Marktberichte

Noch keine Schnäppchenjäger an der Tokioter Börse Nikkei schließt im Minus

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Bei Panasonic schreitet der Konzernumbau offenbar voran.

(Foto: Reuters)

Der japanische Leitindex sackt erneut ein Stück ab. Der Nikkei fällt nach den neuerlichen Verluste wieder unter die psychologisch wichtige 14.500er Marke. Positives gibt es dagegen aus dem Tech-Sektor.

Die Investoren an den asiatischen Aktienmärkten haben sich am Mittwoch nach der jüngsten Rally zurückhaltend gezeigt. In Tokio drückten Gewinnmitnahmen die Börse den zweiten Tag in Folge ins Minus.

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Händler gingen allerdings nur von einer kurzen Schwächephase aus. Schnäppchenjäger lägen bereits auf der Lauer und hielten Ausschau nach günstigen Kaufgelegenheiten, erläuterten sie. Ermutigende Umsatzzahlen des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) stützten zudem Technologiewerte.

Der Leitindex Nikkei fiel 0,4 Prozent auf 15.449 Punkte. Damit entfernte er sich weiter von seinem am Montag erreichten Sechs-Monats-Hochs. Zulegen konnten nach den HP-Quartalszahlen allerdings Technologiewerte. So stiegen die Aktien des Elektronikriesen Toshiba 1,2 Prozent. Die Papiere des Kamera- und Bürogeräte-Herstellers Canon verteuerten sich um 0,8 Prozent. HP hatte zwar einen Umsatzrückgang verzeichnet, weil das Unternehmen weniger PCs und Drucker verkaufte. Dank besserer Geschäfte mit Firmenkunden fiel er aber geringer aus als von Analysten befürchtet.

Die Panasonic-Titel kletterten sogar um mehr als 3 Prozent. Der Elektronikkonzern steht Insidern zufolge vor dem Verkauf von drei Chip-Fabriken in Japan an ein Unternehmen aus Israel. Damit käme Panasonic bei seinem Konzernumbau einen weiteren Schritt voran.

Auch an den anderen asiatischen Aktienmärkten fehlten die Impulse. Der entsprechende Index notierte minimal 0,1 Prozent im Plus. Der Euro legte zu, obwohl mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt haben. EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure hatte am Tag zuvor sogar einen negativen Einlagezins für Banken nicht ausgeschlossen. Kreditinstitute müssten dann zahlen, wenn sie Geld bei der Zentralbank deponieren.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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