Marktberichte

Ölpreis steigt Nickel klettert auf Zweijahreshoch

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Nickel wird immer teurer.

(Foto: REUTERS)

Der Ausfuhrstopp des weltgrößten Exporteurs lässt den Nickelpreis steigen. Zudem sorgt eine Minenschließung für weitere Spekulationen über eine Verknappung. Erste Firmen in China berichten bereits von Engpässen.

Die Furcht vor einem Angebotsengpass hat den Preis für Nickel auf den höchsten Stand seit Februar 2012 getrieben. Das zur Herstellung von Stahl benötigte Metall verteuerte sich um bis zu 5,6 Prozent auf 20.500 Dollar je Tonne.

Der Nickel-Preis steigt seit Monaten, nachdem der weltgrößte Exporteur Indonesien im Januar einen Exportstopp verhängt hatte. Verschärft wurde die Spekulation auf Engpässe am Freitag durch die Schließung einer Mine in Neukaledonien wegen eines Abwasser-Lecks.

Chinesische Nickel-Verarbeiter hätten bereits jetzt Probleme, sich mit Nachschub einzudecken, sagte Analyst Lachlan Shaw von der Commonwealth Bank of Australia. In den kommenden drei bis sechs Monaten werden sich daran auch kaum etwas ändern.

Der Preis für Kupfer bewegte sich indes kaum. Es verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 6717 Dollar je Tonne. Nachfolgend die Lagerbestände der Industriemetalle an der London.

Die Feinunze Gold wechselte kurz vor dem Wochenende für 1286 Dollar den Besitzer. Einer der Gründe ist das angesichts der Ukraine-Krise zuletzt wieder gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Anleger. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1291,25 Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.510,00 Euro.

Für ein Fass der US-Öl-Sorte WTI wurden 100,74 Dollar fällig. Am Morgen hatte der Fass-Preis der amerikanischen Marke West Texas Intermediate (WTI) noch unter 100 Dollar gelegen. Grund ist auch hier die Ukraine-Krise.

Zuletzt hatte insbesondere ein festerer Dollar die Ölpreise unter Druck gesetzt. Der Deviseneffekt verteuert Rohöl für viele Investoren und wirkt damit als starker Belastungsfaktor auf die Nachfrage. Für die Kursentwicklung hielt der Markt zunächst eine wenig überraschende Erklärung bereit: Die Stabilisierung der Ölpreise begründeten Händler mit einer leichten Gegenbewegung auf vorherige Verluste.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa