Marktberichte

Anleger streichen Gewinne ein Metallpreise im Rückwärtsgang

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Ein wichtiges Industriemetall: Kupfer.

(Foto: REUTERS)

Anleger haben am Mittwoch bei zahlreichen Rohstoffen Gewinne eingestrichen. Verkauft wurden insbesondere Gold und Kupfer, die am Dienstag noch auf Rekordstände geklettert waren. "Offensichtlich nehmen Anleger nach dem jüngsten Höhenflug erst einmal Gewinne mit", heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank. Die Rohstoffpreise wurden laut Händlern zudem von dem wieder etwas festeren Dollar belastet. Dies verteuert Öl, Metalle und Agrarrohstoffe für Käufer außerhalb der USA und dämpft daher die Nachfrage.

Die Tonne Kupfer verbilligte sich am Vormittag um bis zu zwei Prozent auf 8705 Dollar, notierte am Mittag aber wieder nahezu unverändert zum späten US-Vorabendgeschäft bei 8889 Dollar. Am Dienstag war die Notierung auf bis zu 9044 Dollar geklettert. Zum Preisrückgang trugen laut Händlern auch von einer regierungsnahen Zeitung angeheizte Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung im größten Kupferverbraucherland China bei. Analysten zufolge könnte der Preisrückgang allerdings auch von chinesischen Investoren, die auf fallende Kurse wetteten, als Gelegenheit für Deckungskäufe genutzt werden.

Der Goldpreis fiel um 0,6 Prozent auf 1392,80 Dollar je Feinunze nach einem Rekordhoch von 1430,95 Dollar am Dienstag. Gefragt blieb dagegen Silber, was die Commerzbank-Analysten mit der anhaltenden Nachfrage von physisch hinterlegten Fonds begründeten. Die Feinunze Silber verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 28,99 Dollar.

US-Steuerpläne wecken Skepsis

Spekulationen auf einen Rückgang des Verbrauchs in den USA belasteten zusätzlich den Ölpreis. Das Fass US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 88,40 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 91,21 Dollar 0,2 Prozent niedriger gehandelt. Händlern zufolge keimten bei Anlegern Sorgen über die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in den USA auf, die der weltgrößte Ölverbraucher sind. Auslöser sei die geplante Verlängerung von Steuervergünstigungen.

Nach Einschätzung der Rohstoffanalysten der DZ Bank wird sich die zuletzt euphorische Stimmung am Ölmarkt - WTI hat sich seit Ende August um fast ein Viertel verteuert - wieder abkühlen und der Ölpreis wieder Richtung 80 bis 85 Dollar fallen. "Trotz der objektiven Anspannungstendenzen am Rohölmarkt in jüngster Zeit ist festzustellen, dass das 'schwarze Gold' derzeit nicht wirklich knapp ist."

Quelle: ntv.de, rts

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