Marktberichte

Seoul, Hongkong und Sydney im Plus Freundlicher Börsenauftakt in Asien

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(Foto: REUTERS)

Durchweg positiv verlief der Auftakt zum Börsenjahr 2015 an den asiatischen Börsen. In Hongkong waren es gute Immobiliengeschäfte, in Sydney der Ölpreis und in Südkorea versöhnliche Töne aus dem Norden der Halbinsel.

Freundlich ist der Jahresauftakt an den wenigen am Freitag handelnden Börsen in Ostasien ausgefallen. In Australien beendete der Aktienmarkt den ersten Handelstag des Jahres mit einem Plus von 0,5 Prozent, in Seoul ging es um 0,6 Prozent nach oben mit dem Kospi. In Hongkong fiel das Plus mit 1,1 Prozent am kräftigsten aus. Nicht gehandelt wurde an den Leitbörsen in Tokio und Schanghai.

Für Kaufneigung vor allem in Hongkong sorgte die Spekulation auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen Pekings, nachdem neue Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte eher mau ausfielen. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Dezember auf 50,1 von 50,3 im Monat zuvor. Das ist der niedrigste Stand seit eineinhalb Jahren. Allerdings hatten Analysten den Index mit 50,0 noch einen Tick niedriger erwartet. Ähnlich verhält es sich mit dem von HSBC ermittelten Index. Auch er ging zurück, fiel aber höher aus als erwartet. Allerdings verharrte er sogar unter der Expansionschwelle von 50.

Vor allem Gewinne bei in Hongkong gelisteten Aktien chinesischer Immobilien- und Finanzgesellschaften trugen zu dem kräftigen Index-Plus bei. Der Hang Seng China Enterprises Index stieg mit 2,2 Prozent denn auch deutlich stärker als der Hang-Seng-Index. PICC Group schnellten um 6,6 Prozent nach oben, Ping An Insurance und China Cinda jeweils um über 5 Prozent.

Der Immobiliensektor zeigte sich unbeeindruckt davon, dass das mit Schwierigkeiten kämpfende Unternehmen Kaisa einen Bankkredit an HSBC nicht fristgerecht zurückzahlen konnte. Offenbar gibt es aber zwischen den beiden beteiligten Unternehmen noch Verhandlungsspielraum, was von Marktexperten als "sehr entscheidend" eingeschätzt wird. Zudem werden die Kaisa-Probleme als spezifisch eingeschätzt.

Kim Jong Un will Gespräche

Nachdem Vanke ein Grundstück von Kaisa erworben hatte, legten Vanke um 10,6 Prozent zu. COLI zogen um 8,5 Prozent an und CR Land um 7,1 Prozent. Die Analysten von Nomura rechnen damit, dass die Hauspreise in China im ersten Halbjahr unterstützt von entsprechenden politischen Maßnahmen einen Boden ausbilden werden.

In Sydney sorgte mit Blick auf den für Australien so wichtigen Rohstoffkomplex für etwas Zuversicht, dass sich die Ölpreise leicht erholten.  Das Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 57,05 Dollar, ging aber während des Handels in Sydney noch deutlich höher um mit in der Spitze fast 58,50 Dollar. Am Silvestertag war es in den USA im Tief bis auf knapp 56 Dollar gesunken. Marktexperte Michael McCarthy von CMC Markets sprach zudem von Rückkäufen von Aktien aus dem Immobilien- und Gesundheitssektor, die zum Jahresausklang 2014 verkauft worden seien.

Stimmungsstützend in Seoul wirkte die Nachricht, dass es erstmals seit 2007 im neuen Jahr wieder ein Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea geben könnte. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schlug überraschend "Gespräche auf höchster Ebene" vor. Südkoreanische Medien werteten diese Äußerungen als Angebot für ein Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye, deren Regierung erst am Montag einen ähnlichen Vorschlag gemacht hatte.

Quelle: ntv.de, kst/DJ

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