Marktberichte

Kupfer auf Erholungskurs Ölpreisanstieg gestoppt

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Engpässe in einzelnen Regionen an der US-Ostküste: Nach Supersturm "Sandy" müssen sich Anwohner noch per Handkanister mit Treibstoff versorgen.

(Foto: AP)

Am Tag der US-Präsidentenwahl herrscht Ruhe am Ölmarkt. Auch am Goldmarkt wagen sich die Anleger nicht aus der Deckung. Dagegen geht der Kupferpreis nach seinem Zwei-Monats-Tief leicht hoch.

Unterschiedlich haben sich am Dienstag die Rohstoffwerte entwickelt. Mit den Ölpreisen ging es etwas runter. Nachdem ein spürbarer Anstieg bei den US-Benzinpreisen, neue Spannungen im Nahen Osten und ein absehbar hoher Bedarf der von Hurrikan "Sandy" zerstörten Küstenregion in den USA den Preis zu Wochenbeginn um fast zwei Prozent getrieben hatte, kehrte am Tag der US-Präsidentschaftswahlen etwas Ruhe am Markt ein.

Amerikanisches WTI-Öl verbilligte sich um elf Cent auf 85,54 Dollar je Fass. Europäisches Brent-Öl wurde zu 107,40 Dollar gehandelt und damit 33 Cent günstiger als im späten Vortagesgeschäft.

Die inzwischen auf fast 22 Dollar gestiegene Prämie von Brent zu WTI erklärten Händler unter anderem damit, dass BP umfassende Wartungsarbeiten an einer wichtigen Raffinerie in Whiting (US-Bundesstaat Indiana) begonnen habe. Dadurch dürften sich die ohnehin schon hohen WTI-Vorräte am wichtigen Knotenpunkt Cushing (US-Bundesstaat Oklahoma) weiter erhöhen und somit den Preis zusätzlich belasten.

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Am Goldmarkt wagten sich die Anleger kaum aus der Deckung. Der unsichere Wahlausgang in den USA, der bevorstehende Wechsel in Chinas politischer Führung und die neuen Diskussionen um Finanzhilfen für Griechenland hielten die Vorsicht hoch.

Die Feinunze des Edelmetalls wurde um 1688 Dollar gehandelt und damit kaum verändert zum späten Vortagesgeschäft. Gold ist seit Monaten als sicherer Anlagehafen gefragt. Allein seit Juli hat sich der Preis um knapp sechs Prozent erhöht, seit Jahresbeginn um neun Prozent.

Der Kupferpreis arbeitete sich aus seinem Zwei-Monats-Tief etwas hoch. Die Tonne des Industriemetalls verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 7677 Dollar. Nach dem jüngsten Preisrutsch empfänden Anleger die Preise wieder als günstig; zuletzt zuversichtlich stimmende Daten aus den USA und aus China verbreiteten zudem eine gewisse Konjunkturhoffnung, sagten Händler.

So hatten die US-Einkaufsmanagerindizes sowie der Arbeitsmarktbericht der weltgrößten Volkswirtschaft zuletzt positiv überrascht. In China haben Industrieproduktion und Investitionen wieder an Fahrt gewonnen. "Man kann davon ausgehen, dass Investoren zurückkommen und auf Schnäppchenjagd gehen, nachdem die Preise so stark gefallen sind", sagte ein Händler in Schanghai. Sowohl in London als auch in Schanghai ist der Kupferpreis an den vergangenen beiden Handelstagen um rund zwei Prozent gefallen. Seit September beträgt das Minus sieben Prozent.

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Quelle: ntv.de, rts