Marktberichte

Schwache China-Daten belasten Ölpreise fallen leicht

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die schwächelnde chinesische Industrie wirkt sich negativ auf das geschehen auf dem Ölmarkt aus. Mit den Preisen geht es bergab. Auch der Kupferpreis gerät durch die unbefriedigenden chinesischen Daten unter Druck.

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus China leicht gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Morgen 108,02 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI fiel um zwölf Cent auf 96,61 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 73,03

Ein überraschend starker Rückgang der Stimmung chinesischer Einkaufsmanager in der Industrie habe die Ölpreise fallen lassen, sagte ein Rohstoffexperte der japanischen Bank Nomura. Der Markt fürchte, dass die Daten einen Rückgang der Nachfrage nach Rohöl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zur Folge haben.

Im weiteren Handelsverlauf dürften neue Daten zu den Ölreserven in den USA in den Fokus rücken, die am Nachmittag veröffentlicht werden sollten.

Die unbefriedigenden chinesischen Daten belasteten auch den Kupferpreis. Im Terminhandel verbilligte sich eine Tonne um bis zu 0,4 Prozent auf 7260 US-Dollar. China ist der größte Kupfer-Konsument weltweit, rund 40 Prozent der globalen Nachfrage gehen auf das Konto der Volksrepublik. "Wenn in China der Konjunkturmotor stottert, dann geht auch der Kupferpreis zurück", sagte ein Händler. Die straffen Kreditbedingungen dämpften ebenfalls die Nachfrage. Seit Wochen wird befürchtet, Chinas Wirtschaft könnte unter einer Kreditklemme leiden.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa/rts

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