Marktberichte

Global eingetrübte Börsenstimmung Nikkei steigt nach fünf Tagen wieder

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Exportgetriebene Werte wie Sony geben an der Tokioter Börse deutlicher nach als der Gesamtmarkt.

(Foto: REUTERS)

Es geht doch: An der Tokioter Börse wartet der Leitindex nach einer Handelswoche endlich wieder mit einem Plus auf. Schwach zeigen sich dabei die Exportwerte. Dagegen stehen in China die Banken im Fokus.

An den ostasiatischen Börsen hält die jüngste Talfahrt an, die Abgaben bewegen sich aber in moderatem Rahmen. Werden in Australien schwache Arbeitsmarktdaten als Begründung aufgeführt, muss in Japan die zweitägige Notenbanksitzung für die Einbußen herhalten. In China verweisen Analysten abermals auf die anhaltende Verknappung der Liquidität durch die Notenbank. Insgesamt seien die Begründungen aber wenig stichhaltig, räumen Händler ein. "Die brodelnde Krise in der Ostukraine, die übliche Sommerapathie, ein wenig inspirierender US-Markt am Vorabend und die Feiertage in der kommenden Woche liefern eine Gemengelage, dass sich Händler eine Auszeit gönnen", versucht Marktstratege Daisuke Uno von Sumitomo Mitsui Banking die Stimmung in Tokio einzufangen.

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Die weltweit eingetrübte Stimmung für Aktien treffe auf asiatische Handelsplätze, die noch vor Kurzem auf Mehrjahreshochs gestanden hätten, wird im Handel betont. So sei der Leitindex HSI in Hongkong noch im Juli auf einem Dreijahreshoch gehandelt worden. "Da wird die Luft sehr schell dünn", sagt ein Händler. In China präsentieren sich Finanzwerte schwach, nachdem die chinesische Zentralbank die zweite Woche in Folge die Liquidität auf dem Geldmarkt zurückgefahren hat.

Yen liefert Verkaufsargumente

Japans Börsen haben sich erstmals nach mehreren Tagen etwas stabilisieren können. Der Nikkei Index legte 0,5 Prozent auf 15 232 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix sank indes um 0,6 Prozent. Verkaufsargumente liefert wie schon an den Vortagen der Devisenmarkt. Zwar legt der US-Dollar auf 102,19 Yen zu, nachdem Anleger für den Greenback am Vortag temporär weniger als 102 Yen erhielten, gleichwohl neigt der als sicherer Hafen geltende Yen übergeordnet weiter zur Stärke. Am Dienstag notierte der US-Dollar mit 102,91 Yen noch deutlich höher.

Mit dem Renminbi zeigt sich auch die chinesische Währung fest, der Wechselkurs steigt zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit über vier Monaten. Grund sind positive Erwartungen an die am Freitag anstehenden Exportdaten. Der Austral-Dollar leidet derweil unter schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Diese machten eine Zinssenkung in Australien wieder etwas wahrscheinlicher, heißt es.

Von Banken und Exportwerten

Unter den Einzelwerten fallen im chinesischen Finanzsektor Citic Securities um 1,6 und Bank of Beijing um 1,4 Prozent. Die Titel des Luxusgüterherstellers Prada fallen nach Vorlage von Geschäftszahlen um 1,1 Prozent. In Tokio ziehen Inpex nach einer angehobenen Unternehmensprognose um 1,0 Prozent an. Nach einem schwachen Ausblick bricht der Kurs des sozialen Netzwerkbetreibers DeNA um 7,8 Prozent ein.

Bei den Einzelwerten stehen die Papiere von Renesas Electronics im Interesse der Anleger. Der Halbleiterkonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal fast verdreifachen. Die Aktie stieg um 1,3 Prozent.

Auf den Verkaufszetteln stehen Exportwerte. So geben Sony 1,6 Prozent ab. Bei Panasonic geht es um 1,3 Prozent nach unten.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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