Marktberichte

Kupfer und Nickel ziehen an Ölpreise bewegen sich kaum

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Eingezäunt, regelmäßig kontrolliert und streng bewacht: An den Lagerbeständen können Experten die Drehzahl der US-Wirtschaft ablesen.

(Foto: REUTERS)

An den Rohstoffmärkten gibt es beim Öl kaum Veränderungen. Dagegen sinkt der Goldpreis, da die Einigung im US-Etatstreit einen sicheren Hafen weniger dringlich macht. Dagegen warnen Experten für einem satten Aufschlag bei Kupfer und Nickel.

Der Ölpreis hat am Donnerstag leicht zugelegt. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte WTI liegt mit 97,82 Dollar leicht über dem Niveau des Vortages. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung kostet 109,18 US-Dollar und damit etwas weniger.

Dagegen rutschte der Goldpreis unter die wichtige charttechnische Marke von 1.250 Dollar und baut in der Folge seine Abgaben noch weiter aus. Aktuell müssen 1.227 Dollar je Feinunze gezahlt werden. Mit der erzielten Einigung im US-Haushaltsstreit verliere Gold weiter an Bedeutung als sicherer Hafen, so ein Teilnehmer.

Derweil hat ein geplantes Exportverbot für indonesisches Erze die Preise für Kupfer und Nickel am Donnerstag auf Fünf-Wochen-Hochs getrieben. Die Tonne Kupfer verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 7250 Dollar. Dieselbe Menge Nickel kostete in der Spitze 14.227 Dollar und damit 0,5 Prozent mehr.

Der US-Minenkonzern Freeport McMoRan Copper & Gold hat bereits gewarnt, dass die indonesische Sperre die Produktion seiner in dem Land befindlichen Grasberg-Kupfermine im kommenden Jahr um 60 Prozent verringern könnte. Sollte Freeport seine Eisenerz-Exporte tatsächlich zurückfahren müssen, dann würde das nach Einschätzung von Analyst Dominic Schnider von UBS Wealth Management die globale Balance von Kupfer-Angebot und -Nachfrage spürbar verändern.

Eine endgültige Entscheidung über den heftig debattierten Exportbann will der indonesische Präsident in Kürze treffen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/dpa/rts