Marktberichte

Die Bullen sind zurück Dax greift nach den Sternen

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Die Trendwende scheint geschafft: Der Dax klettert wieder.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Augen der Anleger sind auf Janet Yellen gerichtet. Doch den eigentlichen Impuls liefert die US-Politik. Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt wird minütlich besser. Am Ende schließen 38 von 30 Dax-Werten im Plus.

Der deutsche Aktienmarkt ist wieder in der Spur. Am Dienstag legten Dax und Co. - ungeachtet der Rede der neuen US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Kongress - deutlich zu. Der Dax konnte dabei an den positiven Trend von vor dem Wochenende anknüpfen.

Der Dax ging mit einem Aufschlag von 2,0 Prozent und 9479 Punkten aus dem Handel - auf Tageshoch. Die psychologisch wichtige 9500er Marke ist damit wieder in greifbare Nähe gerückt. Beim MDax ging es um 1,0 Prozent auf 16 558 Zähler nach oben, der TecDax gewann 1,1 Prozent auf 1242 Stellen.

Der mit Spannung erwartete erste öffentliche Auftritt von Janet Yellen als neue Chefin der US-Notenbank Fed sorgte nicht für große Überraschung an den Märkten. Händler sagten, es gebe keine Veränderung zum lockeren Kurs von Vorgänger Ben Bernanke. Dass im Streit um US-Schuldenlimit eine Einigung in Sicht sei, sorge für etwas Optimismus.

"Damit zeigt die Rede die Kontinuität, auf die Yellen selbst auch verweist", so ein Händler. Ein weiterer Marktteilnehmer meinte, sie sei wie "paste and copy" der letzten Bernanke-Rede. Das sei zu erwarten gewesen, da sie bereits die bisherige Geldpolitik entscheidend mitgeprägt hatte.

BMW gesucht

Im Dax notierten die Werte mehrheitlich im Plus. 28 von 30 Aktien schlossen fester. Lediglich ThyssenKrupp und Fresenius verzeichneten Abgaben. ThyssenKrupp verloren 1,2 Prozent, Fresenius 0,1 Prozent.

Auf der Gewinnerseite zogen die Autowerte neben Bayer, die sich um 3,7 Prozent verteuerten, an die Spitze der Gewinner. Daimler zogen 3,7 Prozent an, BMW 3,0 Prozent, VW 2,7 Prozent. Bei Daimler sorgten Analystenkommentare mit deutlich angehobenen Kurszielen für neue Fantasie. Goldman Sachs stufte aber nicht nur Daimler auf, sondern auch VW. Bei BMW waren es Absatzzahlen aus den USA. Dort stößt die Elektroreihe der Münchener auf reges Interesse.

Conti erhöhten sich im Sog gut aufgenommener Resultate vom Konkurrenten Michelin um 3,0 Prozent. Aktien von Beiersdo rf und Henkel zogen um 1,5 und 1,3 Prozent an. Sie profitierten Händlern zufolge von guten Zahlen des französischen Kosmetikkonzerns L'Oreal.

Metro überzeugt nicht

In der zweiten Reihe gerieten Metro unter Abgabedruck. Der Einzelhandelsriese legte seine Zahlen zum ersten Geschäftsquartal vor. Diesen Angaben zufolge blickt Metro nach einem schwachen Jahresauftakts etwas vorsichtiger in die Zukunft: Für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 stellt das Unternehmen ein operative Ergebnis vor Sonderposten (Ebit) von etwa 1,75 Milliarden Euro in Aussicht. Bislang sollte das Ergebnis "spürbar" über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,7 Milliarden Euro liegen.

Die Zahlen von Metro seien "keine Überraschung", hieß es aus dem Handel. Für etwas Verwirrung sorgte zunächst der Ausblick den Unternehmens. "Die Schätzungen der Analysten liegen bereits in der Nähe des neuen Ziels, damit hat sich das Unternehmen der Markterwartung angenähert", meinte ein Händler. Die Papiere sanken um 2,2 Prozent.

Abschläge verbuchten zudem Bilfinger, die 0,8 Prozent nachgaben. Der Baukonzern hat im vierten Quartal 2013 eine geringere Bauleistung erbracht als Analysten erwartet hatten.

Auf der Gewinnerseite zogen Airbus 2,1 Prozent an. Neue Aufträge im Zuge der Singapore Air Show sorgen für neue Kursfantasie.

Quelle: ntv.de, bad/rts/DJ

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