Marktberichte

Auf Kletterkurs Gold erklimmt Rekordhoch

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten treibt den Goldpreis. Das als sichere Anlage geltende Edelmetall überwindet die Marke von 1700 Dollar je Feinunze.

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(Foto: REUTERS)

Der Goldpreis hat sich nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard and Poor's deutlich verteuert. "Das ist eine neue Situation und der Markt ist deswegen nervös", sagte Jonathan Barratt von Commodity Broking Services.

Im Verlauf kletterte der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) erstmals über die Marke von 1700 US-Dollar und erreichte einen Stand von 1715,01 Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis damit um etwa 20 Prozent zugelegt.

"Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord", beschreiben Experten der DekaBank die Lage am Goldmarkt. Der Preistreiber sei "leicht zu finden: die Schuldenkrise diesseits und jenseits des Atlantiks". Die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA und die jüngste Zuspitzung der Schuldenkrise in Italien verstärke die Suche der Investoren nach vermeintlich "sicheren Häfen". Neben dem Goldpreis ist auch der Preis für Silber am Morgen stark gestiegen. Der Preis für die Feinunze Silber stieg um 1,39 Dollar die Unze auf 39,68 Dollar.

Unterdessen setzten die Ölpreise ihre Talfahrt fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete 105,82 US-Dollar und damit 3,55 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank ähnlich stark um 3,13 Dollar auf 83,75 Dollar. Bereits in der vergangenen Woche waren die Ölpreise um rund zehn Dollar eingebrochen.

Als Hauptgrund für die starken Kursverluste gelten Konjunktursorgen. Mittelfristig dürften die Ölpreise jedoch Unterstützung durch das Ölkartell Opec erhalten, das einem fortgesetzten Preisrückgang kaum tatenlos zuschauen dürfte.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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