Marktberichte

Wenig Bewegung an Wall Street Kurse stagnieren nahe an Allzeit-Hoch-Grenze

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An der Wall Street gab es am Montag wenig Bewegung.

(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Die Aktienindizes kratzen an Allzeithochs, viel Bewegung ist an den Märkten aber nicht zu beobachten. Das hat viel mit den noch immer andauernden Verhandlungen im Handelsstreit der USA mit China zu tun.

Mit leichten Bewegungen nach oben und unten hat sich die Wall Street zu Wochenbeginn gezeigt, wobei die Indizes neue Allzeithochs erreicht haben. Im Fokus stand weiter das Thema Handelsstreit zwischen den USA und China.

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Der Dow-Jones-Index legte 0,1 Prozent zu auf 28.036 Punkte, nachdem er einen neuen Rekord bei 28.041 Punkten markiert hatte. Der S&P-500 stieg ebenfalls um 0,1 Prozent auf 3.122 Punkte und schloss damit leicht unter dem neuen Allzeithoch von 3.124 Punkten. Auch der Nasdaq-Composite verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 8.550 Punkte. Der neue Rekord liegt hier bei 8.560 Punkten. Den 1.255 (Freitag: 1.825) Kursgewinnern an der NYSE standen 1.719 (1.104) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 74 (115) Aktien.

Vorbörslich kam zunächst etwas Druck auf den Markt, weil sich die Stimmung in Peking bezüglich eines baldigen Deals wohl deutlich eingetrübt hat. So wurde auf einen Tweet von CNBC Beijing verwiesen, wonach China auf eine Annullierung der bereits eingeführten US-Zölle auf chinesische Güter gesetzt habe. Laut Teilnehmern hegt der Markt aber weiter die Hoffnung, dass es bald zu einer Vereinbarung kommt, bevor neue Strafzölle im kommenden Monat in Kraft treten.

Die Suche nach einer Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China war auch am Wochenende weitergegangen. Wie das chinesische Handelsministerium mitteilte, hat Verhandlungsführer Liu He sowohl mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer als auch mit US-Finanzminister Steven Mnuchin telefoniert. Die Gespräche hätten auf Wunsch der USA stattgefunden und seien "sehr konstruktiv" verlaufen.

Derweil hat die US-Regierung dem chinesischen Technologiekonzern Huawei bei geplanten Strafmaßnahmen drei weitere Monate Aufschub gewährt. Das US-Handelsministerium teilte mit, US-Unternehmen dürften weitere 90 Tage Geschäfte mit Huawei machen. Dies war bereits die dritte Fristverlängerung.

Yen holt Tagesverluste wieder auf

Mit der wieder gestiegenen Skepsis im Handelsstreit zeigten sich die sicheren Häfen Yen, Gold und Anleihen erholt. Der Dollar gab alle Tagesgewinne gegen den Yen wieder ab und notierte bei 108,65 nach 108,77 Yen am späten Freitag. Zugleich tendierte der Greenback gegen den Euro etwas leichter, wie bereits am Freitag. Der Euro legte 0,2 Prozent zu auf 1,1075 Dollar. Das britische Pfund stieg 0,3 Prozent auf 1,2956 Dollar. Premierminister Boris Johnson hatte erklärt, dass alle Kandidaten seiner Konservativen Partei für die Wahlen am 12. Dezember sich verpflichtet haben, seinen Brexit-Deal zu unterstützen.

Die sicheren Häfen Anleihen und Gold haben ihre Verluste aufgeholt. Der Goldpreis stieg um 0,3 Prozent auf 1.472 Dollar je Feinunze. Die Zehnjahresrendite verlor 2,2 Basispunkte auf 1,81 Prozent.

Nach dem kräftigen Anstieg am Freitag und mit der wiederaufgefrischten Skepsis im Handelsstreit gab der Ölpreis deutlich nach. Auch Sorgen über ein Überangebot und aufgekommene Zweifel, ob die OPEC-Länder auf ihrer Sitzung im kommenden Monat weitere Produktionskürzungen beschließen werden, belasteten. Das Barrel der Sorte WTI gab 1,5 Prozent nach auf 56,86 Dollar, Brent verlor 1,8 Prozent auf 62,18 Dollar.

Tesla plant laut einem Medienbericht, für die künftige Fabrik bei Berlin bis zu 4 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen. Dem Bericht zufolge könnte Tesla mit Staatshilfen in Höhe von rund 300 Millionen Euro rechnen, sofern die EU zustimmt. Für die Aktie ging es 0,6 Prozent nach unten.

Quelle: n-tv.de, vpe/DJ