahlen die europäischen Börsen am Montag tief ins Minus zogen, stemmten sich die Märkte am Dienstag gegen die ebenfalls schwachen US-Zahlen zum nationalen Einkaufsmanagerindex. Der Stoxx 50 legte um 2,3 Prozent auf 2.367 Zähler zu, der Euro Stoxx 50 gewann 2,8 Prozent auf 2.266 Punkte.

Wie das Institute for Supply Management (ISM) bekannt gab, ist der nationale US-Einkaufsmanagerindex von 50,5 Punkten im August auf 49,5 Zähler im September gesunken. Analysten hatten auf einen Anstieg des Konjunkturbarometers auf 50,8 Punkte gehofft. Ein Wert unter 50 Punkte signalisiert eine abnehmende Geschäftstätigkeit.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand die France Telecom . Der französische Telekom-Riese hat angeblich einen Nachfolger für seinen im September zurückgetretenen Vorstand Michel Bon gefunden. Wie die Pariser Wirtschaftszeitungen "Les Echos" und "La Tribune" übereinstimmend berichteten, wird der französische Unternehmer und Ingenieur Thierry Breton das Ruder bei der France Telecom übernehmen. Am Mittwoch soll der derzeitige Chef des Elektronikkonzerns Thomson Multimedia vom Verwaltungsrat der France Telecom auf seinen neuen Posten gewählt werden. Die Aussicht auf Breton als France Telecom-Chef gefiel den Anlegern offensichtlich, die Aktie des Konzerns legte um 10,2 Prozent auf 7,65 Euro zu.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die Übernahme des japanischen Pharma-Unternehmens Chugai unter Dach und Fach gebracht. Roche halte nun eine Mehrheit von 50,1 Prozent am Chugai-Aktienkapital, teilte das Unternehmen in Basel mit. Mit dem Zusammenschluss nehme Roche eine führende Stellung in Japan ein, dem nach den USA zweitgrößten Pharma-Markt der Welt. Ein Engagement im Land der aufgehenden Sonne ist den europäischen Anlegern aber offensichtlich zu weit weg, die Roche-Aktien fielen um 1,7 Prozent auf 98 Schweizer Franken.

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat die Einstufung der langfristigen Verbindlichkeiten des Elektrotechnikkonzerns ABB auf „A-„ von „A“ gesenkt. Die Aktie brach darauf bis auf das Allzeittief von 4,05 Schweizer Franken ein. Zum Handelsschluss betrug das Minus noch 15,8 Prozent auf 4,10 Schweizer Franken.

Europaweit gefragt waren die Titel der Ölkonzerne. Sie profitierten von den gestiegenen Rohölpreisen. Royal Dutch gewannen 4,48 Prozent auf 42,68 Euro, Total Fina Elf legten um 3,90 Prozent auf 138,50 Euro zu, Shell lag mit 4,4 Prozent bei 393,89 Pence im Plus.

Gefragt waren auch die britischen Bankenwerte, nachdem die Analysten der WestLB den Sektor nach oben gestuft hatten. Barclays stiegen 7 Prozent auf 391 Pence, für HBOS ging es 5,6 Prozent auf 620 Pence und Abbey National legte 6,8 Prozent auf 549,70 Pence zu.

Quelle: ntv.de

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