Marktberichte

Toyota fast 6 Prozent im Plus Nikkei gewinnt kräftig

2013-04-11T040459Z_01_TOK600_RTRMDNP_3_JAPAN-ECONOMY-CONSUMER-SPENDING.JPG6532642104244437269.jpg

Hauruck-Methode: Die Geldschwemme treibt die Kurse.

(Foto: REUTERS)

Im asiatischen Aktienhandel bricht sich die Freude der Anleger über die Tokioter Geldschwemme und die Kreditvergabe in China ihre Bahn: Im Nikkei sind insbesondere die Aktien der Autobauer gefragt.

Nikkei
Nikkei 26.096,16

Die asiatischen Aktienmärkte haben dank der starken Vorgaben aus den USA und positiver Konjunktursignale aus China deutliche Gewinne verbucht. In Tokio profitierte die Börse zudem weiter von der extrem lockeren Geldpolitik und den Konjunkturmaßnahmen von japanischer Notenbank und Regierung.

Der Leitindex Nikkei beendete den Handel am Donnerstag knapp zwei Prozent fester bei 13.549 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2008. Der breiter gefasste Topix gewann 2,3 Prozent auf 1147 Zähler. Gefragt waren in Tokio vor allem Exportwerte. Beobachter verwiesen auf die mittlerweile sattsam bekannte, übliche Reaktion der Anleger auf einen sinkenden Yen.

Zu den besonders auffälligen Gewinnern zählten denn auch die Aktien exportorientierter Unternehmen, wie etwa die der Autohersteller - und dass trotz der Mitteilung kurz vor Handelsschluss in Tokio, dass die Unternehmen im großen Stil Fahrzeuge wegen Problemen mit Airbags zurückrufen.

Die Aktien von Toyota gewannen 5,8 Prozent, Honda verteuerten sich um 3,1 Prozent, Mazda legten fast 4 Prozent zu. Der Airbag-Hersteller Takata ließ dagegen ordentlich Federn: Die Aktie verbilligte sich um 9 Prozent. Das Unternehmen teilte mit, er sei von den Autobauern über einen Rückruf in der Größenordnung von zwei Millionen Fahrzeugen informiert worden, nicht 3,4 Millionen.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans tendierte 0,9 Prozent im Plus. Besonders die jüngsten Daten zur Kreditvergabe in China sorgten in Fernost insgesamt für gute Stimmung: Im März fanden sich in den Büchern der chinesischen Banken neue Kredite im Volumen von 1,06 Billionen Yuan (etwa 131 Mrd. Euro). Analysten werteten dies als weiteres Zeichen, dass die Konjunktur in der Volksrepublik an Fahrt gewinnt.

Für Kauflaune sorgten außerdem die Rekordstände, die die Wall Street am Vortag erklommen hatte. Die zuletzt günstige Bewertung vieler Titel sowie die Hoffnung auf eine anhaltend lockere Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve ließ dort Investoren zugreifen. Der Dow-Jones-Index ging mit 14.802 Punkten aus dem Handel und damit auf einem so hohen Stand wie noch nie. Im Verlauf hatte er sogar die Marke von 14.826,66 Stellen erreicht.

Der Yen bewegte sich dagegen auf neue Tiefststände im Vergleich zu großen andere Währungen zu. Zum Dollar notierte er bei 99,74 Yen. Ein Euro kostete 130,33 Yen und 1,3069 Dollar.

Quelle: ntv.de, rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen