China kauft wenigerÖl und Kupfer billiger

Weil die Nachfrage Chinas nach Öl im März schwächer ausfällt als im Vormonat, gibt der Ölpreis deutlich nach. Auch der Kupferpreis lässt Dampf ab. Trotz wachsender Unsicherheit an den Märkten gibt auch der Goldpreis nach.
In
Reaktion auf spürbar gesunkene Importe Chinas hat der Ölpreis am Dienstag nachgegeben. Das Barrel Brent verbilligte sich um
rund einen Dollar auf 121,70 Dollar.
Die weltweit zweitgrößte
Volkswirtschaft hat im März 23,55 Mio. Tonnen Öl eingeführt. Das ist zwar knapp
neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat, allerdings sieben Prozent weniger als im
Februar.
Für die nächsten Monate
werden weiter sinkende Ölimporte prognostiziert, da die Vorratslager in den vergangenen
Wochen offensichtlich gut aufgestockt wurden. Der aktuelle Verbrauch rechtfertige
die hohen Importe nicht, sagte ein chinesischer Ölhändler. Preise von mehr als 120
Dollar je Fass seien allerdings auch nicht unbedingt geeignet, um sie für Vorratshaltung
zu bezahlen. Deshalb dürfte die Nachfrage auch von dieser Warte aus zurückgehen,
ergänzte der Händler.
Auch der Kupferpreis gab in Reaktion auf eine geringere
chinesische Nachfrage nach. Die Tonne des Industriemetalls verbilligte sich um ein
Prozent auf 8245 Dollar.
Nur von kurzer Dauer war ein zwischenzeitlicher Anstieg des Goldpreises wegen Spekulationen über eine mögliche Abwertung des Dollar. Im frühen Handel kletterte der Spotpreis bis auf 1655 US-Dollar, dann setzte jedoch die Gegenbewegung ein und drückte den Preis des Edelmetalls bis auf 1632 US-Dollar, was zugleich auch der Tiefstkurs des Vortages war.